Mein FILMSTARTS
James Bond 007 - Skyfall
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
4,5
hervorragend
James Bond 007 - Skyfall
Von
50 Jahre James Bond im Kino: ein beeindruckendes Jubiläum. Dabei hatte auch die langlebigste und erfolgreichste Filmreihe der Geschichte ihre Durchhänger, doch 007, der britische MI6-Geheimagent mit der Lizenz zum Töten, kam immer wieder auf die Beine. Auch der jüngste Beinahe-Ruin des neben Sony produzierenden Studio-Riesen MGM konnte den 23. offiziellen Einsatz Bonds nicht stoppen, sondern nur verzögern. Das Hickhack um die Finanzierung des 200-Millionen-Dollar-Budgets ist „James Bond 007 - Skyfall" nicht anzusehen, dafür hat das Murren von Teilen der Fans und Kritiker über den Vorgänger „Ein Quantum Trost" deutliche Spuren hinterlassen: Der von Oscar-Preisträger Sam Mendes in Szene gesetzte neue Bond ist wieder viel näher an Daniel Craigs gefeiertem ersten Auftritt in „Casino Royale". „Skyfall" ist ein von exotischem Gadget-Firlefanz und anderen Nebensächlichkeiten befreiter, aufs Wesentliche reduzierter Agenten-Action-Thriller: Ein kühler, zeitgemäßer Bond, der mit knappen, aber ausgefeilten Dialogen, handwerklich superb inszenierter Action und betörend schöner Bildgestaltung von Kamera-Ass Roger Deakins („No Country For Old Men") glänzt.

MI6-Doppelnull-Agent James Bond (Daniel Craig) erlebt bei einer Mission in Istanbul ein Debakel. Als er eine aus der MI6-Zentrale entwendete digitale Liste wiederbeschaffen soll, auf der alle verdeckten Identitäten von Geheimdienstlern verzeichnet sind, die sich in Terrororganisationen einschleusen konnten, verliert 007 den entscheidenden Kampf mit dem Verbrecher Patrice (Ole Rapace) auf tragische Weise: Die zu Bonds Unterstützung eingesetzte Agentin Eve (Naomie Harris) schießt auf Befehl von MI6-Chefin M (Judi Dench) aus großer Entfernung auf Patrice ...und trifft Bond, der verletzt von der Brücke in eine tiefe Schlucht stützt und für tot gehalten wird. Derweil gerät M in London schwer unter Druck und wird von Gareth Mallory (Ralph Fiennes), dem Leiter des Sicherheitskomitees der Regierung, gewarnt, die Attacken aus der Politik nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Als bei einem Bombenanschlag auf das MI6-Hauptquartier sechs Menschen sterben, steht England unter Attacke. Erste Spuren führen zu dem mysteriösen Cyber-Terroristen Silva (Javier Bardem), der die Angriffe initiiert haben soll. Keine schlechte Zeit für James Bond, zurückzukehren, sollte er den Sturz doch überlebt haben...



Immer wieder wird im Internet der Ruf nach einem James-Bond-Abenteuer von Meisterregisseur Christopher Nolan („Inception") laut, der nach dem Abschluss seiner „Batman"-Trilogie sogar öffentlich mit der Idee kokettierte. So reizvoll diese Konstellation auch sein mag: Mit „Skyfall" ist sie unwahrscheinlicher geworden als jemals zuvor, denn Sam Mendes‘ Film bietet schon jetzt vieles von dem, was Nolans fantastische „Batman"-Trilogie auszeichnet. Das geht mit dem wiederauferstehenden James Bond los, der sich im südchinesischen Meer von einer unbekannten Schönen (Tonia Sotiropoulou) gesundpflegen lässt, dazu erinnert die Bösewicht-Figur Silva an Heath Ledgers bereits legendären Joker und wie „The Dark Knight Rises" wird auch „Skyfall" von der allgegenwärtigen Bedrohung globalen Terrors geprägt. Ähnlich wie Nolan verankert Mendes seinen Film stärker in der zeitgeschichtlichen Realität und konfrontiert den einstigen Kalten Krieger James Bond mit den Konflikten des 21. Jahrhunderts. Passend dazu ist nicht nur der überwiegend in eiskaltem Blau gehaltene Look von „Skyfall" düster, auch der Erzählton lässt geradezu frösteln: Es herrscht eine Atmosphäre des gegenseitigen Misstrauens. Folgerichtig findet dann auch der spektakuläre Showdown nachts in der unwirtlichen Weite und Dunkelheit Schottlands statt, wo sich übrigens auch eine Erklärung für den Titel des 23. Bond-Abenteuers ergibt.

Trotz der düster-realistischen Note ist „Skyfall" weit von einem Christopher-Nolan-Imitat entfernt. Der Theaterspezialist und Kino-Quereinsteiger Mendes bereichert die Bond-Reihe auch mit seinen ureigenen Stärken. So sind die Dialoge und die Figurenzeichnung sorgfältiger und smarter als üblich. Das betrifft vor allem das auf eine harte Probe gestellte Verhältnis von James Bond zu seiner Vorgesetzten M, aber auch die neu eingeführte Figur des von Ralph Fiennes facettenreich gespielten Mallory. Dass Bond trotz aller neuen Akzente immer noch Bond bleibt, das ist indes auch für Sam Mendes Ehrensache, der nicht nur für die obligatorischen launig-zynischen Oneliner angemessen Platz findet. Die berühmten Bondgirls dürfen ebenfalls nicht fehlen, wobei die drei Betthüpfereien des Agenten mit Tonia Sotiropoulou, Bérénice Marlohe und Naomie Harris („28 Days Later") kurz und fast schon traditionell ohne größeren Belang für die Geschichte ausfallen. Die meisten Akzente des Damentrios setzt noch Harris, während Sotiropoulou nicht einmal einen Satz sagen darf und Marlohe auch als Klischee-Bondgespielin aus den 70er Jahren durchgehen würde. Die größte Verspieltheit leistet sich Mendes unterdessen mit dem neuen Quartiermeister Q, den Ben Whishaw („Cloud Atlas") als skurrilen und grundsympathischen Sonderling darstellt.

„Skyfall" ist ein ernsthafter Bond. Hier gibt es keinen Platz für die Gaga-Fantasien aus den Roger-Moore-Filmen oder für Absurditäten wie das unsichtbare Auto aus Pierce Brosnans letztem 007-Auftritt in „Stirb an einem anderen Tag". Neben einer handsignierten Walther PPK und einem kleinen Funksender, der im Notfall Bonds Standort übermittelt, gibt es dieses Mal keine ausgeklügelten Spezialwerkzeuge. Dafür sieht „Skyfall" besser aus als jeder Bond-Film vor ihm: Roger Deakins' überragende Kameraarbeit kommt durch Sam Mendes reduzierte Inszenierung perfekt zur Geltung. Der Regisseur verzichtet auf die umstrittene Wackelkamera von Vorgänger Marc Forster aus „Ein Quantum Trost", die Actionszenen setzt er rau, übersichtlich und dennoch dynamisch in Szene. Aber auch sonst ist „Skyfall" ein Film wie aus einem Guss, er hat trotz der Laufzeit von 145 Minuten keine Längen, denn Mendes hält die Spannung auch bei Dialog-Duellen und intimen Intermezzi hoch.

Die Handlung von „Skyfall" ist zeitlich irgendwo nach „Casino Royale" angesiedelt, ohne dass die Ereignisse von „Ein Quantum Trost" explizit berücksichtigt oder negiert würden. Trotz dieser eher diffusen Positionierung bekommt die Bond-Figur eine enorme Fallhöhe und Daniel Craig lotet 007s Gefühlswelt so tief aus wie selten zuvor: Bond ist immer noch ein harter Macker, dem Schusswunden, Schmerzen und akute Lebensgefahr nur als Vorwand für seinen Zynismus dienen. Er muss sich aber auch anpassen („Old dog with new tricks") und wird von Gegenspieler Silva gezwungen, seine Loyalitäten zu hinterfragen. Der wiederum ist ein denkwürdiger Widersacher und es braucht schon einen Schauspieler von der Klasse des Oscar-Preisträgers Javier Bardem („No Country For Old Men"), um das Porträt des psychopathischen Cyber-Terroristen Silva nicht ins Groteske kippen zu lassen. Der Spanier hat einige schlicht geniale Momente und spielt sein Charisma voll aus. Warum er dem Vereinten Königreich und besonders M ans Leder will, das hat ausnahmsweise mal nichts mit der Weltherrschaft zu tun, sei aber an dieser Stelle nicht verraten. Dabei ist Silva zwar ein „moderner" Bösewicht, schließlich nutzt er alle Möglichkeiten des heutigen Terrorismus, aber in Sachen wahnwitziger Ausstrahlung steht er klassischen Bond-Schurken wie Goldfinger und Blofeld in nichts nach.

Fazit: Sam Mendes hat mit dem begeisternden und perfekt inszenierten Agenten-Action-Thriller „Skyfall" der James-Bond-Reihe eine erneute Kurs-Korrektur verschafft. Zum 50. Geburtstag ist ihm ein kühler, absolut würdiger Jubiläums-Bond geglückt, der dem Franchise zugleich die Zukunft sichert.

Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme aller Zeiten: Usermeinung
  • Die besten Filme aller Zeiten: Pressemeinung

Kommentare

  • DanielJackson
    Leider habe ich es nicht gelesen habe, sondern nur die punktzahl angesehen(wollte mir die Vorfreude nicht durch einen dummen Spoiler versauen und werde auch bis nächste woche jede Nachricht über den neuen Bond "überlesen"). Aber 4,5 von 5 sind schon echt stark und ich freue mich nun umso mehr!!!:-)
  • ArnoNym
    ich lese immer nur: kühl, rau und Nolan! Schade dass Herr Baumgardt kein Wort über die (Anzahl der) Actionsequenzen verliert. Gibts etwa keine?
  • Felix Haenel
    @ArnoNym: Aus der Kritik: "handwerklich superb inszenierter Action", "...spektakuläre Showdown...", "die Actionszenen setzt er rau, übersichtlich und dennoch dynamisch in Szene" und "Schusswunden, Schmerzen und akute Lebensgefahr".Dafür, dass der neue Bond Film wie beschrieben "smarter" daherkommt, wurde meiner Meinung nach ausreichend zur Action gesagt.
  • rugay
    Ja der letzte Bond war weder Fisch noch Fleisch und kam irgendwie konfus daher, hinterließ so gar keine Spuren im Zuschauer - trifft aber auf so viele handwerklich gut gemachte Filme der letzten Zeit zu : Seele fehlt irgendwie - von daher macht mir die Kritik wieder Appetit...
  • Unshadaar
    Nun ja, ich werde mir den neuen Bond definitiv anschauen, aber ob ich einer 4,5 Sterne Wertung glauben schenken soll, steht erst einmal auf einem anderen Blatt. Da Herr Baumgardt bereits dem eher miesen "Ein Quantum Trost" überschwängliche 4 Sterne verpasst hat (User-Wertung 2,9, womit 3 Sterne für diesen doch sehr schwachen Bond nach Casion Royale mehr als gnädig und vor allen Dingen passend gewesen wären), muss dieser Bond mind. ebenfalls 4 Sterne bekommen. Es war nämlich ein Leichtes, den letzten Teil zu überbieten. Das ist die Krux mit voreiligen, unrealistischen Sternchen für eigentlich viel schlechtere Filme. Bei evtl. besseren Nachfolgern stolpert man über die eigene Bewertungsskala und dann gibt es nur noch einen Weg ... mehr Sterne als vielleicht angebracht sind. Von daher her Baumgardt, zukünftig die rosa Brille bei einer Bewertung absetzen, dann wirds auch mit Folge-Kritiken einfacher (Selbes Dilemma gabs ja schon bei The Dark Knight 4,5 und dann 5 Sterne sowie The Dark Knight Rises, der doch mind. 4 Sterne verdient hatte und bekommen sollte, aber einfach nicht an TDK heranreichte).
  • Silvia O.
    Skyfall ist also ähnlich gut wie Quantum Trost. Sachen gibts... Ob skyfall 9/10 verdient weiß ich nicht, aber ich weiß, dass quantum trost 8/10 NICHT verdiente.
  • niman7
    Nolan hier, Nolan da! :( Ich kann diesen Namen nicht mehr lesen! Ich würde Sam Mendes "American Beauty" jeder Zeit vor Nolan´s Batman oder Inception vor ziehen! Ich verlasse mich voll und ganz auf Mendes. Der Film wird fantastisch.
  • Ronald Schubert
    Ich kann mit Craig als Bond noch immer nichts anfangen, denn seit 50 Jahren ist James Bond irgendwo der edle Ritter und Retter, der mit witzigen Sprüchen und klugen tricks auch schon mal die Welt rettet. Craig hat da noch immer den leicht proletarischen Touch und der steht dem Agenten 007 einfach nicht!
  • Janos V.
    niman7 mag Nolan immer noch nicht, da hab ich nichts dagegen... aber da Sam Mendes selbst als Erster die Parallele zu The Dark Knight gezogen hat, finde ich es mehr als angebracht, das auch in der Kritik zu tun :) Außerdem fand ich, dass Ein Quantum Trost die 4 Sterne absolut verdient hat. Dass man nicht das zu sehen bekommt, was man gern gesehen hätte, hat mit der Qualität des Films doch überhaupt nichts zu tun. Abgesehen davon bin ich von den Trailern begeistert und diese Kritik macht meine Vorfreude natürlich auch nicht kleiner, also: AB INS KINO!
  • niman7
    Ich hab nichts gegen Nolan. Mich nervt es , dass immer die Verbindung zu Nolan gesucht wird. Sobald ein Film ein wenig ernst und düster gedreht wird, heißt es gleich "Wie Nolan".
  • ChiliPalmer
    Ich hoffe der Skyfall ist mehr Casino Royale als Quantum Trost, letzterer war nicht schlecht, aber im Vergleich zum Vorgänger definitiv schlechter... Freue mich, lese mir auch nicht die Kritik durch, is ma wieder Zeit fürs Kino, vor allem bei solchem Bombast...
  • Merdan C.
    sehr gute filmkritik, nur eine spoiler-warnung wäre nicht schlecht gewesen. jetzt bin ich erst recht scharf drauf,mir den neuen bond anzuschauen. besonders freu ich mich schon auf die auftritte von -silva-,endlich mal ein würdiger gegner,so wie sich´s anhört.
  • Nr. 8
    ich hoffe diese äußerst gut bewertende kritik ist auch berechtigt, denn wie "ein quantum trost" 4 von 5 sternen bekommen kann, ist mir ein rätsel und auch casino royale hätte in meinen augen bestenfalls 3 von 5 sternen bekommen und nicht die von filmstarts tatsächlich vergebenen 4.5 von 5.
  • winter4all
    Komme gerade aus dem Kino. Absolut genialer Film!!!Schlägt seinen Vorgänger um längen und wartet immer mit kleinen Reminiszenzen an die früheren Bond Filme auf. Ich will hier nicht zu viel verraten aber haltet mal die Augen offen ;-)
  • PaddyBear
    Hab ihn jetzt gesehen und was ist davon zu halten? Tja, also ich habe selten so zufrieden den Kinosaal verlassen. Grandios trifft es wohl ganz gut. Unbedingt angucken. Ich bin wirklich begeistert!
  • Christian W.
    Habe den Film gestern gesehen - und muss sagen, dass ich enttäuscht bin. Es ist ein guter und solider Thriller aber kein guter Bond. Für mich liegt der Film auf dem Niveau von "Lizenz zum Töten". Natürlich sind die ganzen Anspielungen auf alte Bond-Filme ganz nett, die Einführung neuer und alter Charaktere sogar sehr gut und auch einige Dialoge sind messerscharf geschliffen, allerdings kam bei mir erst in den letzten 10 Minuten des Films echtes Bond-Feeling auf - bei einer Lauflänge von 142 Minuten zu wenig finde ich. Generell ist die Spielzeit ein Problem - teilweise wirkt der Film einfach viel zu lang und dadurch träge.....Kurz gesagt: Besser als "Ein Quantum Trost" (was eigentlich auch nicht schwer ist) aber deutlich schlechter als "Casino Royale"
  • mahabe
    Skyfall? Kniefall!Vor dem Regisseur und dem Kameramann!Für die nächsten Bond hat er die Latte ganz schon hochgehenkt. Gegen Javier Bardem sehen manche andere Bond-Gegner wie Schuljungen aus. Bin glücklich. 5 Sterne!
  • Cesper
    Toll gefilmt, super Musik, super Schauspieler. Aber irgendwie will einfach keine richtige Spannung aufkommen. Daher Fazit: Nicht schlecht aber mehr leider auch nicht....
  • breezercux
    Ich habe mir Skyfall gestern angesehen und bin sehr enttäuscht. Hier zeigt sich einmal mehr, dass nur genug laute und aggressive Werbung gemacht werden muss und die Leute rennen ins Kino. Daniel Craig ist ein sehr guter Schauspieler aber diese Bondfilme haben absolut nichts mehr mit James Bond in seiner ursprünglichen Form zu tun. Die Geschichte um diesen Film ist dünn und eher nebensächlich. Die Actionszenen sind gut aber rar. Über weite Strecken herrscht Langeweile. Für mich bedeutet ein BOND Film die Bedienung von Klischees. Hübsche Frauen, irre Gadgets, eine unglaubliche Geschichte und einen fiesen Gegenspieler. In den letzten Bond Filmen wurde davon so gut wie nichts richtig bedient. So ist z.B. "ein Quantum Trost" ein sehr guter Actionfilm, aber halt leider kein James Bond Film wie man ihn sich wünscht. Skyfall setzt diese Serie m.E. fort. Als Bond Film bekommt der Film von mir lediglich 2 Sterne.
  • pr1ngle
    Ich habe mir den Film auch gerade angesehen und muss Herrn Baumgardt (s.o.) völlig Recht geben. Ein fast komplett zufriedenstellender Bond-Streifen. Der Ablauf ähnelt denen der moderneren Vorgängern sehr: von der anfänglichen Jagd (dieses Mal tatsächlich etwas schwach), über die Einbringung in die Story und einigen Richtungswechseln bis zum Endkampf, wo Bonds Antagonist aufgrund von Selbstüberschätzung verliert. Die schauspielerische Leistung ist wirklich gut, besonders die von Bardem, der komplett authentisch wirkt und strikt den meiner Meinung nach schwierigsten Charakter bestens meistert. Judy Dench wirkt teils etwas trocken und regeungslos, was aber ihrer Rolle in weiten Teilen auch zu Gute kommt.Was den neuen Stil der Filme betrifft, finde ich es eine gelungene Umsetzung ins Moderne. Die Reihe kann sich aufgrund der wirklich sehr fein aufeinander abgestimmten Bilder mit passender Musik sehr gut von anderen Actionfilmen separieren und bleibt seiner Linie treu. Ich kann allerdings auch die Connery - Brosnan - Generation verstehen, die allerdings anerkennen sollte, dass Bond nicht mehr nur eine Figur des Herzensbrechens und der Gentleman-Fraktion ist, sondern psychisch und physisch verwundbar ist und teils martialischen Zügen vorgeht. Ich persönlich glaube, dass die Verwandlung notwendig war, da wir uns in Zeiten befinden, wo vor Allem die jüngere Generation (Zielgruppe der Multiplex-Kinos) den sauberen und gekämmten Helden im Anzug und mit Krawatte nicht mehr anspricht. Man erinnere sich an Filme wie "Mit Schirm, Charme und Melone" und Serien wie "Hart aber herzlich". Stattdessen sucht sie einen Helden mit Mängeln, der verwund- und angreifbar erscheint, sich Autoritäten widersetzt (rebellischer Art) und tendenziell eher egozentrisch wirkt.Genau das spiegelt der "neue" Bond wieder das mit Bravour. Weitermachen Herr Mendes!
  • MaxPowers
    also ganz ehrlich , da fand ich Quantom besser ..... Bardem war aber Top, bester Bösewicht aller Zeiten in einem Bond Film ^^
  • Roger M.
    Insgesamt der besten Bond seit Langem, nach der Quantum Trost Enttäuschung eine runde, stilsichere und düstere Actionnummer die sich zwar gepflegte Selbstironie aber keine eitlen Albernheiten leistet. Das Portfolio der Darsteller überzeugt. Craig hat seine Figur nun voll entwickelt und steht klar über Moore, Brosnan und Dalton und ist auf Augenhöhe mit Connery. Summa Summarum 4,5 Sterne.
  • Volker Gr?f
    da jeder einen anderen geschmack hat... sorry aber stromverschwendung.ich bin ein grosser fan der bond filme... aber dieser, hmmm... flache handlung... flacher film. alle anderen hab ich 10 bis 20 mal gesehen...bei diesem war ich froh nach gut zwei std erlöst zu sein
Kommentare anzeigen
Back to Top