Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

3,5


Von Carsten Baumgardt

Mach's noch einmal, Peter! Das war die freudige Reaktion der weltweiten „Der Herr der Ringe"-Fangemeinde, als Peter Jackson das Ruder des geplanten Zweiteilers „Der Hobbit" übernahm und Guillermo del Toro („Pans Labyrinth") ablöste. Unter der Regie des als Hexenmeister der weißen Magie kultisch verehrten, knuffigen Neuseeländers konnte bei der inzwischen auf drei Teile angelegten Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Vorgeschichte zum „Herr der Ringe"-Welterfolg scheinbar nichts mehr schiefgehen. Aber bestimmte Fragen blieben offen: Würde sich das 1937 erstmals veröffentlichte Kinderbuch in ein Abenteuer-Epos für Erwachsene verwandeln lassen? Gibt der nicht einmal 400 Seiten lange Roman genügend Stoff für drei jeweils fast dreistündige Epen her? Und geht Jacksons Wagnis auf, den Film mit einer verdoppelten Bildrate von 48 Bildern pro Sekunde zu drehen? Die Antwort lautet jeweils: jein! Peter Jacksons „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" ist so bombastisch wie Kino nur sein kann und vollgestopft mit beeindruckenden Aufnahmen. Dennoch reicht dieser erste Prequelfilm nicht annähernd an die Meisterwerke der „Der Herr der Ringe"-Trilogie heran, weil es bei der Technik klemmt, der erzählerische Ton anfangs nicht passt und sich das ersehnte Mittelerde-Feeling erst in der zweiten Hälfte einstellt.

60 Jahre vor den Ereignissen aus „Der Herr der Ringe": Erebor, das stolze Goldreich der Zwerge, ist vor langer Zeit untergegangen und wird seither von dem mächtigen Drachen Smaug besetzt, doch nun gibt es Gerüchte, das Reich im Einsamen Berg sei verlassen. Der Zauberer Gandalf (Ian McKellen) will der Sache mit einer 13-köpfigen Zwergengruppe um Anführer Thorin Eichenschild (Richard Armitage) nachgehen und prüfen, ob der Drache tatsächlich nicht mehr über Erebor herrscht. Gandalf legt großen Wert darauf, den auf Gemütlichkeit bedachten Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman) dabeizuhaben, kann ihn aber mit Mühe überreden, sich der Einsatztruppe anzuschließen. Er wird als Meisterdieb vorgestellt – warum, weiß Bilbo allerdings nicht. Nach einer beinahe tödlichen Begegnung mit einer Horde Orks rettet eine Gruppe von Elben die Zwerge und ihre Freunde aus der misslichen Lage. In der Elbenheimat Bruchtal beruft Gandalf den Weißen Rat ein, der aus ihm selbst, den Elben Elrond (Hugo Weaving) und Galadril (Cate Blanchett) sowie dem Zauberer Saruman (Christopher Lee) besteht, und will bei den Wächtern Mittelerdes um Unterstützung ersuchen...

Die beruhigende Nachricht für alle „Der Herr der Ringe"-Fans: Mittelerde lebt! Aber in den neun Jahren seit dem Abschluss der Ur-Trilogie hat sich technisch einiges getan und so hat sich auch das filmische Erscheinungsbild von Tolkiens Fantasy-Welt verändert: „Der Hobbit" erstrahlt selbstverständlich in prächtigem 3D, ganz wie es sich inzwischen für eine Giga-Produktion gehört – und Peter Jackson hat sich für den Einsatz der umstrittenen High Frame Rate (HFR) entschieden. Durch die Verdoppelung der Bildrate von 24 auf 48 Bilder pro Sekunde sollen Bewegungen plastischer, schärfer und realistischer wirken - was einigermaßen harmlos klingt, erweist sich indes als Frontalangriff auf die Sehgewohnheiten der Zuschauer: Die Bilder sind gestochen scharf und wirken in ihrem übersteigerten Realismus paradoxerweise eher unecht – für diesen Eindruck, der an bestimmte günstig produzierte Fernsehformate erinnert, wurde der Begriff des Seifenoperneffekts geprägt. Überspitzt gesagt: „Der Hobbit" sieht aus wie „Der Herr der Ringe - Telenovela Edition". Das ist brutal gewöhnungsbedürftig. Das 3D funktioniert trotzdem immerhin gut und die detailreichen, schier überwältigenden Bilder des majestätischen Bruchtals sind ein wahrer Augenöffner.

Der zweite Knackpunkt der neuen Tolkien-Verfilmung ist der Erzählton. War die „Der Herr der Ringe"-Trilogie weitgehend ein düsteres Schlachtenepos, ist „Der Hobbit" durch einen fast schon humorigen Grundton gekennzeichnet, Tolkien hat das Buch schließlich für seine Kinder geschrieben. Doch die jugendliche und erwachsene Zielgruppe will mehrheitlich keinen Kinderfilm sehen - das weiß Jackson und mogelt sich um diese Klippe herum. Der Regisseur und seine Co-Autorinnen Fran Walsh und Philippa Boyens schmücken das Werk mit nicht verwendeten Teilen aus Tolkiens Schaffen und eigenem Ideengut aus. Immer wieder nehmen sie Eingriffe vor, um den Ton zu verdüstern und „Der Hobbit" erwachsenentauglich zu machen. Dieser Kniff funktioniert mit einigem Anlauf effektiv, wenn auch nicht so elegant wie erhofft. In der ersten Hälfte des Films wird noch der Albernheit gefrönt, das ist ganz dem Ton des Romans angemessen, aber zumindest für alle Zuschauer, die keine bedingungslosen Verehrer von Tolkiens „Hobbit" sind, ungewohnt.

Nach einer stimmungsvollen Einführung in bester „Herr der Ringe"-Manier, die den spektakulären Angriff des Drachen Smaug auf die Zwergenfestung im Einsamen Berg zeigt, schaltet Peter Jackson zunächst zwei Gänge runter und es wird in epischer Länge gevespert, dazu ausgiebig gesungen und gefeixt. So fällt es schwer, reinzukommen in die märchenhafte Geschichte, zumal die Gemeinschaft der Zwerge nicht unbedingt aus sympathischen Gesellen besteht und keine Charaktertiefe bekommt, deshalb kann sich auch keiner der Zwergendarsteller profilieren. Einzig dem mürrischen Anführer Thorin Eichenschild werden überhaupt ein paar nennenswerte Eigenschaften als Hobbit-Skeptiker zugebilligt, diese Eindimensionalität bremst Richard Armitage in seiner Rolle. Mit einigen Anlaufschwierigkeiten hat auch Martin Freeman („Sherlock Holmes") als Bilbo Beutlin zu kämpfen, weil er als notorischer Hasenfuß und Abenteuer-Verweigerer erst in seine Aufgabe reinwachsen muss. Das haben Cate Blanchett, Hugo Weaving und Christopher Lee als Mitglieder des Weißen Rates nicht nötig, sie sorgen mit ihrer Präsenz für Belebung. Die Gastauftritte von Ian Holm als alter Bilbo und Elijah Wood als Frodo fallen noch kürzer aus und dienen als erzählerischer Rahmen. Als treibende Kraft ist somit Ian McKellen („X-Men", „Gods and Monsters") als Zauberer Gandalf gefordert. Der alte Recke, der für „Der Herr der Ringe - Die Gefährten" eine Oscar-Nominierung erhielt, ist der beste Mann des vielköpfigen Aufgebots, während aber sein Co-Hauptdarsteller Freeman ebenso wie der Film erst mit zunehmender Laufzeit deutlich besser wird – spätestens ab dem schicksalshaften Zusammentreffen mit Gollum (perfekt wie immer: Andy Serkis) in der Höhle läuft er rund.

Dass „Eine unerwartete Reise" als schwacher „Herr der Ringe"-Abklatsch für Kids allzu gemächlich anläuft und lange wenig Aufregendes passiert, ist auch eine Folge der Streckung auf drei Teile, die sich - zumindest, was diesen ersten Teil angeht - nicht bezahlt macht. Erst mit dem Eintreffen der Gruppe um Gandalf in Bruchtal nach der Hälfte der Spielzeit kommt „Der Hobbit" endlich auf Betriebstemperatur und es geht ans Eingemachte. Nun wird um Leben und Tod gekämpft bis sich die Schwerter biegen, dazu werden epische Panoramen von Mittelerde ausgebreitet. Gekrönt wird der Schlussspurt von einem atemlos-grandiosen Finale, das die gerade enttäuschten Erwartungen doch wieder von neuem weckt: Macht Jackson mit „Der Hobbit: The Desolation of Smaug", der am 12. Dezember 2013 in die deutschen Kinos kommt, an der Stelle weiter, wo er mit „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" aufhört, besteht noch Hoffnung, wieder in den alten „Der Herr der Ringe"-Meisterwerk-Modus zu gelangen. Und dann kann der dritte Teil „Der Hobbit: Hin und zurück" 2014 zum krönenden Abschluss einer einmaligen Film-Saga werden.

Fazit: Peter Jackson kann den immens hohen Erwartungen der „Herr der Ringe"-Fans mit „Der Hobbit" zwar nicht gerecht werden, er braucht für sein bombastisch angelegtes Fantasy-Abenteuer eine lange Anlaufzeit, aber in der zweiten Hälfte ist „Eine unerwartete Reise" der grandios-bildgewaltige Ausflug in die Welt Mittelerdes, der für die Zukunft wieder Großes verspricht.

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Kommentare

  • ArnoNym

    der Hobbit das Meisterwerk von Peter Jackson 3,5 Sterne aber Jack und Jill mit Adam Furzwitz Sandler 4 Sterne? wow tolle Kritik! sehr glaubwürdig...macht mal weiter so.

  • lupusnoctis

    Grade weil sich der Film von HdR absetzt finde ich ihn gut. Es ist halt "nur" eine Abenteuergeschichte und kein kolossales Weltrettungs-Epos. Und genau diese Leichtigkeit die diese Geschichte ausmacht und der Film braucht, hat er.
    Bei der Aufteilung in drei Teile war ich schon skeptisch aber ich fand die Zeit gut ausgefüllt. Auch die Szenen die nicht im Buch "Der kleine Hobbit" enthalten waren passten gut, da diese ja im gleichen Zeitalter passierten.
    Richard Armitage (Thorin Eichenschild) gefällt mir sehr gut und Martin Freeman (Bilbo Beutlin) noch besser. Die Landschaftsaufnahmen, die Szenen und die Figuren sind wieder super gelungen.
    Minuspunkt für mich ist die überzogene Aktion mit dem weissen Ork. Auf HFR und 3D kann ich gut verzichten.

    Nicht so genial wie HdR aber immer noch 4,5 Sterne wert.

  • Diddi V.

    Diesen Film mit der HdR Trilogie zu vergleichen ist in meinen Augen ein völlig falscher, fast schon idiotischer Ansatz. Zumal jeder der "Herr der Ringe" kennt, dies als ein Gesamtwerk ansieht, wobei "Der Hobbit" grade mal der erste Teil einer weiteren Trilogie ist.
    Ich denke dass bei den meißten die Erwartungen für diesen Film seit der Ankündigung einfach ins unermessliche gestiegen sind, so hohe Erwartungen die einfach nicht erfüllbar sind, deswegen sind viele so enttäuscht.

    Allerdings habe ich auch erst gezweifelt ob man dieses Buch auf 3 Überlänge-Filme strecken kann. Nachdem ich mir den Film angesehen habe, bestand für mich jedoch kein Zweifel, dass Peter Jackson wieder fantastische Arbeit geleistet hat und in den nächsten beiden Teilen noch leisten wird.

    Bei einer Buchverfilmung ist es extrem schwer den "alten" Fans gerecht zu werden, meiner Meinung nach sollte man aber auch nicht so Korinthenkackermäßig reagieren, wenn der Streifen nicht zu 100% der Originalfassung entspricht. Wer es Detailgetreu haben will, kann ja das Buch lesen.

    Ich kann diesen Film allen die ihn noch nicht gesehen haben nur wärmstens empfehlen! Gute Effekte, guter Humor, tolle Landschaftsaufnahmen, viel Action und eine grandiose Geschichte die Lust auf beide Fortsetzungen macht :)

  • x_SethGecko_x

    Beinahe wäre ich wegen den sehr durchwachsenen Kritiken nicht ins Kino gegangen. Zum Glück habe ich mich dennoch dazu durchringen können. Denn Der Hobbit ist sicherlich nicht der Beste Film des Jahres aber dennoch ein Erlebnis im Kinosaal.

    Alleine die Kamerafahrten in den Goblinmienen, der Auftritt von Gollum, die neue 3D-Technik, die gelungenen Masken und die Landschafsaufnahmen (ja auch der Herr der Ringe wurde in Neuseeland gedreht...) aber viele Kritikpunkte allgemein und in dieser Kritik sind für mich nach der Sichtung des Films nicht verständlich.

    1. Die höhere Bildrate:

    Ich bin kein ausgewiesener Technikfreak und kann nur das Gesehene bewerten aber welche ernsthafte Kritik gibt es an der neuen Technik? Ich habe bisher Men in Black in 3d und Prometheus gesehen. Beim ersten wirkten die Umrisse verschwommen und beim 2ten habe ich gar nicht gemerkt das es ein 3D Film sein sollte. Der Hobbit war in allen Szenen klar ohne verschwommen zu wirken und die Tiefenwirkung war sehr deutlich und sinnvoll umgesetzt. Was hier ein "Frontalangriff auf die Sehgewohnheiten der Zuschauer" ist oder "brutal gewöhnungsbedürftig" sein soll erschließt sich mir nicht.

    2. Der unpassende bzw. zu langsame Beginn:

    In dem Kinosaal in dem ich saß wurde zu Beginn an vielen Stellen gelacht das der Humor nicht zünden würde habe ich nicht empfunden und das der Film zu Beginn etwas Zeit bracht bevor die Reise beginnt wird arg überdramatisiert. Im ersten Teil der Herr der Ringe Trillogie war es nicht anders. Man kann doch den Beginn einer Reihe nicht mit einer abgeschlossenen Vergleichen. Der Hobbit muss doch auch für Neueinsteiger seine "Welt" ersteinmal einführen und veranschaulichen. Auch waren die Slapstickeinlagen schon bestandteil der anderen HDR-Filmen. Und wenn ich dabei an Gimli denke waren diese nicht wirklich suptiler.

    3. Der Erzählton:

    Ich weiß nicht wie der Verfasser dieser Kritik darauf kommt aber hier handelt es sich um einen eigenständigen Film. In der Kritik wird ständig daraufhingewiesen das der Film nicht den erwachsenen und dunklen Erzählton von den HDR-Filme besitzt. Na und? Ist jetzt für jeden Fantasyfilm dieser Erzählstil vorgeschrieben? Ich war sehr froh nicht wieder das Gleiche gesehen zu haben.

    Ich bin kein rießen Fan von dem Franchise doch haben mich alle Filme bisher auf ihre Art sehr gut unterhalten und ich finde es schade wie madig der Hobbit gemacht wird. Falls daher noch andere unschlüssig sind wie ich sollten sie dennoch einen Blick riskieren 3,5 Sterne sind ein bisschen zu wenig für diesen Film. Gerade wenn man an andere Wertungen denkt...

  • Dennis H.

    ich muss sagen, dass ich es traurig finde, wie Peter Jackson mit der Buchvorlage umgegangen ist. Ich habe mich anfangs gefragt, ob ich wirklich im richtigen Film bin. Künstlerische Freiheit hin oder her, ich bin enttäuscht.

    Ich habe nicht das Gefühl, dass der Autor dieser Kritik das Buch wirklich gelesen hat, denn eine Buchumsetzung sieht vollkommen anders aus. HDR war einfach eine andere Liga und die Bücher hatten den Umfang für drei Filme. Sehr schade um das Geld und das Buch.

    2/5 Sternen für die Landschaft und den Versuch ein schönes Buch umzusetzen.

    Die Synchronisation sollte man erst gar nicht bewerten, da diese vollkommen unterirdisch ist.

  • Martin S.

    Bin schockiert. Einer der teuersten Filme aller Zeiten.
    Und er enttäuscht auf allen Ebenen.

    Fragwürdige Schauspielerische Leistungen – ich habe das Gefühl einigen Szenen hätten einen zweiten Take durchaus vertragen.
    Die Starbesetzung gibt es nur auf dem Papier – abgesehen von Ian McKellen und Martin Freeman haben die anderen bekannten Gesichter praktisch keine Relevanz für den Film - und zeichnen den Kontrast zur Herr der Ringe Trilogie diesbezüglich umso schärfer.
    Wo zum Teufel ist die Kohle hin? Hier jedenfalls ist sie nicht gelandet.

    Der Visuelle Eindruck an vielen Stellen des Films ist eher der einer durchschnittlichen Mittelalter-Dokumentation eines Privatsenders, als das was man im Kino erwarten würde. Jetzt ließt man Blog auf Blog ab, dies bedinge sich durch die neue Technik mit der doppelt so hohen FPS usw. – daran meine Besten liegt das nicht:
    Das ist bloß total lieblos gemacht!
    Hier jedenfalls ist die Kohle auch nicht.

    Mit Animationen wir mehr als verschwenderisch umgegangen – alles ist animiert. Jeder Ork, jeder Goblin – gefühlt jeder einzelne Gegner. Man hat den Eindruck selbst an Filmen wie The Cube (der Erste) waren mehr Statisten beteiligt. Nun sind die Animationen für sich genommen nicht übel ausgeführt – allerdings funktioniert die Interaktion zwischen Animationen und Schauspielcharakter, abgesehen von Bilbo und Gollum da ist es ausgezeichnet, überhaupt nicht. Auch vermisse ich eine gewisse Kontinuität in der optischen Ausführung der Animationen – stellenweise habe ich das Gefühl es wurden verschiedene Studios beauftragt. Alles nicht herausragend.
    Hier kann die Kohle auch nicht stecken.

    Mir sind noch nie im Kino so unverschämt Schaumstoffwaffen aus dem Liverollenspiel- zubehör unter die Nase gehalten worden, übertrieben laut unterlegt durch ein sattes „KLONCK“-Geräusch bei jedem absetzten. In den Händen von Hauptfiguren. Leinwandfüllend. Nicht mal für die kleinen Details und Requisiten ist offensichtlich Geld ausgegeben worden.
    Where the f**k did you hide the money, Peter?

    Stellenweise war ich mir nicht sicher ob das eine Buchverfilmung oder Parodie werden sollte. Sie kann beides.

    Die „Herr der Ringe“- Filme legen die Latte schon sehr hoch. Aber angesichts des entschieden höheren Budgets (ein einziger Teil des Hobbit teurer als die gesamte HdR-Trillogie – kann das sein, bin ich hier richtig informiert???), gemacht von denselben Leuten, der kann doch nicht überall entschieden schlechter sein?!

    Das Einzige was überraschend und überdurchschnittlich gut ist, sind die Kritiken.
    Und zwar in allen Medien. Auch in Seriösen.
    Mein persönlicher Eindruck ist:
    DA MUSS DIE KOHLE STECKEN!!

  • siggibaby

    Ich hab es mir gestern angeschaut in 2D. Es fing episch an und ich wurde richtig geil. Kaum leckte ich meine Lippen vor Geilheit, da war es auch schon vorbei. Eigentlich endet der Film mit der Eröffnungssequenz. Danach kommt praktisch nichts Neues. Auch Jackson leidet an der Krankheit an dem die meisten Filmemacher leiden. Sie wiederholen sich oder kopieren sich selbst. Wer HdR Original gesehen hat, braucht Hobbit nicht zu sehen. Vor allem fehlen dem Film ein epischer Bösewicht und eine Story.

    Ganz klar war Frodo im Original eine fantastische Figur. Hervorragend gespielt von Elijah Wood. Man fühlte und leidete mit ihm. Generell waren alle vier Hobbits perfekt in die flüssige Story angepasst. So unterschiedlich sie waren, so erfrischend waren sie und ihre Geschichten. Während Bilbo von Anfang an fehlbesetzt wirkt. Sein Gemüt wirkt im ganzen Film negativ und zieht den Film praktisch komplett runter. Thorin, der Anführer sprach mir sozusagen aus der Seele raus, als er Frodo wegen seiner negativen Einstellung vom Hof jagen wollte.
    Und dann diese Zwerge und ihre überlange Einführung. Nicht mal die 10 Jährigen, die nebenan sitzten, lachten über die Albernheiten der Zwerge. Schneewittchen und die sieben Zwerge sind lustiger.

    Sehr ansehnlich waren die modifizierten Orks und ihre Schoßhunde, die für ein gewisses Grauen sorgten. Vor allem kam mit dem weißen Ork Anführer ein gewisses Feeling des Originals zurück, was praktisch vom ersten Teil der HdR eins zu eins von Uruk-hai übernommen wurde. Düster, stark und böse. Im Grunde aber eine Wiederholung. Was mich aber erahnen lässt, dass die anderen zwei Teile genauso von Jackson aus dem Original kopiert werden. Traurig aber wahr, Hollywood hat keine Ideen mehr und beschränkt sich aufs Plagiat um Kohle zu scheffeln. Nicht mal ein Stern wäre mir dieser Film wert, während ich die original HdR-Filme mit fünf Sternen bestücken würde.

  • Fingx

    @Jim H.

    Wenn ich fragen darf: Bist du HDR FILMfan? bzw hast du den Hobbit gelesen? Würde mir helfen deine Kritik zu verstehen.

    Resonanz bei uns im Saal war übrigens großartig..Hatte aber auch das Gefühl dass viele das Buch kannten bzw sich GUT mit der Welt auskannten...zb eigentlich der Anfang wo Bilbo und Gandalf reden..Oder wenn gewisse Orte genannt wurden...Schon ganz guter Fanservice.

  • Jim H.

    Also ich persönlich fand den ganzen Film eigentlich wen ich ehrlich bin einfach nur schlecht.

    Und das sage ich als absoluter HDR Fan, aber in dem Hobbit gibt es so viel zu bemängeln.

    1. Kam in den ersten Scenen für mich überhaupt kein Mittelerde Gefühl auf. Alles wirkte extra dramatisiert. Man merkte einfach das Jackson da mehr rausholen will als möglich.

    2. Ist Der Herr der Ringe um einiges epischer, trauriger, grausamer als der Hobbit

    3. Wenn man schon den Hobbit in 3 Teile aufteilt wieso bekommen die Zwerge dann nicht wenigstens mal ein bisschen Profil? Oder die Adler? Die werden kurz mal gezeigt dann sind sie weg.

    4. 48 FPS mit 3D war echt der Horror. Am anfang war es noch echt lustig weil es so verdammt flüssig war. ABER mit der Zeit hat es einfach nur noch in den Augen weh getan. Auch finde ich wirkte somit der ganze Film total unrealistisch. Ich dachte mehrmals ich schau gerade bei einem Videogame zu.

    5. Also ich weiß nicht ob das durch 48 fps war oder einfach nur schlecht designed aber der Ober Ork sieht so schlecht aus. Auch viele andere Orks schauen echt seltsam aus. Verstehe ich nicht wieso man die Orks nicht so wie in HDR gelassen hat? Da hat alles auch viel echter ausgeschaut.

    Fazit: Also mir kam es so vor den ganzen Film schon mal gesehen zu haben. NUR BESSER.

    Ich weiß auch nicht ob Jackson nix mehr eingefallen ist aber irgendwie waren auch mehrere Szenen aus Herr der Ringe nachkopiert.

    Wie zb. der Kampf von Thorin Eichenschild gegen den Oberork in Moria
    Oder als die Zwerge von den Wargen verfolgt wird. Komischerweise genau die selbe Landschaft wie in Rohan.

    Noch zum schluss finde ich hat man manche Szenen versucht so extra Kitschig zu machen wie die Szene als Thorin auf einmal Bilbo mag. Das wirkt alles so gekünstelt.

    Ich weiß nicht wie ich den Film ohne Herr der Ringe beurteilt hätte. Aber die Filme müssen mit einander verglichen werden.

    Und da gewinnt ganz klar Herr der Ringe.

  • Janos V.

    Erstaunlich, wie die Meinungen auseinander gehen... ich fand die erste Filmhälfte sogar deutlich besser als die zweite ^^ in der ersten Hälfte waren Hobbingen und Bruchtal, und Elrond, Saruman und Galadriel, alles etwas gemächlich, aber mit viel Atmosphäre. Zweite Hälfte: überkanditelte CGI-Schlachten, Zwerge als Superhelden, und dieser grauenhaft animierte Orkfürst, der zudem noch tratscht wie ein altes Klatschweib... erst mit Gollum wurds dann wieder besser.
    Insgesamt ein ordentlicher Film, aber das alte Mittelerde-Feeling kommt nur selten auf... unterhaltsam wars trotzdem. 3,5/5

  • Fingx

    Soo Tobi-Wan ^^ Hehe...

    Also ich muss sagen ich fand ihn super...So die Zeit um Bruchtal rum ca war son bisschen weniger "entertaining" aber den Rest fand ich super...Gerade für Kinder... (Waren einige im Kino mit ihren Eltern..."Papa ist der jetz tooot :'(" ^^) Habe übrigens ähnliche Tränen verloren wie bei Hugo...einfach weil es schön war(Spoiler: zb: Wo Bilbo Gollum NICHT erstechen konnte, wo Bilbo Thorin rettet, wo Thorin Bilbo umarmt)...Publikum hat ähnliche Reaktionen gezeigt...
    Etwas schade dass einige Zwerge etwas ZU kurz gekommen sind - okaay im Buch auch nicht anders, aber das müsste dann in den nächsten Teilen kommen.
    Ich muss vllt dazu sagen, dass ich absoluter Zwergenfan bin und die einfach alle so super finde vorallem wie sie sich später noch entwickeln...das ist zwar jetzt nicht im Film drin aber ich habs halt im Hinterkopf und stell mir schon vor wie Episch vorallem der 3. Teil wird. (bzw werden kann)

    Ich sehe es als HOBBITfilm und daher 4,75/5 ...Ich seh den Vergleich zu Herr der Ringe einfach nicht so sehr...Okay es ist etwas dunkler gestaltet worden aber die Grundstimmung ist HOBBIT pur.

  • Daniel R.

    Doch, toller Film. Bin mit geringen Erwartungen rein und hab ihn mir aus Frackigkeit in 48fps angesehen...die neue Technik ist ein echter Augenöffner! Er hat seine Längen, aber die angenehm humorvolle Grundstimmung ist toll und er ergänzt die HdR Saga um einen weiteren epischen Genre-Meilenstein (mit kleinen Schwächen).

    Der Darsteller des Bilbo wirkt anfangs unbeholfen, legt aber dann im Dialog mit dem diesmal noch genialeren Gollum los als würde er über sich selbst hinauswachsen - Hammer.

    Geniale Optik und Kamera, super aufgelegte Hauptdarsteller und CGI-Effekte die richtig Spaß machen und auch mal krachen! 4,5 von 5 würd ich geben.
    Gerne ein zweites Mal!

  • Tobi-Wan

    Ich bin ebenfalls nur bei (schwachen) 7/10, Details siehe Userkritik. Für HFR muss ich ne Lanze brechen, die Technik hat mir wegen der Detailschärfe der prächtigen Bilder gefallen. Aber leider kann Jackson trotz aller visuellen Opulenz nicht kaschieren, dass der Hobbit nun mal nicht Herr der Ringe ist, es fehlt schlicht die große Bedrohung. Blöderweise versucht Jackson jedoch, in Schlachten und Kämpfen ständig eine Dramatik heraufzubeschwören, die in der Vorlage einfach nicht drin steckt. Er hätte vielleicht besser nen sympathischen Kinderfilm daraus gemacht.

  • Bj?rn Moser

    In der internationalen Presse wird der Film doch schon ziemlich fertig gemacht.

    Rotten Tomatoes: 6,6/10 von 151 Reviews
    MetaCritic 58/10 von 34 Reviews

    IMDB wird mal nicht dazugezählt.

  • Annie Edison

    Hab The Hobbit nun gesehen. NICHT in 3D und NICHT in 48fps! In altem, klassischen 2D, so wie Kino sich gehört !
    Meine Bewertung habt ihr schon gesehen, doch nun eine kurze Erklärung...Middle-Earth is back! Das kann man erstmal sagen, die ersten Bilder ziehen einen gleich zurück in den Bann, den wir von der Lord of the Rings Trilogy kennen. Das Auenland, Hobbits, etc.
    Peter Jackson hat in The Fellowship of the Ring viel eingeführt, was für Gestalten die Hobbits sind, wie sie leben,... Dies alles fällt beim Hobbit weg. Er setzt es vorraus, dass man das Mittelerde aus LotR kennt und liebt und alles grundlegende weiß. Doch war es diese Detailverliebtheit, dieses wunderschöne Aufbauen der Welt, das uns so sanft in die fantastische Welt Tolkiens entführt hat.
    Hier beginnt es unmittelbar vor der Geschichte vom Herrn der Ringe als Bilbo sein Buch schreibt... There and back again... Somit gibt es ein Wiedersehen mit Frodo und Ian Holm als alten Bilbo...
    Dann beginnt die Geschichte. Wie in LotR wird uns eine Vorgeschichte in Bildern präsentiert (Die Schlacht um Erebor) und die Zwerge eingeführt. Es gibt das Essen, und und und.... Alles in Allem (und ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so etwas von Mittelerde behaupte) war dieser Anfang mir zu langgezogen bis es denn letztendlich mal losging. Neuseeland als Drehort Mittelerdes ist immernoch wunderschön und wir dürfen neue herrliche Plätze bewundern. Immer begleitet vom Score von Howard Shore. Zum Soundtrack kurz: Das Musikthema der Zwerge ist eindeutig der Song "Misty Mountains", den man ja auch schon aus dem Trailer kennt und dieser Song wird immer wieder in fast jedem Musikstück anders wiederverwendet... Nicht so toll fand ich ...
    Es ist mir aufgefallen (Ja ich weiß, die Buchvorlage ist ähnlich), dass im Hobbit viel viel viel viel mehr Humor ist als in LotR und ich sagen muss, dass mir die düstere Gangart von LotR deutlich mehr interessiert. Der Hobbit ist halt ein Kinderbuch und das erkennt man an vielen Stellen wieder...
    Auch dieser ständige Vergleich zu LotR ergibt sich leider immer wieder, obwohl es ja schon unterschiedliche Trilogien sind.
    Der Weiße Rat war toll, schön wieder Saruman, Elrond und GALADRIEL (Die hat so eine krasse Ausstrahlung und bei jedem Wort aus ihrem Mund (oder Kopf ) denk ich nur "WOW")...
    Thorin hat mir auch gut gefallen als Anführer, doch blieben die anderen Zwerge (bis auf Balin) meiner Meinung nach sehr blass. Zu keinem hatte man irgendwie eine besondere Bindung. (Auch hier wieder das Gegenteil die Gefährten, da mochte ich einfach JEDEN!!! ). Die Zwerge hingegen waren teilweise einfach nur nervig.
    Auch Martin Freeman [und Benedict Cumberbatch (haha geniale Rolle )] war toll. Anfangs noch etwas kritisch, aber allerspätestens bei der Szene in Gollums Höhle hatte er mich vollends überzeugt!
    Gandalf war eh toll, ich liebe Ian McKellen einfach, auch mal die lustige Seite von Gandalf wieder zu sehen, schon heftig, wie er sich verändert hat später in LotR.
    Insgesamt ist die zweite Hälfte die deutlich bessere, so nach einer Stunde geht es dann los, wenn die Trolle kommen, die Orks/Goblins, Bruchtal, etc... Das wird alles dichter vom Erzähltempo.
    Apropos Trolle/Orks/Goblins:
    Da kommen wir zu WETA. Die Trolle wurden durchs Motion Capture Verfahren animiert und sehen gut aus, leider kann ich das nicht für alle Animationen behaupten. In LotR wurden zwar die Massenkämpfe animiert, aber meistens die Front-Orks von Darstellen porträtiert. Hier hab ich das Gefühl gehabt, dass das teilweise nicht so war.
    Azog, der weiße Ork, sah übelst scheiße aus. Viel zu sauber, Schnitte waren symmetrisch und, und, und...
    Und der Höhepunkt an Bullshit-Animation war der Goblin King. Ich kann mir nur denken wie der in 48fps aussehen wird... Der sah in 2D schon so unecht und EXTREM animiert aus... -.- Aber das waren auch die einzigen beiden die mir negativ aufgefallen sind, alles andere sah sauber aus und hat mir sehr gut gefallen! Besonders in Sachen Kostüme und Waffen/Ausrüstung hat WETA wieder 1A-Arbeit geleistet!!!
    Zu den Höhepunkten im Film gehört eindeutig die Szene in Gollums Höhle! Ach ja, man hat ihn schon vermisst, den Gollum mit seinem Schatz... TOLL wieder von Andy Serkis, einfach toll geschauspielert! Wie gesagt vorher: Auch ein klasse Zusammenspiel mit Martin Freeman als Bilbo hier, die haben super harmoniert.
    Und auch die Szene, in der Bilbo Gollum fast tötet: So nice!!
    Insgesamt ist es mir leider zu oft passiert, dass ich aus dem Film gerissen wurde, was mich immer wenn es passiert ist tierisch genervt hat, weil ich den Film eigentlich genau wie LotR genießen wollte, aber manchmal hats einfach nicht funktioniert. Der Film war gut, mehr aber nicht, die Magie vom Herrn der Ringe, das Epische hat oft gefehlt und es gab zu große Unterschiede in der Qualität einiger Szenen. Es gab sehr gute Szenen (Gollums Höhle), aber auch unerwartet schwache Szenen (bzw. durchschnittliche Szenen, was bei den hohen Erwartungen, die ich hatte einfach zu wenig war.
    Der Score war mir ein wenig zu eintönig, immer das gleiche Thema, auch da hängt der Hobbit seinem großartigen Vorläufer zu viel hinterher.
    Vom Bild habe ich schon gesprochen. Am Freitag guck ich ihn mir in 48fps an und werd auch dazu noch kurz was schreiben, aber selbst in 2D bleibt er hier in vielen Punkten Herr der Ringe zurück. Schon allein der Prolog in Erebor, bzw. vor Moria war mir teilweise ZU sauber. Der Kampf vor Moria hat mich sogar an 300-Schlachtszenen erinnert. Ansonsten war Goblin Town ganz cool, hat mich an Isengard in TTT erinnert und auch schön andere Orte von Bruchtal zu sehen.
    Es bleibt meiner Meinung nach viel, viel Raum nach oben für die kommenden 2 Hobbit-Filme. Die erzählerische Dichte ist mir zu wenig, zu wenig Mittelerde-Feeling, zu wenig insgesamt meine Erwartungen betreffend. Es ist einer guter Film, aber leider kein sehr guter Film.
    Daher "nur" (obwohl das nicht wenig ist) 3,75/5

  • Merdan C.

    @gunna86 , das nenne ich eine klare und persönliche Kritik ! Jetzt zitiere ich mal die Kritik von R.T.L : Mit fast drei Stunden erfordert Jacksons Vorgeschichte zu H.D.R ganz schön Sitzfleisch, aber das lohnt sich,wenn man vom schwachen Prolog ( zum x-ten mal) absieht. GESTOCHEN scharfe 48 Bilder pro Sekunde, reichlich Action und ganz viel Humor bietet sein Mittelerde-Ausflug. Das beste aber sind die Darsteller, M.Freeman ist ein prima Bilbo. I.Mckellen als Gandalf wieder eine Naturgewalt( für mich war Gandalf immer die wichtigste Person in der Ringe-Trilogie, mein persönliches Fazit ) und A.Serkis übertrifft sich selbst als Gollum.

  • gunna86

    Ich habe den Film mittlerweile auch gesehen! Und zwar in 3D HFR. Was letzterem anbelangt kann ich nur sagen dass ich Arrhenius vollkommen recht gebe und ich es klasse fand. Den Seifenoperneffekt habe ich kaum bis gar nicht wahrgenommen. Das 3D war schärfer als in anderen 3D filmen, verglichen mit zB Tim und Struppi oder Harry Potter 7.2 oder Alice im Wunderland sowohl in ruhigen als auch in schnellen Szenen. Zudem wurde 3D auch so eingesetzt, dass es einen Mehrwert gab, wie bisher nur bei Avatar oder Tim und Struppi (in allen anderen von mir in 3D gesehenen Filmen (zb Alice im Wunderland, HP 7.2, Pirates 4, Zorn der Titanen, Prometheus) lohnte sich der 3D Effekt entweder nicht oder störte gar).
    Was dem Film selbst anbelangt steht auf der Habenseite auf jeden Fall die wunderbaren Landschaftsaufnahmen, die Action, die Geschichte, die ruhigen Momente, die tolle Musik (ich hatte einen Ohrwurm vom Zwergenthema/Abspannsong), die Schauspielleistungen (insbesondere Andy Serkis und Martin Freeman, Ian McKellen, Aidan Turner, Manu Bennet, Barry Humphries). Es gibt jedoch auch negative Aspekte: Einige Einschübe sind überflüssig oder eben nicht interessant genug erzählt. Gerade wenn die Vergangenheit einiger Personen ausgeleuchtet wird, wirkt dies nicht immer sonderlich elegant. Hier stimme ich Herrn Baumgardt voll und ganz zu. Zudem kommt für mich die Wandlung von Thorin nicht gut rüber. Im Vergleich mit Aragorn, der langsam über sich hinauswächst, wird Thorin hierhin und dorthin geschickt und ist eine äußerst passive Persönlichkeit für mich. Dass Thorin am Ende Bilbo doch mag, hätte man schon zuvor als ein Übergang andeuten können. Dies wurde leider unterlassen. Dies führt auch zum nächsten Kritikpunkt: Das Ende. Für meinen Geschmack an der richtigen Stelle, aber eben etwas zu zuckersüß inszeniert. Meine Kritikpunkte führen dann eben dazu dass der Film als ganzes an der einen oder anderen Stelle etwas verkrampft wirkt.

    Ein Kommentar zum Anfang: Ich fand ihn sehr gut. Bis zum Aufbruch von Bilbo vergeht genau die richtige Menge an Zeit. Weitere Kürzungen nach dem Prolog wären nicht gut gewesen. Allerdings hätte man den Prolog auch ganz weglassen können. Aber nun gut. Toll ist hierbei, wie sich Jackson ein Element des Horrorfilms zu nutzen macht: Man erwartet ja den Drachen zu sehen, aber wie auch in Monsterhorrorfilmen wird das Monster erst spät gezeigt. Dies gelingt Jackson sehr schön, zum Nachteil aller die einen Blick auf Smaug werfen wollten.

    Fazit: Für mich überwiegen ganz klar die vielen Pluspunkte. Die Abstriche führen allerdings dazu, dass der Film keine 5,0 verdient hat, eine gute 4,0 - 4,5 schon. Er ist in jedem Fall besser als alles andere, was uns Hollywood dieses Jahr beschert hat. Schön wieder in Mittelerde zu besuch gewesen zu sein ...

  • Martin M.

    @ tobak: Ich weiß nicht, wie du auf Willi Röbke kommst. Der neue Sprecher von Gandalf/Ian McKellen ist aber Eckart Dux und nicht Willi Röbke.

  • Arrhenius

    Leute, lasst euch nicht von den ewigen Miesmachern verunsichern! Der Film war absolut großartig. Vielleicht erreicht er nicht ganz die Qualität eines HDR, dies ist aber eben auch zu einem gewissen Maß der seichteren und kindlicheren Vorlage geschuldet.

    Dass der Anfang zu zäh oder der Film insgesamt zu lang war, kann ich absolut nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil, ich wäre enttäuscht gewesen, wäre es schneller gegangen. Die 170 min vergingen wie im Flug! Teilweise fehlten mir sogar noch Szenen, die aber hoffentlich in der kommenden SEE nachgereicht werden. Wer hier über den langen Einstieg meckert, Fellowship of the Ring dagegen in den Himmel lobt, den kann ich leider nicht mehr ganz ernst nehmen.

    Der Film ist - in Übereinstimmung mit der Vorlage - humorvoller als HDR. Besonders am Anfang musste ich oft lachen, einige Witze sind aber auch übertrieben und haben mir nicht gefallen (übrigens ganz wie bei HDR - komisch dass das dort nicht zum Punktabzug geführt hat, hier aber bemängelt wird).

    Lieblingszene war für mich Rätsel im Dunkeln mit Gollum. Unheimlich spannend und intensiv gespielt. Gollum wirkt in diesem Film insgesamt bösartiger und gefährlicher als noch in HDR, aber auch hier sieht der Zuschauer am Ende, dass es sich um eine gebrochene und tragische Figur handelt und man empfindet schließlich - ganz wie Bilbo - Mitleid mit ihm.

    Wie auch bei HDR fand ich einige Änderungen und Erweiterungen zur Vorlage gelungen (Weißer Rat, zusätzliche Begegnungen mit den Wargen, Anfangssequenz mit altem Bilbo und mit Frodo), andere überflüssig oder ärgerlich (besonders Radagast, mit Abstand mein größter Kritikpunkt am Film, aber auch Azog, der im Hobbit längst tot sein sollte).

    Die schauspielerische Leistung besonders von Martin Freeman und Ian McKellen sind super. Freeman gibt einen großartigen Bilbo ab. Von einigen Zwergen hätte ich mir aber mehr Screentime und Charakterzeichung gewünscht. Da soll mir noch einmal einer erzählen der Film wäre zu lang, oder 3 Filme wären zu viel. Weitere Kürzungen hätten den Filmen nur geschadet.

    Die Computeranimationen waren mit das beste was ich seit langem gesehen habe. Besonders die drei Trolle und natürlich Gollum sehen absolut natürlich aus. Wer hier über das CGI meckert, scheint wohl ein generelles Problem damit zu haben und sollte solche Filme vielleicht grundsätzlich meiden.

    48 fps ist eine absolute Bereicherung! Auch hier: Lasst euch nicht von irgendwelchen Meckerern verunsichern! Natürlich ist es erst einmal ungewohnt. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier und Neues wird in vielen Fällen halt erst einmal per se schlecht gemacht. Lässt man sich aber darauf ein, gewöhnt man sich schnell an die hohe Bildrate (bei mir hat es vielleicht 10 min gedauert) und man erkennt die enormen Vorteile: Das Bild wirkt detailierter, lebensechter und es ist vor allem sehr viel leichter und angenehmer schnellen Kampfszenen und Schnitten zu folgen. Dass der Film durch die hohe Framerate billiger oder unechter wirkt, oder dass sich CGI dadurch leichter von echten Dingen unterscheiden lässt kann ich ABSOLUT NICHT bestätigen. Für mich ein absolutes Rätsel, wie man sowas behaupten kann (übrigens auch die übereinstimmende Meinung meiner 6 Freunde, mit denen ich den Film gesehen habe). Ich hoffe die Technik wird in Zukunft auch bei anderen Filmen Verwendung finden und nicht wegen der ganzen Miesmacher im Netz gleich wieder in den Boden gestampft.

    Aus diesen Gründen würde ich dem Film 8 oder vielleicht sogar 9 von 10 Punkten geben. Kritikpunkte sind wie gesagt aus meiner Sicht teilweise der Humor, der mir zwar oft, aber nicht immer gefallen hat, einige unnötige Änderungen zur Vorlage (vor allem Radagast) und die fehlende Charakterzeichung einiger Zwerge (was sich hoffentlich noch in der SEE bzw. Teil 2 und 3 ändern wird).

    Insofern: Ins Kino gehen, eigene Meinung bilden, genießen :-)

  • Bj?rn Moser

    Den Film gestern Abend gesehen und mit zugekniffenden Augen würde ich den Film max. 3/5 geben
    Mehr hat er nicht verdient.

  • tobak

    Also ich bin ja nicht generell gegen Filmstarts. Es ist meist mein Barometer um einen Film auszuloten, aber seitdem zum schlechtesten Craig-Bond ne 9/10 und hier nun ne 7/10 für den meiner meinung nach fantastischen Hobbit vergeben wurde, kann ich nicht nachvollziehen.

    Gerade Martin Freeman fand ich von Anfang an überraschend. Er spielte anfangs unauffällig aber der Rolle gerecht. Und gerade die massiv und meiner Meinung nach zu viel eingesetzte Aktion machten den Film ein wenig zu erwachsen.

    Die Grundeinstellung ist doch klar: Es sollte eher eine seichte Geschichte erzählt werden, wo es halt nicht um den Untergang von Mittelerde geht. Ich verstehe deshalb den Einwand nicht, das es erst gut wurde, als so richtig die Action losging.

    Gandalf wurde meiner Meinung nach von einem Voller Inbrunst aufspielenden Ian McKellen verkörpert. Leider ist seine alte Synchronstimme nicht mehr an Bord (Joachim Höppner, nach dem Ende der HdR-Triologie verstorben, 2006). Aber seine Ersatzstimme, Willi Röbke, ist einfach großartig und klasse gewählt.

    Im Endeffekt ist es eine Geschmackssache aber ich hab mich gerade wegen der normalen Version (kein 48p, kein 3D) großartig unterhalten gefühlt.

  • PADDY

    Leichte Unterhaltung, bei weitem nicht so tiefgründig wie die HDR-Filme, zu viel CGI, insgesamt ein guter Mittelklasse Film -> 3/5

    Zur 48fps-Technik: Ruhige Bilder machen Spaß. Schnelle Bewegungen hingegen wirken wie mit doppelter Geschwindigkeit abgespult. Da der Film viel Action beinhaltet, können die Augen sehr beansprucht werden.

  • Annie E.

    7,5/10 meiner Meinung nach... Ein guter Film, kein sehr guter (leider...)

  • JanKonge

    so rein vom gefühl nach dem film wärs bei mir auch irgendwas zwischen 3 und 3,5 sternen. Als Film sicherlich vlt en halben punkt höher einzuordnen, da er einfach grandios gemacht ist und auch starke momente hat. Im großen und ganzen war mir der film aber zu doof. Der Humor hat bei mir gar nicht gezündet, der anfang war nicht nur lang, auf mich wirkte er irgendwie total verschnitten. Radagast war nicht so schlimm wie erwartet. Aber was mich wirklich störte war, dass man zu viel von hdr abgeschaut hat. ich glaube der rückblick mit dem zwergenkönig war inszenatorisch fast identisch mit dem anfang von hdr. Und dann dieses ständige episieren einzelner Figuren. Bei hdr ist mir das nie aufgestoßen weil es immer gepasst hat, hier aber vor allem in bruchtalt im minutentakt.

  • jacksonfan

    Habe heute den Film gesehen. Und zwar nicht in der Neuen Filmtechnik. Habe aber sowieso nicht verstanden warum euer Kritiker, sich darauf so versteift hat. Die relativ niedrige Bewertung kann ich in keinem Fall nachvollziehen. Die Vesperszenen sind sehr witzig und amüsant, wenn der Autor gleich Action erwartet hat, war er im falschen Film. Noch nie vergingen 166 Minuten so schnell. Der Film hätte noch ne gute Stunde länger laufen können, so verging die Zeit im Flug. Deswegen kann ich das Geschreibsel von manchem Kritiker einfach nicht nachvollziehen. Ob die negativen Kritiken vielleicht auch andere Gründe gehabt haben, vielleicht wollte man Jackson aus irgendwelchen Gründen niederschreiben? Ich weiß es nicht. Ich habe jedenfalls heute Fantasykino gesehen, das allererste Sahne war. Zwar erreicht der Film nicht die Komplexität der Herr Der Ringe-Filme, aber spannend, aufregend, amüsant und kurzweilig ist er trotzdem. Einfach nur wow. Von mir 4,5/5

  • Movie Master

    Ich finde die Kritik von 3.5/5.0 absolut NICHT gerechtfertigt. Der Film ist genauso liebevoll wie Herr der Ringe. Hat für die Gesamtlänge überhaupt keine lange Einleitung, da ist HdR auf jedenfall schleppender.
    Ich fand ihn gut mit insgesamt ganz kleinen Mängeln. Hab ihn allerdings auch auf 2D gesehen, vielleicht hat das eher den alten HdR-Touch verliehen.

    Ich gebe 9/10 .. oder eben 4,5/5

  • Thomas Vowinkel

    habe den film auch gesehn in der vorpremiere und er ist sehr unterhaltsam witzig und sehr gute effekte nur diese bildveränderung von 24 auf 48 bilder in der sekunde ist sehr gewöhnungsbedürftig da mann sich erst einmal daran gewöhnen muss aber ich würde auch 4von 5 sternen geben fuer diesen film

  • Hanna F.

    Es ist ein unglaublich gelungener Film. War auch in einer 12-Uhr Vorstellung. Der kritik kann ich so gar nichts abgewinnen, sie schreibt am Film offensichtlich vorbei.

  • David Kind

    gute bis sehr gute kritiken zum "hobbit": the times, slant magazine, the hollywood reporter, total film, empire, spiegel online. der deutschlandfunk spricht von einem "soghaften kinoepos" und einer "kongenialen heldenreise" und schließt den sehr lesenswerten artikel mit dem fazit: "Bei solchen Filmen, bei solchen Filmemachern entsteht er: der magische Raum des Großen Kinos." und deutschlandradio kultur spricht zwar wohlwollend aber durchaus kritischer von "gradiosen szenen" und "wunderbaren einfällen".

  • ashkanrb

    hab den film grad in der 12 uhr vorpremiere geguckt. Ich fand den besser als durch diese kritik erwartet. Von mir hätte er zwischen 4 und 4,5 sterne gekriegt.
    lg

  • Ronald Schubert

    GIGA ist tot, seit NBC Europe daran erstickt ist, also seit 2002 und jetzt gibt es nur noch ein lächerliches Forum. Nur ist das nicht Thema hier, hier geht es um Filme. Ich bin auf den Hobbit zwar gespannt, aber den Hype wie Herr der Ringe wird er bei mir nicht auslösen.

  • Willi

    Tja stimmt hatte ich ganz vergessen Links werden gelöscht. Lasse euch aber einen Hinweis da "Follow the G" ;)

    P.S. Für alle anderen schaut mal bei GIGA vorbei...

  • CJ1993

    @ Willi: Links werden leider nicht angezeigt ;) Zumindest bei mir nicht ...
    Ich finde es immer noch am besten, wenn ein Redakteur seine Meinung Kund gibt. Eine 3,5 ist in diesem Fall keine schlechte Wertung. Gemessen an den Erwartungen, die man an den Film hatte (und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Redakteur den Film bewertet, der kein Anhänger von Jacksons HDR-Trilogie ist), ist sie dennoch eine kleine Enttäuschung, das lässt sich nicht leugnen. Trotzdem, ich würde vorschlagen, zuerst den Film zu sehen, bevor über die Beurteilung gestritten wird.

  • Willi

    Ungeachtet der Wertung von ist diese Kritik eindeutig die besser geschriebene, dem Film entsprechend einen gewürdigtem Umfang auf weisst und auf viele hier angesprochene Teile besser und ausführlicher eingegangen wird.

    Schaut einfach mal bei vorbei :)

  • Borsti

    @Gunna 86: Laurence Anyways - Produktionsjahr 2012 - FS Wertung 5/5.
    Kann sein, dass es noch weitere 5er in diesem Jahr gab, war jetzt aber die einzige Kritik, die mir beim Lesen von deinem Post sofort aufgefallen ist.

    Ansonsten möchte ich zu der allgemeinen Diskussion hier nichts sagen, bevor ich nicht morgen den Film selber gesehen haben werde. Ich hoffe, dass haben hier alle, die sich so über die Kritik beschweren, auch schon gemacht. Ansonsten könnte es hier nämlich ganz schnell so laufen wie bei TDKR. Da war die große Aufregung über die Wertung nach ein paar Tagen doch ziemlich abgeflacht.

  • Tobi-Wan

    "aber die Kritik ist wirklich sehr dünn."

    Wen die Musik und die Ausstattung mehr interessiert, der mag in der Kritik etwas vermissen. Sicher hätte man detaillierter darauf eingehen können, aber ich interpretiere die Auslassung so: Ist alles stimmig, die Ausstattung betreffend einer so teuren Produktion eben angemessen, andernfalls wäre es kritisiert worden. Bitte bedenkt außerdem, dass eine Kritik kein Produkttest ist, wie z. B. der eines Autos, sondern der subjektive Blick auf ein Kunst- bzw. Unterhaltungswerk, im Falle von Filmstarts aus geschulter Perspektive natürlich.

    "Vielleicht traut sich auch niemand mehr bei Filmstarts eine 5,0 für einen aktuellen Film zu vergeben und dafür auch mal Kritik von Lesern einzustecken?"

    Ich glaube eher, dass der hohe Filmkonsum beim einzelnen Redakteur zum Wachsen seiner Ansprüche führt. Jedenfalls kann ich das aus eigener Erfahrung sagen. Wenn ich überlege, welche Filme ich damals als FS-Praktikant für toll hielt und wie sich das durch Sichtung anderer Werke relativiert hat...

  • niman7

    Ich finde es gut, dass der Film "nur" 3,5 Sterne bekommen hat. Ich meine, man kann doch nicht einfach über die Kritikpunkte hinwegsehen und den Film trotzdem 4,5 oder 5 geben nur weil die Vorherige Trilogie so verdammt gut war. Klar sind einige enttäuscht (unteranderem ich) aber es ist nun mal so. Sorry Herr Baumgardt aber die Kritik ist wirklich sehr dünn.

  • Ragism

    Kann gunna86 nur zustimmen und relativiere meine Kritik an Herrn Baumgardt etwas. Womöglich wäre innerhalb der Kritik mehr möglich gewesen, wenn sie etwas länger gehalten worden wäre. Bei all dem Interesse, das der Film im Voraus aufgebracht hat, würden die meisten sicher auch eine etwas ausführlichere durchlesen.

  • gunna86

    einer meiner vorredner/in schrieb das drive wohl der letzte film mit einer 5,0 wertung gewesen sei. ich hab mich mal durch das letzte jahr an rezessionen geklickt und festgestellt, dass er/sie recht und unrecht zugleich hat. Es gibt durchaus kritiken mit 5,0 wertung, aber die filme sind alle bereits etwas betucht: Blow Out (1981), Das Geständnis(1970), Der unsichtbare Aufstand(1972), Frau ohne Gewissen (1950), Z - Anatomie eine politischen Mordes (1969). Kein Film aus dem Produktionsjahr 2012 hat bisher eine 5,0 bekommen!

    Die Frage ist allerdings auch ob sich ein Film nach einmaligem Sehen sofort als eine 5,0 erkennen lässt. TDK hatte anfangs auch "nur" eine 4,5 und bekam nachträglich die meines Erachtens völlig verdiente 5,0 Wertung. Selbst Kassenknüller und Oscarabräumer Titanic von 1999 hat nur eine 4,5 erhalten, wobei die Bewertung dieses Jahr stattfand. Vielleicht traut sich auch niemand mehr bei Filmstarts eine 5,0 für einen aktuellen Film zu vergeben und dafür auch mal Kritik von Lesern einzustecken? Andersherum scheint es da weniger Schamgefühl zu geben (Kritik Jack und Jill). (Bis hierhin erst mal allgemein)

    Nochmal zum Hobbit: Ich freue mich trotz allem! Klar kann und muss man den Hobbit mit der HdR Trilogie vergleichen, denn welcher vergleich liegt näher (gleicher Regisseur, teilweise gleiche Darsteller, gleicher Drehort, ...). In dem Vergleich wird sich zeigen müssen ob der Hobbit da mithalten kann.
    Die Alternative wäre ja den Hobbit nicht mit HdR zu vergleichen. Die Frage ist nur, welcher Vergleich dann herangezogen werden sollte?! Um im Genre eines Fantasy-Filmes zu bleiben gäbe es da Eragon oder die Harry Potter Reihe oder die Chroniken von Narnia. In beiden Fällen wird man aber wohl sehr schnell feststellen, dass die Vergleiche in jedem Fall hinken. Eragon kupfert vielleicht viel von HdR ab, aber er ist in keiner einzigen Szene so gut wie in der schlechtesten aus HdR. Der Vergleich mit Harry Potter hinkt dagegen am Setting, spielt doch HdR/Hobbit in einer mittelalterlichen Fabelwelt names Mittelerde und Harry Potter in der unserigen Welt mit ein paar "magischen Verstecken". Ein Vergleich mit der Narnia Reihe im Vergleich zum HdR passt ebenfalls aufgrund des Tonfalls eher weniger, denn die Zielgruppen sind verschieden (Kinder bzw. Erwachsene).

    Außerdem finde ich geben die Kritiken immer eine sehr persönliche Note des Kritikers wieder. Ich selbst hätte verschiedene Filme besser oder eben auch schlechter gewertet als die Filmstartsredaktion, aber im Trend bin ich immer dabei. Beispielsweise hätte ich Sherlock Holmes 2 wohl mindestens eine 4,0 gegeben statt einer 3,0.
    Die mittelmäßig gute Wertung ist jetzt noch kein Beinbruch für mich. Gespannt bin ich aber auf jeden Fall.

    Herrn Baumgardt kritisieren möchte ich aber in einer anderen Richtung: Die Kritik ist eindeutig zu kurz! Viele Aspekte wurden kaum bis gar nicht besprochen: Musik, Kostüme und Ausstattung, Darstellerleistungen, usw.. Mag ja sein, dass dies für einen mittelmäßig-guten Film normalerweise nicht nötig ist, aber beim Hobbit handelt es sich insofern um einen Sonderfall, als die Erwartungen im Vorfeld schon sehr hoch waren (was auch an der täglichen Berichterstattung von Euch liegt), das Budget sehr hoch ist, der Medienrummel riesig ist und es sich schlicht und einfach um ein Prequel der wohl erfolgreichsten Trilogie aller Zeiten handelt (wenn man beispielsweise Einspielergebnis, oder Filmstartswertung oder Oscars heranzieht). Da hätte ich mir etwas mehr erwünscht!

  • Tobi-Wan

    @ Merdan C:

    Ich finde nicht, dass der direkte Vergleich mit der Ringe-Trilogie unprofessionell ist. Nein, ich finde ihn höchst angebracht. Jackson selbst fordert ihn doch ein, indem er seinen Hobbit stilistisch voll an HdR anlehnt, so viele alte Recken wie möglich zurückholt und den Ton - verglichen mit der Buchvorlage - insgesamt ernster gestaltet. Die Frage, die ich mir am Do im Kino stellen werde, lautet demnach: Fügen sich die Späße gut in Jacksons Ringe-Welt oder wirken sie deplatziert?

  • FrancisMcJoe

    Gott sei Dank, Vernunft! :)

  • Bjoerg

    @ M E. und warum bist du dann noch hier?

    Ich persönlich finde es mittlerweile gar nicht mehr so schlimm, dass der Film 'nur' eine 3,5 bekommen hat. Somit kann ich morgen ganz entspannt ins Kino gehen, ohne einen neuen 'Herr der Ringe' zu erwarten, sondern einfach unterhalten werden. Ich glaube, es wäre viel schlimmer, wenn wir alle dem Hype, der seit über einem Jahr gemacht wird, verfallen und dann mehr oder weniger enttäuscht aus dem Kino kommen. Vielleicht wollte Herr Baumgardt auch genau das tun: unsere Erwartungshaltung senken.

  • M E.

    @ David Kind: ich gebe dir voll und ganz Recht! Filmstarts ist mittlerweile echt nicht mehr ernst zu nehmen! und hiermit meine ich nicht nur die "Hobbit"-Kritik! Beispiele hierfür wären "Jack und Jill" ; "Forrest Gump" ; "The Fountain" ; "The Master" ; "Die Verurteilten"!!!!!!!!!!!!!! ; "Children of Men" ; "Shutter Island"!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ; " V wie Vendetta" ... nur um mal ein paar beispiele zu nennen...

  • MoThLo

    Ich finde die Kritik an Herrn Baumgardt nur zum Teil berechtigt. Denn:
    Insgesamt zieht sich schon eine gewisse Enttäuschung oder zumindest Ernüchterung durch alle "Hobbit"- Kritiken (Total Film und in Teilen Slant Magazine mal ausgenommen). Das hat sicher mit den (zu ?) hohen Erwartungen zu tun, und in gewissen Teilen damit, dass es vermeintlich origineller ist einen Film besonders kritisch zu sehen, von dem man weiß, dass er ansonsten ziemlich gehyped wird.

    Nur: Das ist ja nicht weiter schlimm. Eine Kritik verändert die Qualität des Films für mich schließlich nicht. Ich habe schon einige Kritiken gelesen, die ganz viel zu mosern hatten und am Ende hatte ich nur noch mehr Bock darauf den Film zu sehen. Wenn Herr Baumgardt das Bildformat störend fand, und einige Veränderungen gegenüber dem Buch für fragwürdig, ist es sein gutes Recht den Film auf dieser Grundlage herabzustufen.

    Ich hatte zumindest beim Lesen der Kritik nicht das Gefühl, dass das Ziel war, auf Teufel komm raus einen Verriss eines Meisterwerks zu fabrizieren. Wäre auch langweilig gewesen. Genauso langweilig, wie m. E. nach den Fanboys nach dem Mund zu reden.

  • Mongooma

    Es gibt schon soviele Filme, die viel schlechter hier bewertet wurden als ich sie dann am Ende fand. Daher werde ich zuerst mit großer Vorfreude ins Kino gehen und erst dann mich über den Film aufregen, wenn ich ihn auch mies fand! Wobei 3.5/5 eigentlich ja nicht schlecht ist, aber für der Herr der Ringe irgendwo nicht ganz vorzustellen :-D

  • kobi l.

    Der Trailer machte Spaß;
    nichtsdestoweniger kamen beim Dreh des "Hobbits" 27 Tiere in Statistenrollen ums Leben, darunter zwei Pferde, die in eine Grube bzw. einen Felshang hinabstürzten und sich die Wirbelsäule brachen - andere wurden nicht versorgt, da sie nur relevant für die Filmarbeiten waren und gingen ein;
    interessiert aber leider vermutlich eh niemanden, da sich alle wie ich auf den Film freuTen; ich werde nicht ins Kino gehen
    (diese Kritik ist noch überdurchschnittlich gut - der weltweite Schnitt durch die Kritiken liegt bei unter 60% (Metacritic); naja, viel Spaß im Kino)

  • Fingx

    "In the 48-frames-per-second version of Hobbit, Middle-earth in 3D looks so crisp it’s like stepping into the foreground of an insanely gorgeous diorama." -Wired

    Interessant wie die Meinungen auseinander gehen wenn es um 48 fps geht.

  • Jimmy V.

    Was mir an der Kritik am meisten missfällt bzw. der Aufhänger für meinen Post auf den vorherigen Seiten darstellt, ist das Missverhältnis zwischen der Wertung in Punkten und dem Text.
    Man kann das sehr gut mit der Kritik zu "The Dark Knight Rises" vergleichen: Über den 1. Hobbitfilm werden hier manch sinnvolle Punkte genannt wie z.B. das Bild, dann wieder sehr subjektive Kritikpunkte wie den langen Einstieg. Mag alles berechtigt sein oder nicht. Doch dann nur 3,5 Sterne?! Sehe ich mir TDKR an, sind da gefühlt viel mehr Kritikpunkte drinnen, auch sehr berechtigt, und das gibt dann 4 Sterne - die ich im übrigen für vollkommen gerechtfertigt halte! Die Kritik zum letzten Nolan-Batman war verdammt zutreffend.
    Ja, ich weiß, andere Tester usw. usf. Aber hier wirkt es für mich so, als soll die 3,5 einfach erst einmal nur schocken und Leser anlocken. Die Zahl steht im Missverhältnis zum Inhalt, kurz gesagt.

  • Christian M.

    Ich habe den Film in der alten 24fps Version angucken dürfen und wie ich hier bereits erwähnt habe fiel mein Fazit ähnlich aus wie die FS Kritik. (eher noch etwas tiefer)
    darum glaube ich nicht, dass die Technik gross in die Kritik miteinfliesst...

  • Merdan C.

    Ich habe das Buch nicht gelesen, aber dafür die faulere Variante als Hörspiel ausgesucht. Und da hat es auch ewig gedauert bis die in Fahrt kamen. Genauso wurde viel gesungen und rumgealbert , was so auch bestimmt im Buch steht. Hätte er den ach so langgezogenen Anfang einfach weglassen oder auf "keine Ahnung" vielleicht 10 Minuten belassen sollen ? Peter Jackson hat zig mal betont das der Film einen anderen Ton einschlägt, und zwar einen leichteren. Deswegen ist der direkte Vergleich mit der Ringe-Trilogie unprofessionell.

  • Ragism

    Kann mich anschließen, die Kritik ist sehr oberflächlich. Zufällig stimmt sie aber mit meinen flüchtigen Eindrücken überein, die ich im Vorfeld des Films sammeln konnte. Die Streckung auf drei Teile, das sterile Bildformat und Peter Jacksons letzte 4 Filme versprachen schon nichts Gutes. Sein letzter überdurchschnittlicher Film war "Die Gefährten", danach verlor er zusehends den Faden, was Figurenzeichnung und Dramaturgie anbelangt. Seit "Die zwei Türme" bis hin zu "In meinem Himmel" war ich in jedem seiner Filme kurz davor einzuschlafen, weil die Handlung, die Motivation der Charaktere und das Erzähltempo ins Leere liefen. Ich rechne also ebenfalls nicht damit, daß "Der Hobbit" mich noch begeistern kann, lasse mich aber gerne überraschen.

    Ein wenig mehr Mühe wünsche ich mir von Herrn Baumgardt in Zukunft, wenn es ins Detail geht!

  • Merdan C.

    Da hat der Herr Kritiker wohl einen schlechten Tag gehabt. Ausserdem kann man sich das aussuchen in welcher Form man sich den Film angucken möchte( Die meisten Kinos haben diese 48 FPS Technik noch nicht eingeführt) . Und was ich schwer glauben kann ist der Vergleich mit einem Fernsehfilm .

  • David Kind

    Jeder film auf den man sich dieses jahr freuen konnte wurde von filmstarts.de in den boden gestampft. Mal berechtigt, wie im fall vom verlogenen prometheus mal völlig unberechtigt: flight, the master und nun eben “der hobbit“. Dabei fällt mir als leser, der einige der genannten filme noch nicht gesehen hat vor allem eines ins auge: inhaltlich sind die rezensionen sehr unausgegoren. Sie wirken wie mittelmäßige schulaufsätze. Das und das und das hat mir gut gefallen. Das fand ich nicht so toll. Wo ist die inhaltlich auseinandersetzung? Im grandiosen flight könnte man ohne viel mühe eine moderne reflextion amerikanischer heldenverehrung entdecken, stattdessen sieht baumgardt hier nur einen spektakulär gefilmten flugzeugabsturz mit drinker - anhang. Irgendwann heißt es „Nur die Auflösung der moralisch vertrackten Situation gelingt ihm nicht voll zufriedenstellend.“ Ähm, und warum bitteschön? Begründung: nada. Am schlimmsten ist die kritik zu „the master“. Ein solcher film lässt sich mit beschreibungen wie: hat gut gespielt, hat nicht so gut gespielt, fand ich langweilig, fand ich nicht so langweilig, einfach nicht einfangen. Eine inhaltliche reflexion findet bei baumgardt schlicht nicht statt. Egal wie „der hobbit“ nun wirklich ist, wenn ich in einer kritik in zwei aufeinanderfolgenden sätzen lese: „Der Hobbit" sieht aus wie „Der Herr der Ringe - Telenovela Edition" und dann die „detailreichen, schier überwältigenden Bilder des majestätischen Bruchtals“ als „wahre Augenöffner“ gelobt werden, zweifle ich doch schon an der kohärenz dieser kritik und bin einigermaßen erstaunt. Und warum gibt man einem „schwachen Herr der Ringe Abklatsch für Kids“ dann doch noch 3,5 sterne? Weil man zwar aufmerksamkeit will aber bitteschön keinen reputationsverlust?

  • EternalDarkseid

    Jede Kritik die ich bis jetzt gelesen/gesehen habe, kritisiert den zu langen Einstieg. Dazu kann ich nur sagen, dass das wirklich auf den Zuschauer ankommt. Schon oft empfanden andere Zuschauer Teile eines Filmes langweilig oder einfach zu lang, ich hingegen hatte meistens keine Probleme. Ich kann jetzt noch nichts zum Einstieg oder zur HFR sagen, aber auch ich finde, dass das schon ein bisschen zu stark gewichtet wurde. Ich werde mir am Sonntag noch mal eine genaue Meinung bilden. Zu meinem eigenen Bedauern musste ich jedoch gerade feststellen, dass ich bereits 3D HFR Karten gekauft habe. Zu der Zeit konnte man noch nicht zwischen Versionen wählen... wie auch immer, ich freue mich trotzdem tierisch auf den Film.

  • Shinigami91

    Also ich bin der Meinung wollten PJ und seine Crew nur etwas von der Tolkienschen Erzählweise unterbringen. Weil bis Tolkien zur Potte kommt, können schon einige Seiten vergehen. Darunter leidet dann auch die Entwicklung der Charaktere, denen man in einem Film dann natürlich irgendwie entgegensteuern muss, da diese ja den Großteil des Filmgeschehens tragen müssen. So kommt es nun mal zu 40 weniger spannenden Minuten, in denen der Cast vorgestellt werden muss, der bei Der Hobbit mit 15 dauerpräsenten Rollen nicht gerade klein ist. Man sollte also nicht nur Der Herr der Ringe als Film als Vergleich herziehen, sondern, wennn schon richtig, dann das gesamte Tolkiensche Universum.

  • Fingx

    @Tobi-Wan Genau. Bin mal gespannt wie die Re­so­nanz der Zuschauer nach dem Wochenende ausfällt. Bzw wie MEINE ausfällt ;)

    Ich muss aber zu der Kritik noch sagen, dass mir ein paar Sachen fehlen. Hätte ein paar Worte der Kritik zu Sylvester McCoy erwartet genauso wie näheres zum Weißen Rat oder generell zu der schauspielerischen Leistung. Wer jetzt der "Sympathieträger" ist sagt für mich über eben diese Leitung nicht so viel aus.

    Finde die Kritik für so einen Film etwas kurz.

  • Tobi-Wan

    @Fingx
    Hugo fand ich ebenfalls sehr gut, obwohl ihn einige als lahm bezeichnen. Meine Erfahrung: Es gibt Zuschauer, die geben nichts auf Atmosphäre, Dialoge oder Figuren. Für die muss der Plot fetzen, dann ist alles gut. Der Anfang vom Hobbit wird aber vielerorts als zu zäh beschrieben. Und ich glaube nicht, dass diese Kritik nur von plotorientierten Autoren stammt. Naja, übermorgen weiß ich mehr.

  • Fingx

    @Tobi-Wan Gerne ;)

    Ja nur liegt es dann wieder im Auge des Betrachters, ob es nun langweilig oder langsam ist.
    Beispiel Hugo: 70% der Zuschauer im Kino wirkten unruhig. Hinter und neben mir wurde wurde unaufhörlich mit dem Fuß auf dem Boden getippt. Es wurde gestöhnt und gegähnt.
    Ich hingegen war voll drin habe am Ende sogar ein paar Tränen vergossen :')

  • Janos V.

    Die HFR sehe ich eigentlich eher als zusätzliches Gimmick für Leute, die sich dafür interessieren. Ich werd mir den Film ganz normal mit 24 Bildern / sek anschauen und hab keine Probleme. Insofern hilft mir jetzt leider auch die Kritik wenig, weil ich nicht weiß inwiefern die HFR die endgültige Wertung beeinflusst hat... und ja, ich finde auch sie ist ein bisschen kurz geraten. ^^

  • Tobi-Wan

    @Fingx

    Am besten ist, wir lesen uns noch mal, nachdem wir beide im Film waren. ;)

    Mir war wichtig, den Unterschied zwischen langsam und langweilig herauszustellen. Mein Lieblingsfilm 2012, Drive, ist nämlich langsam - aber für mich keine Minute langweilig.

  • Bj?rn Moser

    Weil die Fanboys zu heulen anfangen, weltweit liegt der Durchschnitt der Wertungen bei 7/10.
    http://www.rottentomatoes.com/...

  • Fingx

    @Tobi-wan Naja 3,5 Sterne ist trotzdem hart...Ich zieh mal die 48 fps Kritik ab dann sinds 4 oder mehr :3

  • FrancisMcJoe

    In der Kritik des eigentlichen Films fanden sich meines Erachtens eigentlich genügend Punkte, die letztendlich zu einer 3,5-Wertung führten und die HFR-Kritik nehme ich eher als einen außenstehenden Faktor wahr. Und bitte, 3,5 Punkte sind doch nicht gleich schlecht. :) Ich freu mich trotzdem sehr darauf!

    Und bei den verschiedenen Kritiken - wie z.B. der 4/5-Kritik zu "Jack & Jill" - sollte man generell daran denken, dass beispielsweise "The Master" mit seinen 4/5 eben NICHT ZWANGSLÄUFIG so gut wie "Jack & Jill" ist. Es werden verschiedene Maßstäbe gesetzt, zum Beispiel hinsichtlich des vorliegenden Genres und was es da vielleicht an vergleichbaren Werken gibt. Also funktioniert laut dem zuständigen Kritiker "Jack & Jill" sehr gut als anspruchslose und witzige Komödie, während hier "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" nicht ganz an die Erwartungen anknüpfen kann, die man im Vorfeld bezüglich des Auftaktes eines Fantasy-Epos' hatte.

  • TroynAbed

    Ich muss sagen ich hatte seeeehr viel Vorfreude dieses Jahr aber ALLE filme auf die ich mich gefreut habe haben enttäuscht, ich hoffe the Hobbit wird es morgen nicht!!!

  • Tobi-Wan

    @ Fingx:

    Langsam ist nicht schlimm, langweilig hingegen schon.

    Der Erzählton ist wohl näher an der Vorlage, was Carsten nicht per se bemängelt, sondern was für die Fans der HdR-Filme halt störend sein könnte. Problematisch scheint eher, dass die humorigen und die ernsten Szenen nicht so gut harmonieren ("Immer wieder nehmen sie Eingriffe vor, um den Ton zu verdüstern und „Der Hobbit" erwachsenentauglich zu machen. Dieser Kniff funktioniert mit einigem Anlauf effektiv, wenn auch nicht so elegant wie erhofft.").

  • Fingx

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Film so herabgewertet wird nur weil der Einstieg lang ist und er in 48 fps gesehen wurde...Ich kann mir ebenfalls nicht vorstellen dass ICH als "Grafikh*re" im Gebiet der Videospiele diesen Seifenoperneffekt sehen werde. Vllt eher ein Kritikpunkt der älteren Generation?

    Zum Einstieg...Keine Ahnung ist irgendwie unfair...Hugo zb ist der langsamste Film den ich je gesehen habe. Trotzdem fand ich den hammer und die Kritiker hier ja auch...Und das man am Anfang den Ton der Vorlage trifft ist auf einmal auch schlecht?? Also naja ne...

  • Tobi-Wan

    @ JohnnyT
    Ok. Was die Gewichtung angeht: Das ist immer ein Punkt, der sehr persönlich ist, aber natürlich Einfluss auf die Gesamtwertung hat. So erklären sich manchmal unterschiedliche Kritiken. Carsten z. B. störte HFR, vielleicht Dich aber nicht und vielleicht ist Dir auch der zähe Beginn egal (bzw. fühlt er sich für Dich nicht zäh an). Und schon steht ein anderes Gesamturteil am Ende.

    Was die "Jack und Jill"-Vergleiche betrifft: Dieser Film wurde von einem anderen Autor rezensiert. Anderer Kritiker = andere Meinung.

  • TroynAbed

    Selbst dieser Bollywood Film mit Shah Rukh Khan hat mehr Sterne bekommen als der Hobbit...
    *facepalm*
    Wahrscheinlich war der HFR nicht im Geschmack des Kritikers und das hat die ganze Bewertung runtergezogen...
    ich bin dafür dass man den Film in 24fps reviewt...

  • M E.

    Schlechter Scherz?! "Jack und Jill" besser als der Hobbit ?! :D Oh mein Gott, Filmstarts-Team...ich kann euch leider nicht mehr ernst nehmen!!

  • ashkanrb

    Ich werde mir den Film morgen mal angucken und dann für mich entscheiden ob die 3,5 Punkte von FS gerechtfertigt sind oder nicht. Jedoch finde ich auch dass die HFR im Fazit fehl am platz ist, da in zukunft sehr viele Filme so gedreht werden wahrscheinlich. Das kommt dem gleich als wenn man einen Film kritisiert weil der in 3D ist. Man kann den schließlich auch in 2D noch schauen.
    Da die Buchvorlage von Der Hobbit allgemein Kindischer als Der Herr der Ringe ist, finde ich auch diesen Kritikpunkt etwas überzogen.

  • JohnnyT

    @Tobi-Wan:
    Ich hab in keinem Satz erwähnt, dass die FS Kritik über die Gefährten den Anfang explizit bemängelt hat, sondern dass damals ein paar Pressestimmen im Allgemeinen den Anfang etwas zäh fanden...

    "Und da spricht keineswegs ein verbitterter und enttäuschter Fanboy aus mir heraus, sondern jemand, für den die Kritikpunkte, mit der daraus resultierenden Bewertung, nicht nachvollziehbar sind."

    "Hast Du den Film denn schon gesehen?"

    Nein natürlich noch nicht! Mir geht es auch nur um die Kritikpunkte die FS selbst erwähnt. Ich wollte damit ausdrücken, dass FS ein paar weniger wichtige Kritikpunkte wie HFR zu sehr gewichtet und dass dadurch die Bewertung des Filmes eventuell leidet.
    Außerdem habe ich auch nicht geschrieben, dass der Anfang so nicht kritisiert werden darf. Natürlich darf er das. Ich hab nur den Vergleich mit HdR herangezogen, um zu zeigen, dass ein etwas weniger gelungener Anfang nicht maßgeblich für die Qualität der Trilogie als Gesamtes ist.

  • korkell

    Die Menschen wollen eben an Helden und Epik glauben...deshalb ist es auch unmöglich und unverzeihlich , dass Nolan einen schlechten Film dreht nicht wahr? ;-)

  • Christian M.

    Naja der Vergleich zu HdR bietet sich ja wohl an und drängt sich auch auf meiner Meinung nach.
    Natürlich ist er technisch gesehen top und auch super gelungen. Da hebt er sich einiges von Standardfilmen ab das ist klar (die Definition des Standardfilms ist natürlich noch nicht geklärt :-) ) aber meiner Meinung nach hat der Film deutliche Mängel in Bereichen die nicht die Technik betreffen und darum meiner Meinung nach nicht an ein Meisterwerk a la Herr der ringe heran kommt

  • Anton Koschak

    Und über George Lucas regt man sich auf.

  • TroynAbed

    @Christian M. Du vergleichst The Hobbit mit Hdr und degradierst the Hobbit zu einem Standardfilm? Ich denke das hat der Film nicht verdient, es ist alles andere als ein Standardfilm, vlt. erfüllt er viele Erwartungen nicht, aber der Film hat wieder versucht maßstäbe zu setzen, vor allem in der Technik. Ich denke der Film ist weit entfernt ein Standardfilm zu sein. Für einen Standardfilm dieses Kailbers gäbe es hier schon 5/5 Sterne

  • Tobi-Wan

    "Und da spricht keineswegs ein verbitterter und enttäuschter Fanboy aus mir heraus, sondern jemand, für den die Kritikpunkte, mit der daraus resultierenden Bewertung, nicht nachvollziehbar sind."

    Hast Du den Film denn schon gesehen? Ein Anfang, der als albern und aufgeblasen empfunden wird, darf kritisiert werden - völlig unabhängig davon, ob die restliche Trilogie ihn wettmacht oder nicht.

    Übrigens habe ich gerade beim Überfliegen der Kritik zu "Die Gefährten" nicht bemerkt, dass irgendwo der Beginn groß negativ erwähnt wird. Da hatte sich Jackson ja auch dazu entschieden, den Strang um Tom Bombadil rauszuschmeißen...

  • Christian M.

    Bezüglich des Vergleichs zu Herr der Ringe unterstütze ich die Filmstarts Kritik, denn der Hobbit Film strebt den Vergleich selber in mehreren Szenen an. Dies macht es schwierig ihn als unabhängiges Werk zu sehen.

    Zu der Länge der Kritik muss ich sagen, ja sie ist wie die eines Standardfilms. Aber genau dies entspricht dem Film. Als grosser HdR Fan muss ich leider sagen, er kommt nur knapp über einen Standardfilm für mich hinaus. Soundtrack und Kostüme knüpfen bei weitem nicht an die Vorgänger an.

  • JohnnyT

    Ich schließe mich der allgemeinen Stimmung hier an. Mmn habt ihr bei der Bewertung des Filmes, der HRF eine viel zu große Bedeutung beigemessen. Allein die Tatsache, dass diese nur wahlweise angeboten wird, untersagt doch jegliche Einbindung in eine direkte Filmbewertung. Dass ihr dem Hobbit deswegen eine schlechtere Gesamtbewertung gegeben habt, ist sehr deutlich zu lesen.

    Desweiteren finde ich eure Argumentation über den schleppenden Anfang des Filmes etwas komisch geschildert. Meines Wissens nach, war der zähe Beginn damals bei 'Die Gefährten' ein ähnlicher Kritikpunkt, wie jetzt bei 'Der Hobbit'. Aber wen hat es nach Teil 2 und 3 noch interessiert?? Niemanden. Etwas Episches benötigt nun mal eine gewisse Einführung, um sich entfalten zu können. Also abwarten!
    Die Wahrscheinlichkeit, dass es doch noch episch, genial, begeisternd, oder wie auch immer, werden wird, ist noch sehr hoch. Ihr schreibt selbst: "Gekrönt wird der Schlussspurt von einem atemlos-grandiosen Finale, das die gerade enttäuschten Erwartungen doch wieder von neuem weckt:". Ich denke, frei nach dem Motto: 'Ende gut, alles gut.'. Von daher: cheers!

    Zu der Kritik im Allgemeinen muss ich sagen, dass sie verhältnismäßig zur Größe des Projekts, einfach zu kurz geraten ist. Kriterien wie Soundtrack, Kostüme, etc wurden nicht im Ansatz beschrieben. Insgesamt liest sie sich, wie die eines Standardfilms, der keine Emotionen weckt. Nicht aber, wie die eines der meisterwartendsten Filmprojekte der Gegenwart.

    Normalerweise bin ich immer sehr vorsichtig mit Kritik euch gegenüber, weil ich denke, dass ihr insgesamt, eine sehr gute Arbeit hier macht. Aber diese Kritik, liebes FS Team, ist euch nicht gelungen. Und da spricht keineswegs ein verbitterter und enttäuschter Fanboy aus mir heraus, sondern jemand, für den die Kritikpunkte, mit der daraus resultierenden Bewertung, nicht nachvollziehbar sind.

  • Jimmy V.

    @CJI1993: Ich bezog mich mehr auf die Nicht-Filmseiten. Z.B. Spiegel o.ä. Ist vielleicht ganz interessant, dass dann doch die Experten den Film eher abstrafen, die Anderen hingegen nicht. Eine These wäre auch sich mit solchen Wertungen zu profilieren - nein, das will ich keinem unterstellen. Es fällt nur, in punkto Onlinejournalismus, auch anderswo auf, wie z.B. im Computer-/Konsolenspiele Bereich. Wäre mal ein gutes Diskussionsthema.

  • Christian M.

    Nachzuvollziehende Kritik, der Film war für mich leider eine Entäuschung. Hab ihn gestern an der Premiere gesehen

  • jacksonfan

    Aber mal ehrlich, ohne den Kritikern von Filmstarts nahetreten zu wollen. Wie ernst kann man Kritiker nehmen, die Adam Sandler und Van Damme-Müll abfeiern, als wäre es die Kinooffenbarung schlechthin? Cinema und Spiegel Online waren vom Film begeistert. Und das der Film etwas ruhig beginnt, meine Güte die Charaktere müssen doch erstmal vorgestellt werden. Außerdem wie hier schon erwähnt wurde, war es bei allen HDR-Filmen nicht anders gewesen. Auch da hat es gedauert, bis die Actionszenen angefangen haben. Der Hobbit ist ja schließlich kein Actionfilm, sondern ein Fantasyfilm. Ich finde es gut, wenn der Regiesseur dem Publikum Zeit lässt, in diese Fantasywelt einzutauchen.

  • Jimmy Conway

    @radmarkx:
    Natürlich kann, darf und muss man die neue Technik kritisieren.
    Außerdem kennt jeder diesen Soap-Opera-Effekt.
    Verstehe nicht wieso manche so unwissend tun.
    Außerdem haben doch fast alle modernen Fernseher eine Funktion wo man noch gezielt auf diesen Effekt setzen kann. Bei Philips nennt sich das zum Beispiel HD Natural Motion.
    Und ja, es sieht extrem Scheiße aus! Deshalb lasse ich dieses Natural Motion weg!

    Die Fans mögen den Film noch. Derzeitiger Stand bei imdb: 9.0
    Allerdinsg wird es sich um die ganz harten Fanboys handeln und Neuseeland durfte den Film auch zu erst sehen.
    Ich denke der wird sich also etwas verschlechtern...dennoch grandioser Zwischenstand.

  • gunna86

    Die Kritik ist zwar nicht wirklich schlecht, aber ein kleiner Dämpfer ist sie schon! Ich hoffe er gefällt mir morgen in der Vorpremiere trotzdem!

  • ChiliPalmer

    Stimmt, Gandalfs Synchronstimme ist nicht mehr dieselbe... Übrigens darf 3D und andere technische Dinge eigentlich nicht so sehr ins Gewicht fallen, dass man das sogar noch im Fazit erwähnen muss.. Schließlich gibt es auch die normale 24fps Variante die man sich anschauen kann...

  • s3th80

    Könnt ihr auch was zu der deutschen Synchro sagen? Ist sie besonders schlimm?

  • TroynAbed

    Sehr komische Kritik....ich finde es ja in Ordnung dass The Hobbit mit Hdr verglichen wird aber das sollte eben nicht zu stark ins Gewicht fallen bei der Bewertung. Betrachtet den Film doch als eeigenständig. Hdr war ein Überraschungshit und unerwartet, hier waren die Erwartungen ganz anders, denke ich. Dass der Film erst in einer Stunde in fahrt kommt, war bei Hdr nicht anders, nur kennen wir das schon von Hdr, vlt. wirkts deshalb Langweilig.
    Da man nicht gezwungen wird in Hfr zu gucken, sollte auch das nicht zu sehr ins Gewicht fallen, dass ist eben Geschmackssache. Wenn man das beachtet, verdient der Film doch mehr als 3,5 Sterne...tolle Landschaftsaufnahmen, super Action, usw.
    Außerdem, kein einziges Wort über den tollen Soundtrack verloren. Ich halte die Kritik für unvollständig und nicht befriedigend, ohne dem Kritiker zu Nahe treten zu wollen...

  • waxen

    Die Kritiken sind ja durchweg eigentlich recht gemischt, daher wundert mich die 7 auch nicht.

    @Carsten: Im Trailer sehen die Kostüme der Zwerge ziemlich billig aus und die Masken erkennt man auch sofort als solche. Ist dir das im Film auch negativ aufgefallen?

  • CJ1993

    @ Jimmy V.: Wo hast du denn eine postive Kritik gelesen? Filmszene, Filmstarts, Filmering, sie alle werten den "Hobbit" mit einer 6 bzw. 7. Dass die Amerikaner auf den Film auch nicht wirklich abfahren, zeigt rottentomatoes, wo er auch nur im 70er-Bereich vor sich hin dümpelt ...

  • Bjoerg

    Arrhenius: Danke, das denke ich mir auch die ganze Zeit!
    Ich freue mich weiterhin riesig auf den Film, auch, wenn es kein Meisterwerk ist. Habe meine Tickets schon vor Wochen fürs UCI gebucht, aber die zeigen glaub ich nicht in HFR, oder? Dann kann mich der Punkt zumindest nicht stören.

  • Jimmy V.

    Das ist jetzt die erste "negativere" Kritik, die ich zum ersten Hobbitfilm lese. Die anderen sind alle sehr gut. Aber die Kritikpunkte leuchten ein. Mal sehen, was daraus wird...!

  • Lasse

    @jacksonfan, du hast natürlich recht.

  • Lasse

    @qwerbeet: Die Karten für eine HFR 3D-Vorstellung sind schon reserviert, außerdem bin ich neugierig auf die Technik und wollte mir - wenn schon - die "Volle Packung" gönnen, damit ich ehrlich sagen kann, was ich von der neuen Rate halte und mich nicht einfach auf die Meinungen von anderen stützen muss. Nichts geht über die eigene Erfahrung.

  • Radmarkx

    Schön geschriebene Krtitik, JEDOCH bitte kritisiert nicht Dinge, an die man sich persönlich nicht gewöhnen kann. Wer schon Erfahrungen mit HFR hat, wird verstehen das es um einiges natürlicher und angenehmer aussieht, als die herkömmliche Art.

  • Stephan Sch?r

    Ich denke die 3,5 Sterne gehen in Ordnung. ABER ! liebe filmstarts crew, ihr solltet dann auch einen Bewertungsmaßstab durchziehen. Im Vergleich dazu "Twixt" mit 4 Sternen ^^ http://www.filmstarts.de/kriti...

  • Arrhenius

    Was ich beim besten Willen nicht verstehen kann: Ständig wird in den Kritiken zum ersten Hobbit-Film über die lange Anlaufzeit gemeckert. Die gab es aber auch bei HDR: Die Gefährten. Bis die Hobbits aus dem Auenland aufbrachen dauerte es knapp 40 min. Warum hat das dort niemanden gestört?

  • qwerbeet

    Warum nicht einfach eine Vorführung ohne HFR wählen? Wäre das Problem dann damit nicht beseitigt?

  • Lasse

    Ich hatte 3,5 Sterne "befürchtet". Aber ich freue mich trotzdem auf den Film, hoffe, dass mich die höhere Bildrate nicht allzu sehr stört und er an einer befriedigenden Stelle endet, die zudem noch Lust auf den nächsten Film macht. Ich bin ein großer Fan des Buchs und der "Ringe"-Trilogie, also werde ich sicher mit dem eher gemächlichen Beginn etwas mehr anfangen können als so manch anderer. Ich bin sehr gespannt und kann es bis Sonntag gar nicht erwarten!

  • niman7

    Ich hab mit 3,5 Sternen gerechnet. Das ist wie bei Nolan. Mit TDK hat er die Anforderungen so hoch geschraubt, dass er mit TDKR nur scheitern konnte.

  • jacksonfan

    Für mich ist es trotzdem eine positive Kritik. Peter jackson ist schließlich auch nur ein Mensch. Es kann nicht immer ein Meisterwerk sein. 3,5/5 ist ja jetzt nicht so schlecht. Ich freue mich trotzdem auf den Film.

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