Kinostart:
24. September 2009
Film auf DVD erhältlich seit: 26. Februar 2010
Regie: Gustave Kervern, Benoît Delépine
Mit Yolande Moreau, Bouli Lanners, Benoît Poelvoorde,
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Originaltitel: Louise-Michel
FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
Frankreich
.
Genre:
Komödie
Laufzeit: 94 Minuten.
Produktionsjahr:
2008
Verleiher: Kool
Inhalt: 20.000 Euro Abfindung für alle zusammen - mehr bekommen die Angestellten einer Reinigungsfabrik nicht, als diese vom einen auf den anderen Tag dichtgemacht wird. Louise (Yolande Moreau), die eigentlich ein Mann ist und Jean-Pierre heißt, hat eine Idee, was man mit der Summe anfangen könnte: Rache. Ein Killer soll beauftragt werden, den Verantwortlichen aus der Chefetage zu liquidieren. Der Vorschlag stößt auf breite Zustimmung und Louise wird mit der Beauftragung eines geeigneten Kandidaten bedacht. Die Wahl fällt auf den Waffennarr und Wohnwagenpark-Wächter Michel (Bouli Lanners), der eigentlich eine Frau ist und Cathy heißt. Aber Michel ist ein Aufschneider, der gar nicht den Mumm hat, tatsächlich abzudrücken. Das soll jedoch nicht das einzige Problem bleiben, dem sich Louise und Michel stellen müssen...
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Björn Becher
(4)
Mit dem entlarvenden Road Movie Aaltra feierte das Duo Benoît Delépine und Gustave Kevern ein eindrucksvolles schwarzhumoriges Debüt. Die Regisseure setzten sich als Streithähne in Rollstühle und durchquerten Europa auf der Suche nach einer Firma, die sie für ihre Querschnittslähmung verantwortlich machen könnten. Dabei legten sie hemmungslos den verklemmten Umgang der Gesellschaft mit behinderten Menschen bloß. Ihr neuer Film „Louise Michel“ folgt einem ähnlichen Muster. Ein ungleiches Duo durchquert Europa und das Ziel ist erneut eine Speerspitze des Kapitalismus: Ein Firmenchef, der aus Profitgier ein Werk in Frankreich schloss, um in Asien billiger produzieren zu lassen, soll liquidiert werden. Dabei beweisen die belgischen Filmemacher erneut ihr Gespür für bösartigen Humor ohne Tabus.
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Louise Hires A Contract Killer Trailer DF
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Userkritiken und Wertungen
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insgesamt 10 Kritiken
Bewertung:
(3,5)
Kritik:
was macht man eigentlich, wenn der betrieb pleite geht, man vor dem nichts steht und der chef irgendeines anonymisierten großunternehmens es sich mit der kohle vermutlich auch noch ziemlich gut gehen lässt? wir dachten immer; ziemlich wütend werden und auf die straße gehen. dem ist auch so, nur bringt es leider ziemlich wenig. der kapitalismus wandelt sich. die dienstleistungsgesellschaft braucht günstige produktion und die siedelt sich dort an, wo unterbezahlte arbeiter sich ihr willig d. h. verzweifelt um den hals schmeißt weil die alternative sein sprichwörtlicher untergang wäre. die wut des menschen über seine eigene situation verebbt immer dann, wenn das system auf das sie trifft zu komplex ist um um archaik zu dulden. und genau hier setzen benoît delépine und gustave kervern an. was tun mit dem skrupellosen boss? einfach selbst skruepllos sein! der typ wird abgeknallt!
so verrückt die geschichte um einen völlig untalentierten killer und eine mann/frau auch inszeniert sein mag: die grundidee der geschichte ist nichtmal so abwegig. es gibt wenig, das sich der moderne mensch noch nicht vorstellen kann und weil das so ist machen sich die regiesseure einfach darüber lustig. da werden behinderte, babys, frauen und kühe über den haufen geschossen. selbst wenn der wille zum effekt allzu offen zutage tritt bleibt der film subtil: denn der nihilismus den er produziert, die sinnlosigkeit seiner existenz ist immer auch gewollt und damit teil des konzepts. auf moralische zweifel lässt sich das duo dabei garnicht erst ein. der film ist kein was - äwre - wenn - szenario. mag das ausgehende szenario auch denkbar sein, wir erinnern uns an wütende franzosen die auf dem höhepunkt der finanzkrise ihre chefs als geiseln nahmen und drohte diese in die luft zu sprengen - in der art wie es erzählt wird beginnt die intellektualität des films mit bezugreichen, subtilen und grotesken schwarzen humor. denn zuletzt kann man sich immer auf das türmchen seiner eigenen trutzburg zurückziehen und sagen: "die welt ist im arsch und eigentlich ist das ziemlich witzig". "louise hires a contract killer" ist beides: extrem witzig, subtil und intelligent und dumm, albern, primitiv und paralysierend.
Verfasst am 07.11. um 11:43 Uhr -
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Pressespiegel
Presseschnitt:
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Vollständiger Pressespiegel mit Zitaten
Besetzung und Stab
Yolande Moreau
Rolle: Louise
Bouli Lanners
Rolle: Michel
Benoît Poelvoorde
Rolle: verrückter Ingenieur
Kafka
Rolle: Vizedirektor
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Gast - Donnerstag, 09. Februar um 11:31