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    "Avengers 3": So entschieden die Macher, welche Figuren im "Infinity War" sterben
    Von Julius Vietzen — 07.05.2018 um 19:51
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    In „Avengers 3: Infinity War“ werden zahlreiche liebgewonnene Figuren ausgelöscht. Nun verrieten die Regisseure Joe und Anthony Russo, wie sie die Opfer auswählten. ACHTUNG, SPOILER!

    Walt Disney / Marvel

    Achtung, es folgen Spoiler zu „Avengers 3: Infinity War“!

    Am Ende von „Avengers 3: Infinity War“ hat Thanos (Josh Brolin) alle sechs Infinity-Steine in seinen Besitzt gebracht. Die versammelten Helden sind nun endgültig chancenlos gegen den mächtigen Titanen und selbst Donnergott Thor (Chris Hemsworth) kann Thanos mit seiner neu geschmiedeten Axt nur schwer verletzen, ihn jedoch nicht davon abhalten, mit einem Fingerschnipsen die Hälfte des Lebens im Universum auszulöschen – darunter auch zahlreiche Helden, die den Comics-Fans im Laufe der zehnjährigen MCU-Geschichte ans Herz gewachsen sind, etwa Star-Lord (Chris Pratt) und Spider-Man (Tom Holland).

    Weil jedoch einige der größten Namen und beliebtesten Figuren – etwa Iron Man (Robert Downey Jr.) und Captain America (Chris Evans) – am Ende noch übrig sind, könnte manch einer vielleicht den Verdacht haben, dass sich Marvel und Disney bei der Auswahl der Überlebenden von wirtschaftlichen Interessen leiten ließen. Allerdings: Wie wir bereits an anderer Stelle ausgeführt haben, gibt es einen erzählerischen Grund dafür, warum ausgerechnet die Ur-Avengers am Ende übrigbleiben. Und nun versicherten auch Joe und Anthony Russo, dass es bei der Entscheidung vornehmlich um erzählerische Gründe ging.

    Die Story steht im Vordergrund

    „Joe und ich können nicht allzu sehr ins Detail gehen, weil wir nicht darüber reden werden, wie die Geschichte nun weitergeht“, schränkte Anthony Russo gegenüber Comicbook.com allerdings zunächst ein, bevor er dann erklärte: „All unsere Entscheidungen hängen mit der Geschichte zusammen. Wir greifen auf den Weg zurück, den diese Figuren zurückgelegt haben, nicht nur in diesem Film, sondern im gesamten MCU bis hierhin.“ Das sei auch der Grund, warum sie so gerne mit Marvel zusammenarbeiten würden: Dort stünden die kreativen Entscheidungen im Vordergrund und erst dann werde überlegt, wie etwas auch in wirtschaftlicher Hinsicht funktionieren könne.

    Auch den Schauspielern sei es schwergefallen, sich von ihren Figuren zu verabschieden, verriet Joe Russo noch. Die Gespräche mit den entsprechenden Darstellern seien sehr tränenreich ausgefallen, aber auch diese hätten verstanden, dass die Handlung stets wichtiger sei. „Viele von diesen Leuten haben fantastische Karrieren und wollen eine Menge Filme machen und daher machen sie zwar wie jeder andere eine Phase der Trauer durch, aber irgendwann versteht man, was es einem gebracht hat, Teil des Marvel-Universums zu sein“, führte der jüngere Russo-Bruder aus. Auch das lässt sich wohl als Hinweis verstehen, dass einige der größten Namen im Cast sich nach „Avengers 4“ neuen Zielen widmen werden.

    Keine Erlösung für Star-Lord

    So säen die Russos auch Zweifel, dass alle von Thanos ausgelöschten Figuren so einfach wieder zurückkehren: Wie sie gegenüber Comicbook.com weiter erklärten, werde der von Chris Pratt gespielte Star-Lord so schnell keine Chance haben, seinen heißblütigen Angriff auf Thanos wiedergutzumachen, der den Plan der versammelten Avengers und Guardians ruinierte. Er werde keine Fans zurückgewinnen können, so Joe Russo – „weil er tot ist“. Interessant dabei: Hier nehmen die Macher also tatsächlich das t-Wort in den Mund, anders als kürzlich die Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeely, deren Aussagen ganz einfach falsch verstanden wurden

    Tom Holland erfuhr erst am Drehtag vom Tod seiner Figur

    Ebenfalls interessant: Die besagten Gespräche mit den Darstellern wurden offenbar teilweise sehr kurzfristig geführt: Wie bereits eingangs erwähnt, ist Spider-Man unter den Figuren, die am Ende von Thanos ausgelöscht werden, und Tom Holland veranstaltet kürzlich ein Screening von „Infinity War“ zu Wohltätigkeitszwecken, nach dem er sich in einem Q&A den Fragen der Fans stellte. Dabei verriet er laut Webbed Media, dass er seine Todesszene am selben Tag drehte, an dem er überhaupt vom Tod seiner Figur erfuhr. In Hollands Fall kann man jedoch getrost davon ausgehen, dass er im Laufe von „Avengers 4“ in die Welt der Lebenden zurückkehrt, schließlich gehört er zu den neueren Darstellern im Cast und „Spider-Man: Homecoming 2“ ist bereits angekündigt.

    Welche Helden in „Avengers 4“ zurückkehren und welche Opfer dafür nötig sind, erfahren wir spätestens beim deutschen Kinostart am 25. April 2019.

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    Kommentare
    • Sentenza93
      Das mit Pratt frage ich mich schon, seitdem das Poster veröffentlicht wurde. Warum DER so gesondert?
    • Luthien's Ent
      schnick schnack schnuck?
    • g
      sie haben strohhalme gezogen
    • g
      bald kommen solo und deadpoolfreu dich schon mal drauf
    • Sky-Guy
      Weiß eig. jmd. weshalb Chris Pratt im Abspann so gesondert aufgeführt wird?Und was mich jetzt gestern beim wiederholten Ansehen des Films etwas gewundert hat: Wann wurde der Infinity Handschuh eigentlich geschmiedet? Im ersten Thor befindet sich ja ein Fake-Handschuh in Odins Schatzkammer. Dann hat aber Asgard viele Jahre lang den Schutz von Nidavellir vernachlässigt...
    • XYZ
      Boah es reicht langsam eure Seite besteht fast nur noch aus Avengers 3 ... es gibt auch andere Filme ihr braucht nicht immer über Untote Avengers schreiben!!!
    • Luthien's Ent
      Sagte ich doch, hat auch praktische Gründe. Gamora wird im Avatar-Franchise zu sehr gebraucht, Starlord ist mit Jurrasic Park & Co beschäftigt. Man will Ironman wieder die Chance für Sherlock geben. Was sonst? ;-P
    • Deliah Ch. Darhk
      In den Die Rächer CCTBs 23/24 gibt es ja so eine Storyline, in welcher die Avengers per Suizid ins Jenseits reisen, um ihre toten Kameraden zu retten.Zentrale Figur ist dabei Grandmaster, in einer wichtigen Nebenrolle sein Buddy Taneleer Tivan.Dass Tivan wegen Orb und Äther ins MCU eingeführt wurde macht für sich alleine Sinn. Bei einer so ikonischen Figur wie Grandmaster stellt Ragnarök aber fast schon eine Beleidigung dar, wenn er nur dafür gebraucht wurde. Deswegen denke ich, die Wahrheit liegt zwischen den Zeilen.Alternativ könnte natürlich auch das Multiversum greifen und uns alter Egos toter Helden zeigen. Der Doc Strange einer alternativen Zeitlinie in welcher andere Helden überlebten könnte seine Realität mit unserer verschmelzen. Hat er im Gruppe X CCTB so etwa um Nr 18 gemacht.Wenn Quill tot ist, sind alle Verwehten tot. Bleibt es bei der Aussage, alle Tode seien von permanenter Dauer, böte Letzteres die Hintertür.
    • Fuxal
      Ich bin sicher das beide Figuren am Leben bleiben. Das Team der GotG funktioniert zu gut um dies gute Mischung bereits nach zwei Teilen wieder aufzugeben.
    • MarvelFan
      Naja also selbst wenn die Russos sagen das wer tot ist, würde ich das immer noch mit Vorsicht genießen. Behaupten können Sie schließlich alles, wirklichen sehen werden wir es erst nächstes Jahr ( aber zur Äußerung über Starlord, sie können schlecht Gamora und Dtarlord Lord umbringen, sonst würde sich deren Fangemeinde um die Hälfte dezimieren, also einer der beiden wird auf jeden Fall wieder kommen).
    • Sentenza93
      Nächstes Jahr sind wir schlauer. :D
    • WhiteNightFalcon
      Solche Star-Verquatscher würde ich die nächsten Monate mit Vorsicht genießen. Bei Marvel weiß man mit Sicherheit, dass die Fans vor Neugier platzen. Das dürfte schlimmere Züge annehmen, als nach Star Wars 7. Von daher absolut denkbar, dass man zur guten alten Methode greift: Gezielte Falschaussagen und Desinformationen. Auch bei den Trailern erwarte ich mir wieder solche Kniffe, wie bei Avengers 3.
    • WhiteNightFalcon
      Mist, ich hätte gewettet, die haben als Ausleseverfahren mit Dartpfeilen auf Fotos geworfen, jeden auf die Abschussliste gesetzt, der ne Gehaltserhöhung wollte etc... 🤔Wenn die Aussage der Russos 1:1 übersetzt wurde, kann das einfach heißen, dass man mit Starlord noch größere Pläne in späterer Zeit hat, um seine Fehler wieder auszubügeln - bei Guardians 3 isser ja wieder dabei. Wir wissen ja noch nicht was nach Avengers 4 generell auf uns wartet.Die Aussagen der Russos würde ich eh mit Vorsicht genießen. Die Jungs haben uns bei den Trailern zu Avengers 3 an der Nase rum geführt, von daher traue ich ihnen die nächsten Monate auch gezielte Falschaussagen zu, rein um uns davor zu schützen, dass wir zuviel wissen.Die Wahrheit ist irgendwo da draußen, wie es bei Akte X so schön heißt, bzw lauert schön abgesichert auf den hermetisch gesicherten Computern von Marvel.
    • Deliah Ch. Darhk
      ... so schnell keine Chance ... bedeutet ja nun nicht 'niemals'. Also abwarten und Mojitos trinken. Nächstes Jahr sehen wir mehr.BtwWenn Stans Verquatscher 'alle in einer riesigen Massenszene' kein Bluff war, gibt es nur zwei Möglichkeiten:1. Alle toten Helden kommen zurück, oder2. müssen sie sich alle im Jenseits treffen.Ein Flashback scheidet zwangsläufig aus, da auch Janet Van Dyne dabei sein soll, und die konnte wg ihrem Aufenthalt im Mikrokosmos noch keinem Avenger begegnen.
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