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    Die ungewohnte deutsche Synchronstimme von Sylvester Stallone im Trailer zu "Samaritan": Das steckt dahinter
    28.07.2022 um 15:55
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Von den Stunts eines Buster Keatons über die Akrobatik eines Jackie Chans hin zur Brachialgewalt in „The Raid“. Björn Becher liebt Actionfilme.

    Am 26. August 2022 kommt der Superhelden-Actioner „Samaritan“ zu Amazon Prime Video – und da müssen sich Fans von Sylvester Stallone auf eine eher ungewohnte deutsche Stimme einstellen. Warum, und wer ihn spricht, verraten wir euch in diesem Artikel.

    Ja, das ist nicht die Stimme, die wir fast 40 Jahre lang als die von Sylvester Stallone in Deutschland gehört haben, die da nun im Trailer zu „Samaritan“ und dann auch bald im finalen Film auf Amazon Prime Video erklingt. Und auch wenn es nun schon einige Werke in den vergangenen Jahren mit neuen Stimmen auf der „Rocky“- und „Rambo“-Legende gab, diskutieren viele Fans der Action-Ikone nun auch sofort über diese Synchronsprecher-Besetzung. Ist sie gelungen? Oder mies? Und was steckt dahinter? Wir liefern die Details.

    Neubesetzung dank wohlverdienten Ruhestands

    Seit Anfang der 1980er-Jahre hat Thomas Danneberg in Deutschland Sylvester Stallone synchronisiert – darunter in Klassikern wie „Rambo“, „Cop Land“ oder in der „The Expendables“-Reihe.

    Doch die Synchron-Legende, die u. a. auch Dan Aykroyd, John Travolta, Nick Nolte und Arnold Schwarzenegger seine Stimme lieh, ist mittlerweile 80 Jahre alt – und da hat sich Danneberg seinen Ruhestand auch absolut verdient. Bereits vor einigen Jahren hat er sich daher aus der Synchronarbeit zurückgezogen. Stallone hat er zum Beispiel das letzte Mal in „Escape Plan 2“ aus dem Jahr 2018 synchronisiert.

    Stallones neue Stimme ist seine alte Stimme

    Seitdem gibt es bei Stallone-Filmen die Frage, wer ihn synchronisiert. Und bei der Antwort scheint man sich in Deutschland nun auf Jürgen Prochnow geeinigt zu haben (nachdem es auch einen kurzen Versuch mit Axel Lutter in „Backtrace“ gab). Der selbst auch als Schauspieler aus Werken wie „Das Boot“, „Beverly Hills Cop II“ oder der Serie „24“ bekannte und auch in Hollywood erfolgreiche Berliner ist dabei weder ein Synchron- noch ein Stallone-Neuling.

    Denn Prochnow synchronisierte Stallone bereits zum Anfang von dessen Karriere mehrfach – allen voran in den Boxfilmklassikern „Rocky“ und „Rocky 2“. Seit 2018 hat er Stallone nun mehrfach gesprochen: in „Creed II – Rocky's Legacy“, in „Escape Plan 3“ und zuletzt in „Rambo: Last Blood“.

    „Samaritan“ wird nun also bereits sein vierter Einsatz als Sprecher von Stallone seit dem Ruhestand von Danneberg (und ist insgesamt sogar bereits sein achter für die Action-Legende). Trotzdem klingt es für unsere Jahrzehnte an Danneberg gewöhnten Ohren extrem ungewohnt – das hat einen Grund.

    Prochnow als Stallone: Ungewohnt, aber deswegen schlecht?

    Denn Danneberg hat Stallone eine ganz eigene Stimme und Interpretation mitgegeben, die für viele Fans nun ganz, ganz eng mit dem Action-Altstar verbunden ist. Natürlich hätte man nun darüber nachdenken können, eine Stimme zu suchen, die der von Danneberg ähnelt.

    Man entschied sich aber, nicht nur zurück zu den Wurzeln und den Synchronanfängen von Stallone zu gehen, sondern wählte mit Prochnow eine Stimme, die deutlich näher am Original ist. Unserer Meinung nach passt das gerade hier als abgewrackter Superheld in „Samaritan“ sehr gut.

    Ob man das selbst für eine gelungene Wahl hält oder ob es einen stört, ist natürlich eine extrem subjektive Sache. Die Besetzung mit Jürgen Prochnow ist aber auf jeden Fall eine nachvollziehbare Wahl, bei der sich jemand offensichtlich Gedanken gemacht hat. Wie Prochnow sich dann in „Samaritan“ als Stallone anhört, könnt ihr ab dem 26. August 2022 auf Amazon Prime Video erleben. Dort gibt es den Film natürlich auch im Original, wo Stallone so klingt wie immer.

     

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