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Kinostart
unbekannt (1h 38min)
- Regie
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Mit
Kim Bodnia, Rikke Louise Andersson, Zlatko Buric mehr
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Genre
Thriller
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Nationalität
Dänemark
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Leo (Kim Bodnia) hängt am liebsten rum und schaut Filme. Das alles sieht er gefährdet als seine Freundin Louise (Rikke Louise Andersson) ihm eröffnet, dass sie schwanger ist. Deren Bruder Louis (Levino Jensen), ein rassistischer Schläger, ist dagegen über die Aussicht Onkel zu werden mehr als glücklich. Leos Freund Lenny (Mads Mikkelsen), der seine Lieblings-B-Horror-Streifen wie The Texas Chainsaw Massacre, „Maniac“ oder „Andy Warhol's Frankenstein“ rezitieren kann, ist dagegen frisch verliebt. Lea (Liv Corfixen), das Objekt seiner Begierde, arbeitet in der Nähe, interessiert sich zwar mehr für Bücher denn für Filme, doch der schüchterne Filmgeek schafft es trotzdem, sie in kurze Gespräche zu verwickeln. Das hilft ihm, den Frust hinter sich zu lassen, den es mit sich bringt, dass in der Videothek, in welcher er arbeitet und an der ein großes Poster von Lee Frosts „Dynamite Trio“ hängt, sich die Kunden größtenteils weder die Klassiker von David Lean, Jacques Tourneur oder Seijun Suzuki noch für die neuen Meisterwerke von Tarantino, Lynch oder Woo interessieren, sondern für Pornos. Das ist der Alltag der fünf unterschiedlichen Menschen, deren Vornamen die gleichen Anfangsbuchstaben haben. Doch als Leo eine Schießerei miterlebt, an deren Anschluss sein Schwager Louis ausrastet und einen Anderen fast tot prügelt, erliegt er der Faszination dieser Gewalt. Er besorgt sich eine Waffe und fängt an Louise zu schlagen.
| Verleiher | - | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 1999 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Björn Becher
Das jüngere, international präsente skandinavische Kino im Allgemeinen und das dänische Kino im Speziellen kann man größtenteils in zwei Bereiche teilen. Auf der einen Seite stehen die Dramen (jüngstes Beispiel: Nach der Hochzeit), auf der anderen sehr schwarzhumorige Komödien (kürzlich: Adams Äpfel), bei denen sich öfters Möchtegern-Gangster und viele Tote tummeln. „Bleeder“ von Nicolas Winding Refn vermutet man eher in der letzten Kategorie, doch er weist erstaunlich viele Elemente beider Gattungen auf und entpuppt sich zudem noch als Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt im amerikanischen Stil. Der schon 1999 in den dänischen Kinos und auf zahlreichen Festivals gelaufene Film schafft nun mit reichlich Verspätung Direct-To-DVD auch den Sprung nach Deutschland. Der Grund ist wohl der enorme Erfolg der schnell zum Kult avancierten, in den vergangenen zwei Jahren veröffentlichten „Pusher“-Trilogie von Winding Refn. Aber auch inhaltlich war der Release längst überfällig, auch wenn der Filmemacher sich in „Bleeder“ mit der etwas zu starken Orientierung an die Movie-Buff-Kollegen Quentin Tarantino und Kevin Smith sowie Vorbild Martin Scorsese teilweise selbst im Wege steht.
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