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    James Bond: 007 wird niemals eine Frau sein
    Von Monique Stibbe — 08.10.2018 um 11:40
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    Nachdem sich Daniel Craigs Karriere als Bond mit „Bond 25“ dem Ende neigt, gibt es immer wieder Spekulationen darüber, wer seine Nachfolge antreten könnte. Laut den Bond-Verantwortlichen wird Bond aber eines nie sein: weiblich.

    Universal Pictures Germany

    Die verantwortliche Produzentin hinter den James-Bond-Filmen, Barbara Broccoli, setzt den andauernden Spekulationen um eine potenzielle Bond-Darstellerin ein Ende. Nachdem schon Idris Elba die Gerüchte, er könnte der nächste 007-Agent werden, im Keim erstickte, stellte Broccoli im Gespräch mit The Guardian nun klar, dass James Bond niemals und unter keinen Umständen weiblich sein werde.

    Auch im Zeitalter der Diversität, in der selbst der Doktor aus „Doctor Who“ ab der neuen Staffel erstmals von einer Frau verkörpert wird, weichen die Bond-Macher also nicht von der Tradition ab. Laut Barbara Broccoli hat das auch einen ganz bestimmten Grund: „Bond ist männlich. Er ist ein männlicher Charakter. Er wurde als Mann geschrieben und ich denke, er wird auch ein Mann bleiben.“

    Starke weibliche Figuren schaffen

    Barbara Broccoli fährt weiter fort, dass es gut sei, dass Bond ein Mann bleibt. So sollten männliche Charaktere nicht in weibliche umgewandelt werden, sondern vielmehr starke weibliche Figuren geschaffen und die Handlung so gestaltet werden, dass diese zu den weiblichen Charakteren passt.

    Mit dieser Meinung steht die Bond-Verantwortliche nicht allein da. Auch Rosamund Pike, die in „James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag“ ihren ersten großen Auftritt in Hollywood hatte, teilt diese Ansicht. So fragte sie sich im April dieses Jahres in einem Interview bei den Kollegen von Uproxx, warum eine Frau nur quasi nur als zweite Wahl herhalten sollte? Warum sollte ein männlicher Charakter auf einmal von einer Frau verkörpert werden? Warum kann man nicht eine knallharte weibliche Agentin erschaffen?

    Laut Pike gibt es in dem James Bond-Charakter von Ian Fleming nichts, das einer Frau ähnelt. „Er ist eine sehr maskuline Kreation. Also erschafft eine knallharte und unangepasste Agentin und ja, ich werde sie spielen.“

    Auch der Zeitgeist lässt James Bond nicht unberührt

    Obwohl der Doppelnull-Agent James Bond ein Produkt der 1950er Jahre ist, räumt Barbara Broccoli ein, dass auch Bond sich ändern wird und sich ohnehin auch schon geändert hat. So soll der Charakter weiter von dem sexistischen Mann, der in den 1950ern von Ian Fleming geschaffen wurde, entfernt und der Gegenwart angepasst werden.

    „Schaut euch an, wie sehr sich die Welt verändert hat. Ich finde, Bond hat in den letzten Filmen eine gewisse Verwandlung durchlebt. Ich habe versucht, meinen Teil dazu beizutragen und ich denke, besonders in den Filmen mit Daniel [Craig] sind die Streifen viel aktueller in Bezug auf die Art, wie Frauen angesehen werden, geworden.“ Dennoch gibt Barbara Broccoli zu, dass einige Dinge so tief in der Figur James Bond verankert sind, dass sie sich vielleicht nie ändern werden.

    Wie ist der aktuelle Stand von "Bond 25"?

    Im nächsten noch nicht weiter betitelten Bond-Abenteuer „Bond 25“ ist Daniel Craig in seinem fünften aber vermutlich auch letzten Auftritt als 007 zu sehen. Nachdem sich die Bond-Macher aufgrund kreativer Differenzen vom ursprünglichen Regisseur Danny Boyle trennten, übernahm nun „True Detective“-Regisseur Cary Fukunaga den Posten. In Deutschland soll „Bond 25“ am 13. Februar 2020 in den Kinos starten.

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    Kommentare
    • WhiteNightFalcon
      Das Schöne an Brosnan war, er hatte eigentlich von allen seinen Vorgängern etwas.
    • WhiteNightFalcon
      Wobei Connery - so sehr ich ihn mag - overhyped ist. Selbst er wirkte bei ner Standpauke von M teilweise wie ein kleiner Junge.Craig ist an Kaltschnäuzigkeit dagegen nicht zu überbieten. Bricht bei M Zuhause ein, missachtet konsequent ihre Befehle, verschwindet einfach mal Monate von der Bildfläche.Ähnliches gabs davor nur bei Lazenby:Moneypenny: Kündigung bei wem?Bond: Ihrer Majestät Secret Service. Und legen sie den Wisch diesem Denkmal da drinnen vor.Und Timothy Dalton:Dann kündige ich meine Mitgliedschaft.
    • Rockatansky
      Genau. Ich mochte Brosnan immer ganz gerne, weil Er irgendwie was von allen hatte. Immer sehr schön die Szene, in dem Er mit einem Panzer druch 'ne Mauer fährt und danach Seine Krawatte richtet.
    • Der Eine vom Dorf
      Aber definitiv verläuft die Linie auch für mich zwischen beiden Geschlechtern. 😉
    • Ralf Maeder
      Nicht dass ich das Thema James Bond so aufregend finde, aber es ist erfreulich, dass dann doch einige Kultfiguren sich gegen den Genderfleischwolf behaupten.
    • Gravur51
      Connery war wirklich gut, in seinen Spitzenbonds.. muss ich so sagen, auch wenn ich nicht auf so alte Filme stehe. Aber er schien seiner Zeit immer irgendwie voraus. Aber ich bin absolut fan von Craigs erster Bond-Charakterisierung, und finds etwas schade, hat man ihn in den letzten 2 Filmen so sehr verändert. Da hätte man durchaus eine andere, authentischere Route gehen können, denke ich.
    • Bruce Wayne
      Naja - theoretisch ist Connery wohl der Ur-Bond. Aber dennoch ist mir Daniel Craigs Portät in Casino lieber.
    • Bruce Wayne
      ...weil man ihre Screentime nicht richtig genutzt hat.
    • g
      Warum sollte ein männlicher Charakter auf einmal von einer Frau verkörpert werden? Warum kann man nicht eine knallharte weibliche Agentin erschaffen?xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxganz genau
    • WhiteNightFalcon
      GoldenEye.... 😉
    • Deliah C. Darhk
      Oh ja! Mittlerweile wirst Du fast schon zum Fascho erklärt, wenn Du SJWs SJW nennst.Diffamieren en masse als Stilmittel ihrer Durchsetzung, aber dann ein Seelchen aus Glas. *klirr*
    • Jimmy v
      Genau!Anders gesagt: Es gibt für viele Figuren rote Linien, wenn man diese neu interpretieren will. Bei Bond verlaufen die aber imho nicht bei Hautfarbe oder Ethnie. Bei anderen Figuren aber sicher schon.
    • Jimmy v
      Der Fairness halber muss man aber einfach mal sagen, dass dieser ganze Hintergrund zu Bond in den Filmen bisher so gut wie gar keine Rolle gespielt hat. Wenn ich mich recht entsinne, wurde das nur in Skyfall mal angedeutet - und darüber haben sich gleich wieder viele Leute beschwert. Bond sollte für die meisten immer ein Archetyp sein. Wie dieser verkörpert wird, darauf kommt es an.Ich fände einen schwarzen Bond einfach deswegen plausibel, weil es im UK nun einfach einen Haufen schwarze, charismatische Männer gibt.
    • Unknown user
      Die Sprüche von M waren echt gut da lache ich heute noch drüber wenn ich mir die alten Brosnan Filme anschaue. Gab es nicht noch das Zitat ,,Sie sind ein Relikt des kalten Krieges ?.
    • Gravur51
      Das schon, nur ist sie bisher ein sehr eindimensionaler Charakter.
    • The_Lavender_Town_Killer
      Anya Amasova war nur auf dem Papier eine starke Frauenfigur. Barbara Bachs nicht vorhandenen Schauspielkünste und Ausstrahlung eines Pappkartons übertrugen dies ganz sicher nicht auf die Leinwand (von der mangelnden Chemie mit Aldi-Bond Moore ganz zu schweigen)
    • Gravur51
      Mir auch. Was meinst du ist technisch nicht korrekt?
    • GoodGuyGoneWrong
      wäre doch zu schön wenn bond von einer lesbischen afroamerikanerin verkörpert würde. das wäre gleich ein doppelbrett für ian fleming, bekanntermaßen ein sexist und rassist.
    • Bruce Wayne
      Geht mir genau so. Tatsächlich ist der Bond aus Casino Royale für mich so ziemlich das Maß aller anderen Filme geworden. Ich weiß, das ist technisch gesehen nicht ganz korrekt, aber mir persönlich hat diese Version am besten gefallen.
    • Fa B
      James Bond ist aber kein Amerikaner ...
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