ONE PIECE HEROINES
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Lemmiblog
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Serienkritik
3,5
Veröffentlicht am 26. Juli 2026
NAMI UND DER TRAUM VOM PERFEKTEN SCHUH

Nami verliert den Schatz der Strohhüte an ein paar dahergelaufene Piraten und das nur, weil ihre Schuhe nicht richtig passen. Als sie sich darüber beschwert, macht ihr der Schuhdesigner ein Angebot: Neue Schuhe gibt es nur, wenn sie für ihn modelt. Doch Nami merkt, dass der Inhaber Dreck am Stecken hat.

One Piece: Heroines – Episode 1 mit Nami auf Netflix geht ca. 20 Minuten und ist ein überraschend unterhaltsamer kleiner Ableger. Auf den ersten Blick wirkt es so, als würde sich die Episode ausschließlich um Mode, Schuhe und Bling-Bling drehen. Das könnte man vorschnell als oberflächlich oder als typisches "Mädchenthema" abtun. Zum Glück steckt bei One Piece stets mehr dahinter. Es geht um Macht, Gier, Scheinheiligkeit und die Frage, ob Profit wichtiger ist als Talent. Der Schuhhersteller interessiert sich nur für den wirtschaftlichen Erfolg, während seine Assistentin davon träumt, den perfekten Kampfschuh mit hohen Absätzen zu entwerfen.
Optisch schlägt die Episode einen etwas anderen Weg ein. Der Stil ist deutlich modeorientierter und überzeichnet. Vor allem die Proportionen fallen wieder ins Auge. Die Beine wirken nochmal absurd länger, während der Oberkörper im Vergleich halbiert erscheint. Das ist stellenweise schon leicht grotesk, da One Piece bei Anatomie ohnehin seine ganz eigenen Gesetze hatte.
Unterm Strich bleibt ein nettes kleines Happening für zwischendurch. Der Zeichenstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber insgesamt. Die Geschichte bietet mehr Inhalt, als man nach den ersten Minuten vermuten würde und macht durchaus Lust auf die weiteren Episoden.

7/10 Punkten. Zum Schluss schaut auch Perona vorbei und übernimmt wohl in der nächsten Episode die Hauptrolle.