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Keine Lust auf Ruhestand: Clint Eastwood will in "The Mule" einen 90-jährigen Drogenkurier spielen
Von Andreas Staben — 31.01.2018 um 14:37
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Gerade erst hat er „The 15:17 to Paris“ abgeschlossen, doch Clint Eastwood ist in Gedanken schon bei seinem nächsten Film: Bei „The Mule“ will er nicht nur Regie und Produktion übernehmen, sondern auch die Hauptrolle eines greisen Drogenschmugglers.

Warner

Seit 2012 hat Clint Eastwood nicht mehr vor der Kamera gestanden, doch wie The Tracking Board berichtet, bereitet er nun sein Schauspielcomeback vor. Der 87-jährige Altstar will in „The Mule“ als Regisseur und Produzent die wahre Geschichte des 90-jährigen Drogenkuriers Leo Sharp verfilmen und dabei auch die Hauptrolle persönlich übernehmen.

Der Weltkriegsveteran Leo Sharp war ein weltberühmter Experte für Gartenbau, doch im neuen Jahrtausend begann er nebenher für das mexikanische Sinaloa-Kartell Drogen über die Grenze zu schmuggeln, bis er 2011 von den den Fahndern DEA mit einer Ladung Kokain im Wert von drei Millionen Dollar ertappt wurde. Vor Gericht erreichte Sharps Anwalt ein recht mildes Urteil von drei Jahren Haft, indem er die Demenz seines Mandanten als mildernden Umstand anführte…

Die unglaublichsten wahren Geschichten im Kino

Der Fall Sharp geriet 2014 durch einen Artikel der New York Times in den Fokus der Öffentlichkeit und nachdem ursprünglich Ruben Fleischer („Gangster Squad“) Regie führen sollte, landete das Projekt bei Eastwood. „Gran Torino“-Autor Nick Schenk schrieb einen ersten Drehbuchentwurf, der von Dave Holstein („Weeds“) überarbeitet wurde. Weitere Details zum Team oder zur Besetzung gibt es noch nicht, aber bei Eastwood kann das alles sehr schnell gehen, zumal ihn „The Mule“ offenbar so sehr reizt, dass er nach zehn Jahren erstmals wieder die Dreifachbelastung als Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent auf sich nimmt.

Als 2008 das Redneck-Drama „Gran Torino“ in die Kinos kam, verkündete der damals 78–jährige Clint Eastwood, dass seine Darstellung des rassistischen Starrkopfs Walt Kowalski seine letzte Arbeit als Schauspieler sei. Stattdessen wollte er von da an nur noch hinter der Kamera tätig sein. Diesem Vorsatz ist er seither mit Ausnahme eines Freundschaftsdiensts für seinen langjährigen Produktionspartner Robert Lorenz, in dessen Regiedebüt „Back in the Game“ er 2012 die Hauptrolle übernahm, auch treu geblieben.

Bevor sein Schauspielcomeback in die Kinos kommt, läuft aber erst einmal Eastwoods Tatsachen-Thriller „The 15:17 to Paris“ am 19. April in Deutschland an. Der Film sorgte im Vorfeld vor allem dadurch für Schlagzeilen, dass sich die drei amerikanischen Touristen, die im Zug von Amsterdam nach Paris am 21. August 2015 einen um sich feuernden Attentäter überwältigt haben, selbst spielen.

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