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    #WTF: Weil der Schöpfer von E.T. zu gute Arbeit leistete, sollte sein Regisseur für zwei Jahre in den Knast
    Von Christoph Petersen — 23.06.2017 um 11:33
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    In unserer wöchentlichen Trivia-Serie #WTF rollen wir unglaubliche, absurde, überraschende oder auch einfach nur saulustige Geschichten aus der Welt des Films neu auf. Außerdem könnt ihr über die #WTF-Story der kommenden Woche selbst mit abstimmen!

    Nachdem er bereits 1976 mit einem Sonder-Oscar für die Spezialeffekte des Films „King Kong“ ausgezeichnet wurde, gewann der legendäre italienische Animatronic-Spezialist Carlo Rambaldi später auch noch zwei reguläre Oscars, nämlich für „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1980) und „E.T. – Der Außerirdische“ (1983).

    Während er für Steven Spielbergs Megahit den nach Hause telefonierenden Außerirdischen konstruierte, steuerte er zu Ridley Scotts Weltraum-Horror den mechanischen Xenomorph-Kopf bei. Weitere Credits von Carlo Rambaldi umfassen „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, „Conan – Der Zerstörer“ und „Dune – Der Wüstenplanet“.

    An All diesen Filmen hat Carlo Rambaldi mitgearbeitet - für "Unheimliche Begegnung der dritten Art" gab's sogar einen Oscar.

    Natürlich wäre bei diesen Filmen niemand auf die Idee kommen, dass es sich bei den Effekten gar nicht um mechanische Tricks handelt, sondern die Szenen tatsächlich echt sind. Aber es gibt einen Film, in dem Carlo Rambaldi offenbar so realistische Arbeit geleistet hat, dass es anschließend plötzlich mächtigen juristischen Ärger gab.

    A Lizard In A Woman’s Skin“ des berüchtigten italienischen Verstörungs-Großmeisters Lucio Fulci („Das Haus an der Friedhofsmauer“, „Der New York Ripper“) handelt von einer Frau, die des Mordes an ihrem Nachbarn angeklagt wird, nachdem sie zuvor bereits von dem Verbrechen geträumt hat.



    Wie es sich für ein Werk von Lucio Fulci gehört, fühlen sich weite Teile des Films an, als würde man sich gerade auf einem wild-abgründigen LSD-Trip befinden. In der abgefucktesten Szene des Films stolpert die Protagonistin in ein Sanatorium, in dem vier halbfertig sezierte Hunde aufgehängt sind – mit geöffneter Brust, in der man noch immer ihre Herzen schlagen sieht. Die etwa 40-sekündige Sequenz könnt ihr euch hier ansehen – Anklicken auf eigene Gefahr!



    Nach dem Release von „A Lizard In A Woman’s Skin“ erhob ein italienisches Gericht Anklage gegen den Regisseur Lucio Fulci, der wegen Tierquälerei zu zwei Jahren Haft verknackt werden sollte. Erst nachdem verschiedene Crewmitglieder ausgesagt haben, dass während der Dreharbeiten kein Hund tatsächlich aufgeschnitten wurde, und Carlo Rambaldi sogar seine aus Gummi und den Fellen von Coyoten hergestellten Animatronic-Schöpfungen als Beweis vorlegte, wurde die Anklage schließlich doch wieder fallengelassen.

    Angeblich hat Carlo Rambaldi die animatronischen Hunde anschließend zerstört, weil sie zu viele schlechte Erinnerungen in ihm hervorbringen würden. Schade eigentlich, denn ausgestellt in einer Geisterbahn würden sie bestimmt viel mehr verstören als die üblichen Leichen, die sich dort üblicherweise krächzend-quietschend aus ihren Särgen erheben.




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    Kommentare
    • Klaus S aus S
      aufgeschlitzte Hundepuppen will kein Mensch in der Geisterbahn sehen, da würden die Fellnasenliebhaber gleich wieder Sturm laufen und Petitionen ins Internet stellen ^^
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