Horst Lichter legte eine TV-Karriere sondergleichen hin: In den 90ern startete er als Fernsehkoch durch und mauserte sich nach und nach zu einem der beliebtesten Gesichter in den deutschen Medien. Auf der Höhe seines Erfolgs wagte Lichter jedoch einen radikalen Schritt: Er hörte mit dem Kochen auf und heuerte stattdessen bei der Trödelshow „Bares für Rares“ an, die schon bald zum riesigen Hit werden würde.
Was viele Fans nicht wissen: Hinter Horst Lichters Karrierewandel steckt ein trauriger Schicksalsschlag.
Horst Lichter wollte mit allem Schluss machen
Im TV kennen wir Horst Lichter als gut gelaunten Trödelonkel, doch privat hat der 64-Jährige bereits einige Schicksalsschläge erlebt. Im Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ sprach er mit Barbara Schöneberger über eine Zeit, die ihn besonders stark belastete: „Als ich meine Mutter begleitet habe beim Entdecken des Krebses bis zum Tod, da war ich die Monate bei ihr.“
Seine kranke Mutter zu pflegen, habe Lichter zum Nachdenken angeregt, denn er spürte immer mehr, wie unzufrieden er mit seinem Dasein war. Kurzerhand machte er Nägel mit Köpfen und krempelte sein gesamtes Leben um: „Und danach habe ich gesagt: Das ist jetzt gut, ich kündige alles!“ Unglaubliche 5 TV-Sendungen (!) soll Lichter daraufhin zu Beginn der 2010er Jahre gekündigt haben.
Horst Lichter hing die Kochschürze an den Nagel: Dann veränderte "Bares für Rares" alles
Horst Lichter hat damals alle Verpflichtungen hinter sich gelassen – doch statt sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, setzte er alles auf eine Karte und drehte die Pilotfolge zu einer ZDF-Sendung, die wir heute als Kulthit feiern: „Das einzige, was ich machen wollte, war nur ein Pilot, wo alle gesagt haben, das funktioniert nicht. Selbst der Intendant damals, den ich überredet habe für diesen Piloten ‚Bares für Rares‘, sagte: ‚Horst, komm! Trödel funktioniert nicht im Fernsehen.‘“
Stolz berichtet Lichter im Podcast, dass er seiner Intuition gefolgt sei und trotz der negativen Reaktionen „Bares für Rares“ gedreht habe – was ihm letztlich den größten Erfolg seiner Karriere bescherte. Und wir sind ebenfalls dankbar dafür, dass wir unseren liebsten Schnurrbartträger seit mittlerweile 13 Jahren bei „Bares für Rares“ bestaunen dürfen.
Warum Lichter so sehr an „Bares für Rares“ hängt, könnt ihr hier nachlesen:
Horst Lichter gesteht: Das ZDF glaubte nicht an den Erfolg der Trödelshow
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