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Lemmiblog
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Serienkritik
3,0
Veröffentlicht am 23. September 2026
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Im Berlin der Zukunft dürfen Privilegierte in einem Dom leben, während der Rest der Bevölkerung in Hitze, Dreck und Gewalt erstickt. Politisch in zwei Lager gespalten, versucht jeder seinen Weg zu finden. Dabei ahnt kaum jemand, dass die Würfel über ihr Schicksal längst gefallen sind und selbst Politiker nur Marionetten an Fäden sind.
City of Blood auf Disney+ hat 8 Episoden mit einer Laufzeit von jeweils ca. 50 Minuten. Wir haben hier ein dystopisches Berlin, das durch Gewalt und eine brutale Zweiklassengesellschaft vor dem Kollaps steht. Mittendrin haben wir Bea, die dringend eine Nierentransplantation benötigt. Ihre einzige Hoffnung ist ihre Schwester Phoebe, die sie seit 15 Jahren nicht gesehen hat. Doch aus der eigentlich lebensrettenden Operation entwickelt sich schnell etwas wesentlich Größeres. Bea findet heraus, wozu der Dom wirklich dient, wohin das ganze Blut verschwindet, obwohl die Krankenhäuser keines haben, und welche Rolle ihre Mutter beim Bau des Doms gespielt hat. Die Story bietet einiges. Wir bekommen politische Debatten zwischen rechtem Geblubber und dem erhobenen Zeigefinger der Demokratie, dazu das Geheimnis um das Blut und natürlich die Frage, wer davon eigentlich profitiert. Die Figuren sind einprägsam und funktionieren solide. Wer mir allerdings ungemein auf die Eier ging, war Phoebe. Bei ihr hatte ich das Gefühl, die Regieanweisung bestand aus: „Du hast einen halben Gesichtsausdruck. Teil ihn dir gut ein.“ und "beim Reden lässt du bitte die Zähne zusammen." Unterm Strich bleibt eine Serie, die ich mögen wollte, weil sie knackig erzählt ist, ihre Figuren Wiedererkennungswert besitzen und auch mal Konsequenzen zulässt. Allerdings sind Emotionen rar, Entscheidungen teils echt bekloppt und das große Ganze erschließt sich einen nicht. Quasi, was will man mir hier eigentlich erzählen?
6,5/10 Punkten. Aufgeregt hat mich die eine Cafebesitzerin bei der Yassin ein Kaffee bestellt und was macht sie? Geht Kartoffeln schälen, kein Wunder das ihr durch Maschinen ersetzt werdet.