Schnell-Bewerter
Mein FILMSTARTS
    Cannes 2016: "I, Daniel Blake" von Ken Loach gewinnt die Goldene Palme, deutscher Topfavorit "Toni Erdmann" geht leer aus
    Von Christoph Petersen — 22.05.2016 um 20:43
    facebook Tweet

    Am Sonntagabend sind im südfranzösischen Cannes die 69. Internationalen Filmfestspiele zu Ende gegangen. Die Jury unter Vorsitz von „Mad Max“-Regisseur George Miller vergab die Goldene Palme an das britische Sozialdrama „I, Daniel Blake“.

    Die Goldene Palme der Filmfestspiele in Cannes 2016 geht an „I, Daniel Blake“ von Ken Loach, der den Preis damit nach 2006 (damals für „The Wind That Shakes The Barley“) bereits zum zweiten Mal entgegennehmen durfte. Auch wenn das aufrüttelnde, tränenziehende Sozialdrama bei Kritikern gut ankam, darf man den Sieg durchaus als Überraschung bezeichnen.

    Als Topfavorit wurde vorab nämlich die deutsche Tragikomödie „Toni Erdmann“ gehandelt, die nicht nur einen Tag zuvor bereits den Preis der Kritikerjury erhielt, sondern im Kritikerspiegel der Fachzeitschrift Screen Daily auch die höchste Durchschnittswertung der Cannes-Geschichte einfuhr (auch von FILMSTARTS gab es für das Meisterwerk 5 Sterne). Am Ende ging der Film genau wie der zweitbestbesprochene Wettbewerbsbeitrag „Elle“ von Paul Verhoeben (ebenfalls 5 Sterne von FILMSTARTS) komplett leer aus.

    Die Preisträger des Wettbewerbs in der Übersicht:

    Goldene Palme: „I, Daniel Blake“ von Ken Loach (--> zur FILMSTARTS-Kritik)

    Großer Preis der Jury: „Einfach das Ende der Welt“ von Xavier Dolan (--> zur FILMSTARTS-Kritik)
    Preis der Jury: „American Honey“ von Andrea Arnold (--> zur FILMSTARTS-Kritik)

    Bester Darsteller: Shahab Hosseini für „The Salesman“ (--> zur FILMSTARTS-Kritik
    Beste Darstellerin: Jaclyn Jose für „Ma' Rosa“ (--> zur FILMSTARTS-Kritik)

    Beste Regie (geteilt): Olivier Assayas für „Personal Shopper“ (--> zur FILMSTARTS-Kritik) & Cristian Mungiu für „Graduation“ (--> zur FILMSTARTS-Kritik)
    Bestes Drehbuch: Asghar Farhadi für „The Salesman“



    Die Goldene Ehrenpalme: Jean-Pierre Léaud 

    Caméra d'Or für den besten Erstlingsfilm: „Divines“ von Uda Benyamina


    Die Preis der Reihe Un Certain Regard in der Übersicht:

    Preis von Un Certain Regard: „The Happiest Day In The Live Of Olli Mäki” von Juho Kuosmanen

    Preis der Jury: „Harmonium“ von Fukada Koji
    Spezialpreis der Jury: „The Red Turtle“ von Michael Dudok De Wit

    Bester Regisseur: Matt Ross für „Captain Fantastic
    Bestes Drehbuch: Delphine & Muriel Coulin für „The Stopover




    facebook Tweet
    Das könnte dich auch interessieren
    Kommentare
    • Max H.
      Das ist schon durchaus merkwürdig, galt der Film, wie man so hört, bei fast allen Kritikern als Favorit. Trotzdem scheint Maren Ade da Eindrucksvolles geschafft zu haben, was aus deutscher Sicht wirklich schön und vor allem beruhigend für hiesige Qualitätsnörgler wirken sollte. Um in Cannes erneut eingeladen zu werden, hat sie sich nun sicher ein Renommee verschafft, das Eindruck hinterlassen hat.
    Kommentare anzeigen
    Back to Top