Ich liebe "Bauer sucht Frau" seit 21 Jahren – doch eine Sache bringt mich in jeder Staffel zur Weißglut!
Maximilian Günther
Maximilian Günther
Als Kind der 2000er zum passionierten TV-Junkie erzogen. Trash-TV-Connaisseur mit Herz für Underdogs. Guilty Pleasures: GNTM & Temptation Island.

Ich liebe die RTL-Show „Bauer sucht Frau“ seit der ersten Stunde, doch für diese Sache kann ich einfach kein Verständnis aufbringen!

Fotomontage: Logo & RTL / Stefan Gregorowius

Unglaubliche 21 Jahre sind vergangen, seit „Bauer sucht Frau“ 2005 zum ersten Mal über unsere Bildschirme flimmerte. Das Kuppelformat mit Inka Bause wurde zum Kult und kann selbst zwei Jahrzehnte später noch Spitzenquoten für RTL einfahren. Obwohl ich seit der allerersten Staffel gebannt vor dem Fernseher mit dabei bin, gibt es eine Sache, die mich jedes Jahr aufs Neue stört.

Das Leben auf dem Bauernhof ist kein Zuckerschlecken

Wie der Name der Show unschwer erkennen lässt, geht es in „Bauer sucht Frau“ um liebeshungrige Landwirte und Landwirtinnen, die ihren einsamen Hofalltag mit dem richtigen Partner an der Seite aufpeppen wollen. Denn für die Landwirte ist es gar nicht so einfach, jemanden zu finden, der dieses Leben mitmachen will. Oft leben sie in abgelegenen Dörfern, müssen den Großteil des Tages ackern und führen ein simples Dasein ohne die luxuriösen Annehmlichkeiten der Großstadt. Schmutz, Kot, Blut und andere gewöhnungsbedürftige Dinge gehören zur Landwirtschaft einfach mit dazu.

Deshalb wurde „Bauer sucht Frau“ ja überhaupt aus dem Boden gestampft: um Landwirte mit Singles zu verkuppeln, die bereit dazu sind, sich für die Liebe auf das knallharte Landleben einzulassen. Doch genau hier liegt das Problem – denn nach über 20 Staffeln bewerben sich immer noch Singles, die mit dem Bauernhofalltag einfach nichts zu tun haben wollen.

Wieso macht ihr bei "Bauer sucht Frau" mit, wenn ihr mit der Landwirtschaft nichts anfangen könnt?

Das Leben auf dem Bauernhof ist alles andere als einfach; gerade deshalb sind die Landwirte auf Bewerber*innen angewiesen, die wissen, worauf sie sich einlassen. Wer einen Bauern daten will, muss mit eigenwilligen Gerüchen, Schmutz und harter Arbeit zurechtkommen, doch vielen Teilnehmenden scheint das immer noch nicht klar zu sein.

Auf einem Hof riecht es leider nicht immer gut! RTL
Auf einem Hof riecht es leider nicht immer gut!

In so gut wie jeder Staffel kommt es dazu, dass Singles zur Hofwoche anreisen – und dann total schockiert davon sind, dass es auf dem Bauernhof nicht nach Veilchen und Flieder riecht. Besonders kurios: Schon öfter kam es zu der Situation, dass Vegetarier*innen zu einem Fleischbauern reisen, nur um dann überwältigt davon zu sein, dass die Tiere für die Schlacht herangezogen werden. Versteht mich bitte nicht falsch: Wirklich jeder hat das Recht, nicht auf einem Hof leben zu wollen – ich selbst könnte das auch nicht – doch ich finde es unfair den Bauern gegenüber, dass diese Singles sich überhaupt auf die Landwirte bewerben. Viele kommen auf die Hofwoche, arrangieren sich notdürftig mit den Umständen, nur um den Bauern dann am Ende das Herz zu brechen mit der Begründung: „Sorry, das mit dem Landleben kann ich mir einfach nicht vorstellen.“ Das finde ich einfach nur schade.

Warum eine Bäuerin der kommenden Staffel schon jetzt für eine Premiere sorgt, könnt ihr hier nachlesen:

Sie ist die jüngste „Bauer sucht Frau“-Landwirtin aller Zeiten!

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