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    "Star Wars 8: Die letzten Jedi": Rian Johnson reagiert auf die harte Kritik

    „George Lucas hat sich auch nie hingesetzt und überlegt, was für einen ‚Star Wars‘-Film die Leute sehen wollen“ – unter anderem mit diesem Satz verteidigt Rian Johnson sich gegen Kritik an „Star Wars 8: Die letzten Jedi“.

    Disney / LucasFilm

    Bei den Filmkritikern auf der ganzen Welt kam „Star Wars: Die letzten Jedi“ überwiegend gut bis sehr gut an, doch wie wir bereits in einem ausführlichen Artikel dargelegt haben, sorgt das neueste Abenteuer aus der weit, weit entfernten Galaxis bei Zuschauern für gemischte Reaktionen – zumindest bei jenen, die auf Filmseiten wie RottenTomatoes, Metacritic oder eben FILMSTARTS ihre Wertung eintragen. Teils sind die Meinungen im Netz vernichtend, manche Kommentatoren greifen „Star Wars 8“-Regisseur Rian Johnson sogar persönlich an. In einem Interview mit der Nachrichten-Website Business Insider wurde er nun auf negative Wertungen angesprochen – und reagierte äußerst eloquent.

    Er selbst sei ja auch schon sein ganzes Leben „Star Wars“-Fan gewesen, so Johnson, er kenne die Perspektive von der anderen Seite, von der Seite der Fans, und könne die Kritik deswegen ganz gut verkraften. Fans seien nun mal sehr leidenschaftlich und würden großen Wert auf Dinge legen – und vor allem auf Twitter würden sie ihm gegenüber manchmal sogar sehr heftig Wert auf Dinge legen, fügte der Regisseur augenzwinkernd hinzu.

    Star Wars 8: Die letzten Jedi

    „Aber gerade, weil sie so viel Wert auf Dinge legen, schmerzt es, wenn man bestimmte Erwartungen hat und diese dann nicht erfüllt werden“, so Johnson weiter. „Ich nehme es also nicht persönlich, wenn ein Fan negativ reagiert und mich auf Twitter angreift. Das ist in Ordnung. Das ist meine Aufgabe, dafür bin ich da.“ Es sei nun einmal so, dass jeder Fan eine Liste von Dingen habe, die in einen „Star Wars“-Film gehören, und eine Liste von Dingen, die auf keinen Fall in einen „Star Wars“-Film gehören, und man werde wohl keine zwei Fans finden, bei denen diese Listen genau gleich sind.

    Auch die Original-Trilogie sei für George Lucas eine persönliche Sache gewesen, fuhr Johnson fort. „Lucas hat sich auch nie hingesetzt und überlegt, was für einen ‚Star Wars‘-Film die Leute sehen wollen. Ich bin mir sicher: Wenn ich ein Drehbuch geschrieben hätte, während ich darüber nachdenke, was die Fans sehen wollen, so verführerisch die Idee auch ist, dann hätte das nicht funktioniert. Mir wäre immer noch vorgeworfen worden, dass ich ‚Star Wars‘ ruiniert hätte und ich hätte noch dazu einen schlechten Film gemacht. Und das will nun wirklich niemand.“

    Rian Johnson verteidigt den Humor

    Ein Teil der Kritik an „Die letzten Jedi“ richtet sich gegen den Humor – auch wir bei FILMSTARTS sind uns nicht einig darüber, ob wir die Lacher in „Star Wars 8“ nun gelungen und, viel wichtiger, angebracht finden. Doch auch darauf hat Rian Johnson eine Antwort parat – in einem Interview mit den Kollegen von Vanity Fair.

    Humor sei einer der Gründe, warum er Filme im Allgemeinen und „Star Wars“ im Speziellen so möge, verriet Johnson. Er denke da etwa an Han, Leia und Luke, wie sie sich scherzend durch den Todesstern kämpfen. Humor habe zwar bei „Star Wars“ immer dazugehört, aber weil die Mittelteile einer Trilogie oft als düster gelten, sei es ihm wichtig gewesen, gleich zu Beginn zu signalisieren: Hier darf man auch Spaß haben! Daher also der lockere Tonfall in der Eröffnungsszene mit Poe (Oscar Isaac) und Hux (Domhnall Gleeson). Gleichzeitig sei er aber trotzdem erleichtert gewesen, dass der Humor bei der von ihm besuchten Premiere so gut angekommen sei, denn man habe „Star Wars 8“ aus Geheimhaltungsgründen nie einem größeren Testpublikum vorgeführt.

    Star Wars: Die letzten Jedi“ läuft seit dem 14. Dezember 2017 in den deutschen Kinos, ihr könnt euch also problemlos ein eigenes Bild davon machen.

     

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