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Brav statt blutig: "Deadpool"-Schöpfer Rob Liefeld kann sich Realisierung des Superhelden-Films mit niedriger Altersfreigabe vorstellen
Von Annemarie Havran — 31.07.2014 um 10:45
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Für viele Fans der Comic-Figur Deadpool steht fest: Ein Film über den düsteren Helden muss kompromisslos und brutal sein. Doch Figuren-Schöpfer Rob Liefeld sprach sich nun für einen "Deadpool"-Film mit der US-Freigabe PG-13 aus.

Mit 13 Jahren ein Kinoticket für "Deadpool" lösen – ginge es nach Rob Liefeld, liegt das im Bereich des Möglichen. Liefeld meldete sich zu diesem Thema via Twitter zu Wort, nachdem vor einigen Tagen "Deadpool"-Testmaterial im Internet veröffentlicht und inzwischen auf Bitte von 20th Century Fox wieder entfernt wurde. Zwar ist der lange geplante "X-Men Origins: Deadpool" von Tim Miller mit Ryan Reynolds ("Green Lantern") in der Hauptrolle weder in Produktion noch überhaupt endgültig vom Studio bewilligt, doch vor einiger Zeit produzierten Miller und Reynolds bereits ein wenig bewegtes Testmaterial, um ihre Ideen für den Film zu visualisieren.

Grund für das lange Zögern der Fox-Verantwortlichen, "Deadpool" endlich grünes Licht zu geben, soll der Plan sein, einen nicht für Jugendliche zugänglichen Film zu realisieren. Immer wieder wurde von Beteiligten wie Deadpool-Darsteller Reynolds und den Produzenten darüber gesprochen, das Action-Spektakel mit der US-Freigabe "R-rated" – bis 17 Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen zugänglich – umsetzen zu wollen, da die laut Reynolds "psychisch schwer gestörte und darüber hinaus noch unglaublich gewalttätige" Figur Deadpool dies erfordere. Für Fox bedeutet dies jedoch ein höheres Risiko, da so ein Großteil des jugendlichen Zielpublikums für Comic-Adaptionen wegfallen würde.

Figuren-Schöpfer Rob Liefeld erklärte nun jedoch, er sehe keinen Grund, den Superhelden-Film nicht mit der Freigabe "PG-13", also zugänglich ab 13 Jahren, umzusetzen. Liefeld verwies auf das kurzzeitig publizierte Testmaterial, das auch unblutig sehr gut beim Publikum ankam. Weiter argumentierte Liefeld, dass auch Wolverine hart zur Sache gehen und gerne mal Menschen aufspießen würde, doch dies würde auch ohne viel Blut und Splatter inszeniert. Der Autor prophezeite: "Deadpool kann nicht gestoppt werden" – man benötige für den Film keine Fans, die auf dem R-Rating beharrten, diese seien leicht durch enthusiastische Teenager zu ersetzen. Das brillante Drehbuch sei ausreichend, um einen guten Film zu inszenieren, in dem die Figur auch mit niedriger Altersfreigabe auch immer noch "bad ass" sei.

Hier könnt ihr euch einige Tweets von Rob Liefeld durchlesen:













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Kommentare
  • ach-herr-je
    ich (noch) nicht - ich lass mich ja gern vom gegenteil überzeugen aber es gibt dinge, die funktionieren unblutig nicht - ein zombiestreifen ohne blut wäre sowas
  • PaddyBear
    Sorry aber "Deadpool" ist und bleibt R Material. Da kann Liefeld noch soviel erzählen. Außerdem wäre ich von einem R Deadpool Erfolg fest überzeugt. Es gibt nicht nur Kinder auf dem Planeten. Ich hab aber das Gefühl, dass die Studios dass immer wieder vergessen.
  • Fain5
    Was ein Arschloch!
  • Maria S.
    Also mal bitte, liebe "Kritiker": heute gibt's statt Horror hauptsächlich nur noch Torture-Porn... da finde ich es ganz schön, wenn wenigstens andere Genre noch in Reinkultur erhalten bleiben und man nicht aus jedem Action-Streifen oder Thriller einen Death-Porn macht! Ich persönlich finde es krank, wenn einem etwas darauf abgeht, dass die Leinwand im Blut ertrinkt! Mal ehrlich: erinnern wir uns zurück an die gute alte Zeit der klassischen (Spaghetti-)Western... und wir wissen, dass Spannung, Gewalt und abgrundtiefe menschliche Dunkelheit auch ohne tausend Liter Kunstblut zu realisieren sind! Oder erst gerade dann!
  • scorch
    Grundsätzlich ist die Haltung nicht verkehrt, aber hier geht es nunmal um eine bestimmte Comicverfilmung, sprich dein Ansatz ist hier eigentlich völlig irrelevant.Es macht ja wenig Sinn, aus wirtschaftlichen Gründen eine Story, eine Figur etc. bewusst anders darzustellen, als sie ursprünglich geschrieben wurde. Wenn man das Comic kennt, dann weiß man auch, in welche Richtung die Umsetzung gehen "muss". Ich brauche ja auch kein Sin City mit PG-13, nur damit eventuell mehr Jugendliche in die Kinos gehen. Mit seiner Aussage verkauft sich Liefeld selbst.
  • Markus D.
    Gottverdammt... trotzdem muss dafür nicht eine Figur verändert werden! Gleich im ersten Band zu Deadpool Vol.4 schlicht Deadpool einen Drachen von ihnen heraus auf, um mit Thor zusammen aus den Gedärmen zu klettern. Deadpool war immer gestört und wird es auch bleiben. Wenn der Anti-Held der sich innerhalb weniger Comics aus Spaß durch verschiedenste Jobs schnetzelt, nebenbei noch Tussis flachlegt nur um am Ende ein X-Men zu werden, nicht das bleibt was er ist, tut mir das leid.Die ursprünglichen Fans zu vergraulen, die mit dem ersten Comic begonnen haben (in dem Deadpool nunmal auch schon R-Rated Material war), dann kann mir Liefeld gehörig den Buckel runterrutschen. Genau wie jeder der meint, das man Deadpool für Weicheier inszenieren kann.
  • DizzoR
    Poa klingt ja langweilig..
  • Venom
    Boaah Liefield, HALT DIE FRESSE!!! Sorry, aber da bekomm ich solche Agressionen. Und dann noch mit den miserablen Wolverine-Filmen zu argumentieren, wo genau das fehlende Blut ein großes Problem war. Der soll wieder seine kantigen Kackzeichnungen machen, aber sich bitte hier geschlossen halten. Wenn sie das wirklich PG13 machen, geh ich auf keinen Fall ins Kino, das kann überhaupt nicht vernünftig funktionieren. Noch viel viel viel weniger als bei Wolverine.
  • Venom
    Hast du überhaupt schonmal was von Deadpool gelesen? Kennst du die Figur? Ich kanns mir nicht vorstellen, sonst würdest du nicht son Quatsch in dieser Hinsicht erzählen. Generell geb ich dir sogar recht, aber es gibt nunmal Vorlagen, die sind eben darauf ausgelegt auch Gewalt zu beinhalten. Und gerade Deadpool lebt zu einem Großteil von visualisierter Gewalt. Und dein Beispiel der Spaghetti-Western stimmt übrigens auch nicht so ganz: Es gibt genug Western die auch sehr viel Gewalt darstellen (z.B. die ganzen Django-Filme).
  • Venom
    "All you who want to die on the R rated hill, we will replace you with equally enthusiastic teenagers. Deadpool can't be stopped." Echt mal, was für ein Arsc.....!
  • Venom
    Zählen ist nicht unbedingt deine Stärke oder? Hier haben zwei Leute was geschrieben, was in eine ähnlich Richtung geht. Mir steht es dennoch frei das Argument zu verstärken, bzw. noch etwas anzufügen. Dich zwingt keiner das zu lesen. Hast du irgendwas konstruktives beigetragen? Nein? Ok, danke!
  • Maria S.
    Ich danke auf jedenFall der Nachfrage... und ja, mir ist die Deadpool-Vorlage sehr gut bekannt!;)Ich finde es gerade deshalb traurig, sie hier auf ihre visuelle Gewalt beschränktzu sehen! Das nimmt Charakteren, Story und Stimmung ja jeden Wert... denn wennes schlichtweg um exzessive Gewalt kann, kann das auch jeder andere Protagonistund jede andere Story transportieren! An dieser Stelle deshalb mal die Gegenfrage: kennst DU die Figur... oder nur die visuelle Gewalt der Vorlage? Natürlich ist es für jeden Fan immerunschön zu sehen, wenn eine liebgewonnene Vorlage verändert wird... aber ichdenke, Deadpool hat auf so vielen Ebenen mehr zu bieten und kann auch ohneextremen Gore-Faktor auf der Leinwand überzeugen! Scheinbar bin ich aber dieEinzige hier, der auch am Charakter und der Geschichte so viel gelegen ist,dass sie sich auf eine Bewegtbild-Adaption freut... mit welchem Rating auchimmer! Ja, Frauen und innere Werte... furchtbar!;) In Hollywood scheint manimmerhin meine Meinung zu teilen! Zumal man wirklich nie vergessen darf, dasses für uns Zuschauer zwar eine Leidenschaft ist, Film aber generell immer eineIndustrie bleibt! Und mal ehrlich: auch ein Film wie "Expendables 2"lebte von seinem Gewalt- und Splatter-Potenzial... da wird in Teil 3 auch ausökonomischen Gründen alsbald auf ein niedriges Rating gebaut - und wird derFilm laufen? Ich denke ja - und freue mich darauf! Mit mehr Charaktertiefe, besondersbei Charakteren, die das Potenzial dazu haben, und einer schön finsteren Story wirddas funktionieren! Außerdem: wenn duschon Django erwähnst... sei mal angemerkt, dass Unchained ein FSK 16-Ratinghatte - und auch da kam das Maß an Gewalt, selbst für einen Deadpool undbesonders in dessen düsterem Licht, nicht zu kurz!
  • Venom
    Erstmal meinte ich die alten Django Filme, nicht den Tarantino. Mal abgesehen davon, dass ein deutsches FSK nicht gut mit dem amerikanischen Rating zu vergleichen ist. Das ein Expendables auch so Erfolg haben wird, mag sein...aber die Reihe entwickelt sich ja auch immer mehr zum Klamauk. Ich persönlich fand deshalb den 2ten schon eher grottig. Aber das ist auch nen vollkommen anderes Thema. Bei Deadpool funktioniert das so einfach nicht. Es raubt der ganzen Figur die Seele. Und ja, ich lese Deadpool schon sehr, sehr lange. Es geht auch nicht darum, ihn auf die Gewalt zu reduzieren. Sondern eben darum, ihn nicht nur auf die komischen Aspekte zu reduzieren, was hier offensichtlich angestrebt wird. Zumal sich die Witze bei Deadpool ja eben sehr oft erst durch die Gewalt ergeben. Warum muss man Vorlagen immer weichspülen, um es möglichst vielen Leuten recht zu machen? Du argumentierst, Film ist Industrie. Das mag stimmen, aber ist es deswegen gut? Zumal es auch viele gute Regisseure gibt, die sich diesem bescheuerten Diktat der Produktionsfirmen entgegenstellen und eben nicht nur seichte, redundante Massenware produzieren. Ich kann verstehen, dass man bei einem großen Projekt wie Avengers keine Risiken eingehen möchte. Aber gerade bei den kleineren Figuren könnte man auch einfach mal einen kleineren Film machen und auf möglichst große Kompatibilität verzichten. Zumal es vielen Figuren einfach auch gut tun würde, auf Bombast zu verzichten und ihnen dafür mehr Persönlichkeit zu geben. Das hätte z.B. auch den Wolverine Filmen extrem gut getan. Stattdessen haben wir schlechtes Popcorn-Kino ohne jegliche Tiefe bekommen. Erfolg ja, guter Film nein.
  • Empirical
    Genau, sonst holt Thure die Lehrerin!
  • Barbaros
    Nehmen wir mal als Vergleich Dredd 3D. Der Film basiert auf einer ähnlich brutalen Comicreihe und wurde mit einem R-Rating(Hier FSK18) veröffentlicht. Das Budget belief sich auf 50 Millionen Dollar und hat 35 eingespielt.Also ist es verständlich, dass die Studiobosse sich zurückhalten und ein pg13 rating in Betracht ziehen. Denn obwohl Dredd ein richtig guter Film war und die Comics viele Fans haben, war der Film ein Flopp.
  • HalJordan
    Bei Dredd 3D muss man allerdings sagen, dass die schlechten Einspielergebnisse in erster Linie am schlechten Marketing lagen und nicht am Film selbst festzumachen sind.
  • HalJordan
    Ryan Reynold ist definitiv ein unterbewerter Schauspieler. Natürlich ist er kein Bale, Damon oder Crowe, aber die Qualität der aufgezählten Filme sind definitiv NICHT an ihm festzumachen. Im Gegenteil. An Green Lantern war Reynolds das Beste an dem Film und ich finde er hätte eine weitere Chance verdient in diesem Franchise mitwirken zu dürfen.
  • greek freak
    Nee,dann sollen sie´s lieber ganz lassen,der weichgespülte Wolverine ist schon schlimm genug.Gegenvorschlag:warum machen sie nicht einen abendfüllenden Zeichentrickfilm,für Erwachsene,dürfte weniger kosten als eine Realverfilmung,die Zeichnungen haben sie schon,sie heuern ein Koreanisches Animations Studio an und fertig.Alleine mit den DVD/Blue-Rays dürften sie genug einnehmen.
  • OuhPii
    Eines sollte hierbei allerdings nicht vergessen werden: Das geleakte Test Footage war ebenfalls PG13 ...und die entsprechende Resonanz der Fans überaus positiv (weil's halt geil war)Es gibt sehr viele kreative Möglichkeiten, DeadPool sein "Ding" durchziehen zu lassen → Es brauch nur etwas Einfallsreichtum.
  • Monty
    lol.....true
  • Monty
    Oh Leute....Seht ihr es den nicht?? Schaut doch nur mal Nachrichten! Die Amis führen rund um die Welt Krieg! Klar, dass zu Hause die dargestellte Gewalt im Kino auch familienfreundlich rübergebracht werden muss. Die Amis führen nun mal nur saubere Kriege ohne Toten. Der tote Feind blutet nicht, er schläft nur....*sarkasmus ende*Jetzt mal ernsthaft: Die Frage ist nicht welches R-Rating der Film bekommt.Die Frage ist doch wie gehen die Studios mit Gewalt um! Da werden coole Oneliner gebracht, bevor ein dutzend Feinde mit der AA-12 über den Haufen geballert werden. Natürlich ohne Blut!!! Eine Schlägerei tut auch nicht weh.Ich finde es sehr bedauerlich das Gewalt im amerikanischen Film mittlerweile glorifiziert und verharmlost wird und somit ein familienfreundliches Maß findet. Hier der Beweis: I've understood the whole "It's gotta be R!" crowd. DP can be hilarious AND BRUTAL in a PG13 setting ......Einfach nur abartig!Hier wird eine abgestumpfte Generation herangezüchtet, die gegenüber Gewalt abstumpft. Der Krieg kann also ohne Widerworte weitergehen. Deadpool verdient ein R-Rating, alles andere ist indiskutabel.Ich hege die Hoffung, dass es noch Amis mit Verstand gibt. In den Filmstudios findet man die aber unter Garantie nicht!Sapere aude, ihr nullpen!!!
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