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Janko B
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Serienkritik
2,0
Veröffentlicht am 17. April 2026
Ich mag historische Dramen und hatte mich auf eines zur Zeit der normannischen Eroberung Englands gefreut.
Kleine historische Ungenauigkeiten, wie zum Beispiel bei den "Tudors" oder bei "Billy the Kid", stören mich grundsätzlich nicht – solange die Geschichte gut erzählt und glaubwürdig ist. Genau daran hapert es hier: Die Besetzung wirkt für die Epoche unpassend und reißt mich immer wieder raus. Wenn man Wert auf authentische Kostüme legt, sollte das auch für die Figuren gelten.
Für eine diverse Bevölkerung im England des 11. Jahrhunderts gibt es keine historischen Belege. Andere Produktionen wie „Shogun“, in der japanische Schauspieler japanische Figuren verkörpern, oder „Prey“ mit seinem starken Ensemble aus indigenen amerikanischen Darstellern zeigen, dass es auch anders geht und der kulturelle Kontext ernst genommen werden kann.
Schade, denn mit einer stimmigeren Umsetzung hätte das richtig gut werden können. So bleibt es für mich eine verpasste Chance – trotz starker Darsteller und gelungener Optik.
Ich war skeptisch ob der durchwachsenen Bewertungen. Muss aber sagen, dass mich die Serie auf allen Ebenen überzeugt hat. Kostüme, Effekte, Schauspieler und Story waren gut bis sehr gut gewählt und umgesetzt.
Dieses Gejammere bzgl. der Authentizität aufgrund eines "color blind" castings finde ich absurd. Egal welche Hautfarbe die Schauspieler hatten, sie haben stark gespielt. Die finale Schlacht hatten dann auch ordentlich was zu bieten. Kommt nicht ganz an Braveheart oder Die Schlacht der Bastarde Ran, aber war mitreißend und sehr kinetisch. Überhaupt gab es eine gute Balance aus Storytelling und Action.
Auch wenn man sich sicherlich einige historische Freiheiten genommen hat, so kann man doch ein bisschen was über englische Geschichte mitnehmen.
Alles in allem eine starke Serie, die das Rad nicht neu erfindet, aber dafür ein runder Geschichte mit ansehnlichen Schauwerten und allerhand Drama und Intrigen erzählt. Was will Mensch mehr?