Kinostart:
22. November 2007
Regie: Julie Taymor
Mit Evan Rachel Wood, Jim Sturgess, Joe Anderson,
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Produktionsland:
USA
.
Genre:
Musical
Laufzeit: 132 Minuten.
Produktionsjahr:
2006
Verleiher: Sony
Inhalt: Jude (Jim Sturgess) verlässt Liverpool, um in den USA seinen Vater zu suchen, den er nie kennen gelernt hat. In Princeton wird er fündig und schließt dort auch Freundschaft mit Max (Joe Anderson), einen Luftikus aus reichem Hause, der sich nicht fürs Studium geschaffen fühlt und es bald abbricht. Die beiden Kumpel ziehen nach New York, wo sie bei der Sängerin Sadie (Dana Fuchs) unterkommen. Auch der Weg des schwarzen Gitarristen Jo-Jo (Martin Luther McCoy) führt nach einem persönlichen Verlust aus Detroit nach Greenwich Village - hinein in eine wechselhafte musikalische Beziehung zu Sadie. Die multikulturelle Gemeinschaft wird komplettiert von Prudence (T.V. Carpio), einem Mädchen aus Ohio mit asiatischen Wurzeln, und schließlich von Lucy (Evan Rachel Wood), Max' Schwester.
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Andreas Staben
(4)
Ein einsamer junger Mann blickt aufs Meer hinaus und singt unbegleitet das sehnsuchtsvolle „Girl“. In den Brandungswellen zeichnet sich alsbald das Antlitz des besungenen Mädchens ab. Die Intimität des Augenblicks wird abgelöst als sichtbar wird, dass sie sich inmitten des Aufruhrs einer großen Demonstration befindet. Dazu überlagern die Klänge des rockigen „Helter Skelter“ allmählich das Liebeslied. Mit dieser beeindruckenden Sequenz beginnt Julie Taymor (Frida, „Titus“) ihre Musical-Fantasie „Across The Universe“ und legt gleich ihre Karten auf den Tisch. Maßgeschneidert im Takt von über 30 Beatles-Songs entfaltet sie ein politisch-kulturelles Panorama der 60er Jahre. Mit nie nachlassendem inszenatorischen Einfallsreichtum wird von Anfang an die Schwierigkeit thematisiert, die Erfüllung persönlicher Sehnsüchte mit dem Drang nach gesellschaftlicher Veränderung zu verbinden. Dabei geht es Taylor weniger um eine präzise historische Analyse der Auseinandersetzungen um die Bürgerrechte und um den Vietnamkrieg, sondern eher darum, eine spezifische Stimmung zu beschwören und zugleich die Parallelen zur krisengeplagten Gegenwart mitklingen zu lassen. „Across The Universe“ nutzt die Musik der „Fab Four“ als Sprungbrett für eine ästhetische und erzählerische Möglichkeiten auslotende allegorische Reise an deren Ende die Utopie steht: All You Need Is Love.
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Userkritiken und Wertungen
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insgesamt 11 Kritiken
Koyaanisqatsi
Mitglied seit 852 Tagen
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41 Userkritiken
Bewertung:
(2)
Kritik:
Naja.
Die Neuinterpretationen der Lieder wirken bei weitem nicht so wie die Originale. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass sie verunstalte, verweichlicht und unnötig aufgepeppt wurden. Und so war es für mich (meistens) unmöglich, die Lieder mit all ihrer träumerischen, psychedelischen Kraft, Innovation und Schönheit der Originale aufzunehmen. Die Story ist die übliche unreflektierte Zusammenfassung der späten 60er, gepaart mit einer Liebesgeschichte. Dabei stören vor allem noch die eindimensionalen, stereotypen Charaktere und Orte (New York = Fortschritt, Freiheit, Rebellion, Kunst, Musik; England = Malochen und sich danach im Pub besaufen - noch Fragen?). Es wirkt auch alles ziemlich konstruiert. Aus diesen Gründen rate ich eher von diesem Film ab; vor allem Beatles-Liebhabern.
Trotzdem ist es natürlich bewundernswert, dass man mit 30 Liedern von ein und derselben Band eine Geschichte mit vielen Handlungssträngen erzählen kann. Und dabei waren sogar die Erzählzeit und Veröffentlichung der Lieder weitestgehend synchron. Mich haben die meisten Inszenierungen nicht so sehr überzeugt (manche sogar richtig geärgert, zum Beispiel "I Want You (She's So Heavy)" bei Max' Musterung oder "Happiness Is a Warm Gun" im Krankenhaus), aber manche waren recht beeindruckend ("Because", die freie Liebe im Wasser; "Strawberry Fields Forever", Erdbeeren als Bomben und ihr Inhalt als Blut; "A Day In The Life", der Schlusston haut so richtig rein). Lustig waren die ganzen Anspielungen auf Beatles Lieder, die nicht gespielt wurden: Da haben wir zum Beispiel die sexy Sadie und Max, der mit seinem Hammer rumfuchtelt ;-).
Fazit: Netter Versuch, die Beatles im neuen Gewand wieder auferstehen zu lassen. Mehr aber auch nicht.
Verfasst am 23.01. um 00:59 Uhr -
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Pressespiegel
Presseschnitt:
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Chicago Sun-Times
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Besetzung und Stab
Evan Rachel Wood
Rolle: Lucy
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Gast - Dienstag, 07. Februar um 08:47