Es ist kein Geheimnis, dass ARD und ZDF dank des Reformstaatsvertrags zum Sparen verdonnert wurden. Nachdem bereits vor einer Weile bekannt wurde, dass gleich 3 Nischensender gestrichen werden, bekommen wir jetzt womöglich eine weitere Sparmaßnahme zu spüren.
ARD und ZDF sparen weiter: Diesmal betrifft es die Nachrichten
Das ZDF und die ARD liefern sich manchmal erbitterte Quotenkämpfe, doch wenn es um ihr Morgenprogramm geht, machen sie gemeinsame Sache. Von 5:30 Uhr bis 9:00 Uhr läuft bei beiden Sendern jeweils zeitgleich das „Morgenmagazin“.
ARD und ZDF wechseln sich allerdings im wöchentlichen Turnus damit ab, wer die Show produziert. Das „ARD-Morgenmagazin“ entsteht in Köln, während die ZDF-Version im Berliner Hauptstadtstudio gedreht wird. Bisher folgte im Anschluss an das „Morgenmagazin“ eine Ausgabe der Nachrichten, die beide Sender jedoch getrennt produzierten. Das ZDF zeigte „heute Xpress“, während die ARD die „Tagesschau“ über die Bildschirme flimmern ließ.
Doch damit ist seit letzter Woche Schluss! Wie DWDL.de berichtet, stellt jeweils der Sender, der das „Morgenmagazin“ produziert, auch die anschließende Nachrichtensendung bereit. Zukünftig kann es also passieren, dass ihr im ZDF die ARD-Nachrichten zu sehen bekommt – und andersherum.
Hinter der Änderung könnten Kostenersparnisse stecken
DWDL hat nachgehakt, warum sich die Sender zu diesem Schritt entschieden haben. Eine Sprecherin der ARD bestätigt, dass man die „Synergieeffekte zwischen ARD und ZDF noch besser“ nutzen möchte. Außerdem hätte sich das gleiche Modell bereits im Mittagsprogramm bewährt.
Offiziell spricht das ZDF nicht von Sparmaßnahmen, sondern stellt die Änderung als Teil eines Optimierungsprozesses dar: „Die dadurch freiwerdenden Ressourcen setzen die Sender für den Ausbau ihrer digitalen Nachrichtenangebote auf tagesschau.de und ZDFheute.de ein“.
Hier könnt ihr nochmal nachlesen, warum ARD und ZDF 3 Sender kürzen müssen: