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    Obwohl er sein größter Triumph war: Für diesen Film hat Nicolas Cage keinen (!) Cent bekommen
    05.10.2022 um 18:00
    Pascal Reis
    Pascal Reis
    -Redakteur
    Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

    Für seine Performance im Säufer-Drama „Leaving Las Vegas“ konnte Nicolas Cage seinen bisher einzigen Oscar als Bester Hauptdarsteller gewinnen. Wie Regisseur Mike Figgis nun enthüllt hat, hat Cage für den Film keinen Cent bekommen.

    Studiocanal

    Nicolas Cage ist ein Ausnahmedarsteller, der sich in allen Bereichen der Filmindustrie bereits verdient gemacht hat. Ob Indie-Produktion, Blockbuster oder Arthaus – Nicolas Cage ist ein echter Tausendsassa und wird genau deswegen von seinen Anhänger*innen auf fast schon kultische Art und Weise verehrt. Seinen größten Erfolg als Schauspieler konnte der Superstar aber 1996 feiern, als er den Oscar in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für seine eindringliche Performance im Drama „Leaving Las Vegas – Liebe bis in den Tod“ entgegennehmen durfte.

    In „Leaving Las Vegas“, der für uns sogar zu den besten Filmen aller Zeiten zählt, verkörpert Nicolas Cage mit Ben Sanderson einen Mann, dessen Leben um ihn herum Stück für Stück zusammenbricht: Er verliert seinen Job, seine Familie und schlussendlich auch seine Freunde. Quasi ohne jegliche Existenzgrundlage reist Ben nach Las Vegas, um sich hier zu Tode zu saufen. Während er sein Vorhaben konsequent verfolgt, trifft er auf die Prostituierte Sera (Elisabeth Shue), die alles dafür gibt, um Ben wieder einen Sinn im Leben zu schenken.

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    Nicolas Cage wurde für sein größtes Meisterwerk nicht bezahlt!

    Im „It Happened In Holywood“-Podcast war zuletzt Mike Figgis zu Gast, der Regisseur von „Leaving Las Vegas. In dem Gespräch hat der Filmemacher offenbart, dass Nicolas Cage und er nie für ihre Arbeit an dem Drama bezahlt wurden. Zwar wurden den beiden im Vorfeld 100.000 US-Dollar versprochen, doch Finanzier Lumiere Pictures zahlte das Geld nie aus. Der Grund: „Leaving Las Vegas“ hat angeblich keinen Gewinn erzielt.

    „Wie auch immer. Ich meine, meine Karriere hat dann wieder Fahrt aufgenommen und beim nächsten Film, den ich gemacht habe, wurde ich wirklich gut bezahlt. Und innerhalb eines Jahres verdiente Nic 20 Millionen Dollar pro Film, das war also ziemlich gut“, führte Figgis aus.

    Den Karrieren von Mike Figgis und Nicolas Cage hat die fehlende Bezahlung für „Leaving Las Vegas“ also nicht geschadet. Darüber hinaus ist dies kein Einzelfall im Filmgeschäft. Das Problem ist, dass „Leaving Las Vegas“ schon 1995 mit einem Budget von überaus schmalen 4 Millionen US-Dollar zu den Mikrobudget-Produktionen gezählt hat. Die Gewinnrendite ist dementsprechend gering, da sich derart kleine Streifen jeder Menge Herausforderungen mit dem Vertrieb stellen müssen. Frustrierend ist im Falle von „Leaving Las Vegas“ vielmehr, dass zu Anfang Geld versprochen, dieses aber niemals ausgezahlt wurde.

    Um diesen Filmfehler in "Star Wars" zu entdecken, muss man ganz genau hinschauen – dann ist er aber umso lustiger!

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