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Kinostart
16. April 2009 (1h 50min)
- Regie
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Mit
Toni Servillo, Anna Bonaiuto, Giulio Bosetti mehr
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Genre
Biografie, Drama
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Nationalität
Italien
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Giulio Andreotti ist eine der berüchtigsten Figuren der jüngeren italienischen Geschichte. 25 Mal Minister, sieben Mal Ministerpräsident, 29 Mal angeklagt, 29 Mal freigesprochen. Trotz nachgewiesener Kontakte zur Mafia bestimmt Andreotti (gespielt von Toni Servilo) vier Jahrzehnte lang die Geschicke Italiens maßgeblich mit. Mit scheinbar aufreizendem Gleichmut klammert er sich an die Macht und steht erhaben über allen Vorwürfen, die auf ihn hereinprasseln. Während über sein Privtaleben so gut wie nicht bekannt ist, weiß Andreotti alles über seine politischen Gegner und schreckt nicht davor zurück, pikante Informationen gegen sie einzusetzen. Der Film setzt 1993 ein, als Andreotti seine siebte Amtszeit als Premierminister antritt. Ein Jahr später beschließt er, als Präsident zu kandidieren. Aber sein Machtgefüge bekommt erste Risse, als er im ersten Wahlgang scheitert. Dann wird der einflussreichste Mafia-Boss des Landes verhaftet, was auch für Andreotti nicht folgenlos bleibt. Einige Mob-Mitgliedern belasten den Politiker schwer...
| Verleiher | Delphi | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 2008 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Christian Horn
Als Protagonisten für sein Biopic „Il Divo“ hat sich der italienische Regisseur Paolo Sorrentino eine überaus kontrovers diskutierte und dazu noch sehr komplexe Gestalt der italienischen Politiklandschaft ausgesucht: den berüchtigten Christdemokraten Giulio Andreotti. Dieser war nicht nur 25 Mal Minister und sieben Mal Premierminister in Italien, sondern wurde auch stolze 29 Mal angeklagt, wobei ihm stets Mafiamachenschaften angelastet wurden. Keine dieser Klagen brachte Andreotti hinter Gitter – die Zweifel an seiner Unschuld wurden dennoch nie ausgeräumt. In seinem mit einer höchst komplexen Erzählstruktur versehenen Biopic, das als eine wilde Mixtur aus Polit-Thriller und ätzender Farce daherkommt, lotet Sorrentino seinen Protagonisten und dessen Machtposition analytisch aus. Die wahren Hintergründe kann und will der Film dabei freilich nicht klären. Aber es ist eh beachtlich genug, dass Sorrentino aus den unzähligen Begebenheiten, Mythen und den darin verwickelten Personengruppen einen Spielfilm inszeniert hat, der als solcher tatsächlich funktioniert. Dafür wurde er 2008 in Cannes zu Recht mit dem Großen Preis der Jury geehrt. Allerdings fordert „Il Divo“ dem Zuschauer gewisse Vorkenntnisse sowie ein hohes Maß an Aufmerksamkeit ab, da dieser sich ansonsten heillos in den Handlungssträngen verstrickt.
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Rolle: Giulio Andreotti
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Rolle: Livia Andreotti
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Rolle: Eugenio Scalfari
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Rolle: Franco Evangelisti
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Chicago Sun-Times
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Empire UK
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