"Am Set hingen wir an seinen Lippen": Heute läuft Günther Maria Halmers letzter Film im TV

Der kürzlich verstorbene Günther Maria Halmer ist heute Abend ein letztes Mal in einer neuen Rolle im TV zu sehen. Der Fernsehfilm „Servus Eddie - Spätes Glück“ läuft nämlich erstmals.

ARD Degeto Film/new!move films/Hendrik Heiden

Vor fast drei Monaten starb der deutsche Schauspieler Günther Maria Halmer mit 83 Jahren. Bekannt durch seine legendäre Rolle als Karl „Tscharlie“ Häusler in den „Münchener Geschichten“, war er auch in Krimi-Reihen wie dem „Tatort“ sowie im oscarprämierten Epos „Gandhi“ zu sehen. Nun läuft heute Abend um 20:15 Uhr in der ARD sein letzter Film.

"Servus Eddie - Spätes Glück": Darum geht es in der bayerischen Tragikomödie

In „Servus Eddie - Spätes Glück“ kämpft der Kommissar Eddie Koloscheck (Maximilian Brückner) mit zahlreichen Problemen. Nach seiner Degradierung zum Streifenpolizisten versucht er, durch Sonderschichten und private Ermittlungen seine Kompetenz zu beweisen.

Als Eddie gerade zwei Kleinkriminelle verhaftet, rempelt er versehentlich den Obdachlosen Adam Einmiller (Günther Maria Halmer) an, der gerade 20 Euro von einer Frau (Marlene Morreis) geklaut hat. Nach dem Zusammenstoß merkt Eddie, dass ihm auch seine Schusswaffe entwendet wurde. Natürlich verdächtigt er sofort Adam und rennt ihm hinterher. Als wäre das nicht genug, erfährt Eddie später noch von seiner Mutter (Jutta Speidel), dass Adam vor einigen Jahrzehnten einen Schicksalsschlag erlitt.

"Servus Eddie": Halmers Rolle sollte eigentlich jemand anderes übernehmen

Vor zwei Jahren inszenierte Felix Karolus den Fernsehfilm und ließ sich unter anderem von Michael Verhoevens Spielfilm „Gefundenes Fressen“ inspirieren. Die Rolle des Obdachlosen Adam sollte eigentlich nicht Günther Maria Halmer verkörpern, sondern Elmar Wepper, der jedoch kurz vorher gestorben war.

Produzent Luca Verhoeven ist begeistert von der letzten Leistung Halmers und gab gegenüber der BILD preis: „Am Set hingen wir alle an seinen Lippen. Er hat die Rolle grandios gespielt und die Dreharbeiten bei teilweise 30 Grad tapfer durchgehalten.“ Dabei bezeichnet er den Tod Halmers als „tragisch“ und betont, dass er eine große Lücke hinterlassen wird.

Wer „Servus Eddie“ heute Abend verpasst, kann den Film auch on demand in der ARD-Mediathek streamen. Dort steht er für ein ganzes Jahr zur Verfügung.

Adrian Königer
Adrian Königer
-Redakteur, TV-STARTS
Junior Redakteur bei Filmstarts. Erzogen vom späten Harald Schmidt, aufgewachsen mit Joko & Klaas. Als Fan von Late Night Shows kenne ich mich bestens mit Böhmermann, Welke & Co. aus. Experte für deutsche TV-Shows und Entertainment. Schaue liebend gern Quiz-Shows.
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