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    Die meisten Netflix-Nutzer wollen kein Disney+
    Von Christian Fußy — 11.10.2019 um 10:35
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    Eine Studie des Investmentunternehmens Piper Jaffray besagt, dass nur ein kleiner Teil der Netflix-Nutzer bereit ist, sich zusätzlich zu Netflix noch Disney+ zuzulegen oder gar den Anbieter zu wechseln.

    Disney / Netflix

    Disneys Ambitionen, dem Streaming-Platzhirsch Netflix mit der eigenen Plattform Disney+ das Revier streitig zu machen, scheinen bisher nicht so zu fruchten, wie es sich das Unternehmen vielleicht vorgestellt hat.

    Mit einem Kampfpreis von 6,99 Dollar bzw. Euro pro Monat im Vergleich zu Netflix‘ Standard-Abopreis von 11,99 im Monat (das Basis-Paket ohne HD ist bereits für 7,99 Euro erhältlich) hat Disney+ zwar im Preisvergleich die Nase vorn und mit exklusiven „Star Wars“- und Marvel-Serien auch gleich zum Start das namhaftere Angebot, die meisten Netflix-Kunden scheinen aber trotzdem kein Interesse an dem Dienst zu haben.

    Wie das Finanzunternehmen Piper Jaffray durch eine Studie in Erfahrung gebracht hat, planen nur rund 28 Prozent der 1.500 befragten Netflix-Abonnenten, einen Vertrag mit Disney+ abzuschließen. Von diesen 28 Prozent will die überwältigende Mehrheit dann auch nicht wechseln, sondern beide Streamingdienste parallel nutzen, wie Analyst Michael Olson von Piper Jeffrey klarstellt.

    Noch ein bisschen düsterer sehen die Prognosen für den neuen Netflix-Konkurrenten aus dem Hause Apple aus, der mit 4,99 Euro im Monat preislich sogar noch attraktiver daherkommt. Nur 23 Prozent aller Netflix-User äußerten die Absicht, sich den Streamingdienst Apple TV+ zulegen zu wollen.

    Netflix unangefochten

    Netflix muss also keine Angst haben, dass ihnen die Nutzer in Richtung Apple oder Disney davonlaufen. Stattdessen zeigt sich deutlich, dass diejenigen Netflix-Kunden, die die Angebote der neuen Dienste nutzen wollen, nicht vorhaben, dafür ihren bestehenden Vertrag zu kündigen.

    Dass rund 75 Prozent der Netflix-Kunden allerdings von vornherein überhaupt kein Interesse an den neuen Plattformen zu haben scheinen, dürfte vor allem Disney-Chef Bob Iger einen herben Schlag in die Magengrube verpassen. Hat der doch erst im Sommer dieses Jahres angekündigt, die Plattform sei das wichtigste Produkt der Firma seit seines Amtsantritts. Beim Investorengespräch im August versprach Iger zudem eine umfassende Marketingkampagne mit schier endlosem Potenzial (Link zum Dokument).

    Disney+ wird man hierzulande voraussichtlich Anfang 2020 nutzen können, Apple geht bereits am 1. November mit seinem Streamingdienst Apple TV+ an den Start.

    Netflix-Preise 2019: Das zahlen Kunden in Deutschland nach der Preiserhöhung

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    Kommentare
    • Tobias D.
      Ich könnte eher auf Netflix verzichten, weil bis auf Brooklyn Nine-Nine, Star Trek Discovery und Carmen Sandiego habe ich momentan nicht viel. Amazon hat mehr, was mein Interesse weckt. Beide werden aber von meinem Vater gezahlt, da es fürddie ganze Familie ist. Disney+ zahle ich entweder selber (bzw. mit meinem Bruder) oder wenn möglich mit einem Kumpel.
    • Tobias D.
      Er spricht ja gerade von den ganzen News, die davon berichten, dass ein MCU-Film von Netflix verschwindet.
    • Tobias D.
      Den Erwachsenencontent will Disney ja bei Hulu anbieten, wofür es auch (zumindest in Amerika) Kombi-Abos gibt. Für Europa wäre erstmal interessant, wann Hulu hierhin kommt. Disney hatte sich ja bereits dafür ausgesprochen.
    • Swythe
      Naja, Disney hat gewissermaßen den Nachteil, dass ihre Sachen schon mit großen Hype im Kino laufen und viele Leute die Streifen schon längst gesehen haben, wenn sie auf Disney+ starten. Kommt halt darauf an, ob die ihr gewünschtes Klientel mit ihren Eigenproduktionen erreichen. Generell finde ich das Angebot bei Netflix recht vielfältig und ich finde es auch gut, dass da nicht alles familiengerecht sein muss.Im Moment würde ich mir jetzt auch kein Disney+ holen.
    • CineManiac94
      Du redest Unsinn. Außerdem abwarten, was Disney aus seiner Streaming-Plattform machen wird. Man wird sehr wahrscheinlich nicht darum herum kommen.
    • Defence
      Wie Greek schon schrieb, hat Disney durch die ganzen angehäuften Marken ein enormes Pfund in der Hinterhand, was richtig zum tragen kommt, wenn es exklusiv auf Disney+ verfügbar ist und eben nicht mehr z.B. auf Netflix zu finden sein sollte.Aktuell reizt mich Disney+ auch null, weil deren Zugpferde Marvel und SW allgemein gesehen nicht so mein großes Interesse sind. Ich schaue die Filme, egal ob MCU o. SW, aber könnte salopp gesagt auch drauf verzichten im Falle des Falls.Vieles wird zumindest für mich persönlich aber auch davon abhängen, ob und inwieweit Disney sein aktuelles Image als Familienfreundliches Unternehmen mit nur diesen entsprechenden Inhalten aufrecht erhält, kurz gesagt, absolut keinen erwachsenen Content anbieten will.Gestern erst wieder zufällig was über den Systemkrieg in den 80er Jahren beim Videoformat gelesen (VHS; Betamax, Video2000). VHS setzte sich auch gerade deswegen durch, weil die Konkurrenz sich verweigerte, Content der Pornoindustrie anzubieten bzw Pornovideos kategorisch ausschloss, während JVC, das Unternehmen, was VHS entwickelte, diesbezüglich wesentlich pragmatischer war und dies im Systemkrieg den Ausschlag für den Siegeszug des VHS-Ssytems gab.Disney sollte aus der Geschichte lernen und nicht den Fehler von Sony und Co wiederholen, indem man beim eigenen Streamingdienst ausschliesslich familienfreundlichen Content anzubieten gedenkt.
    • Sentenza93
      Abwarten, wenn der Kram an den Start geht. Dann sehen diese Zahlen plötzlich ganz anders aus.
    • greekfreak
      Wenn Mr.Mouse demnächst seinen ganzen Kontent von Netflix abzieht um ihn auf seinen eigenen Plattformen (Sprich: Disney + und Hulu) zu streamen,reden wir wieder.FYI: Disney gehört nach der Fusion mit Fox ein gigantischer Haufen von IP´s.Angefangen von den ganzen Hausmarken über Pixar,Star Wars,Marvel,diverse Produktionen von Studios wie Touchstone (die ganzen Bruckheimer Produktionen wie Beverly Hills Cop oder 80er Klassiker wie Pretty Woman oder Good Morning Vietnam etc. etc.) ABC TV (die haben ein gigantisches Portfolio von bekannten TV-Serien),20th Century Fox (Alien,Predator,Die Hard und sehr viele Klassiker aus den 50ern,60ern,70ern. etc.) Fox Searchlight (die ganzen Oscar-Bait Sachen),Fox TV und FX-TV mit so Sachen wie Akte X,Ray Donovan,Archer etc. plus National Geographic und ihr gigantisches Archiv an Dokus.Und das ist bei weitem nicht alles.Die werden natürlich nicht so blöd sein und Netflix Lizenzrechte dafür geben.
    • WhiteNightFalcon
      Grundsatzregel:Glaube keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast! Muss zugeben, an mir geht dieser Streaminghype bisher zu 100% vorbei.
    • Fa B
      Ich glaube du verwechselst etwasNein.
    • DanielU
      Ich glaube du verwechselst etwas. Die billigen Marvel Serien von Marvel Entertainment/ Netflix mit den kommenden teuren Marvel Studios Serien.Ps: Auf Netflix gibt es fast keine MCU Filme. Wird also kein grosser Verlust für Netflix.
    • DanielU
      Jaja Filmstarts. Es gibt Studien die sagen was anderes. Allein das Angebot für Kinder, wird bei Netflix verschwinden. 70% der Netflix Menschen die Kinder haben, sind bereit zu wechseln ( war auch eine Studie ). Abgesehen davon, wartet ab, bis alles auf Netflix verschwunden ist ( FOX, Warner Brothers, HBO, Marvel, StarWars oh sorry die Liste ist unendlich...).
    • Fa B
      Netflix muss also keine Angst haben, dass ihnen die Nutzer in Richtung Apple oder Disney davonlaufen.Dann brauchen wir ja ab jetzt auch keine News mehr, die suggerieren, als wäre jeder Marvel Abgang bei Netflix eine humanitäre Katastrophe ;)
    • dc_icon_comics
      75% ? Das ist schon viel..aber Ist auch kein wundern. Wer will sogenannteFamilienfreundlich Company Streaming Service ständig benutzen 😈Aber abwarten und Käsekuchen naschen 😂😂😂😂
    • Jimmy Conway
      Yo, die Profitgier steht auch nur Disney ins Gesicht geschrieben. Alle anderen sind ja sooo bescheiden (Warner, Sony, McDonald's, VW etc.) Du bist echt ein Kenner :-)
    • Jimmy Conway
      Leider komme ich alleine wegen The Mandalorian nicht um Disney+ herum.Filme interessieren mich weniger. Die Disney Klassiker und Filme, die mich interessieren, besitze ich auf BD.
    • Cirby
      Ist eigentlich logisch. Die Plattformen sind ja noch nichtmal online, das Angebot mehr als überschaubar. Aber dieses wird wachsen. Es werden Filme und Serien kommen, die sich keiner entgehen lassen will. Auf lange Sicht wird Netflix schon eine ebenbürtige Konkurrenz haben.Und 28% finde ich für den Anfang richtig gut. Es kann ja bislang noch nicht mit überragend neuen Inhalten geworben werden.
    • Kay Krause
      Ich werde mir Disney+ holen, alleine für den Star-Wars-Content, der mich tatsächlich interessiert. Gerade The Mandalorian oder die Cassian-Serie stehen bei mir, trotz wenig bis keinem Bildmaterial hoch im Kurs.Netflix wird trotzdem behalten, zumal ich eh nur im Account meines Bruders eingeklinkt bin. Könnte da am ehesten auf Amazon Prime verzichten, wenn nicht Mr. Robot und Jack Ryan wären ...
    • Rockatansky
      Naja, erst mal den Start abwarten. Im Moment scheint es ja auch ein wenig hip zu sein, Disney nicht zu mögen. Ich werde ebenfalls Netflix treu bleiben. Das liegt aber nicht daran, dass mir der derzeitige Kurs Disneys ziemlich auf den Sender geht, sondern weil mir schlicht und einfach der Content relativ egal ist. Das ganze Marvelzeuch steht mir bis Unterkante Oberlippe, Star Wars ist durch Disney für mich nun so interessant geworden, wie eine Busfahrt durch Bielefeld und die Disneyfilme die sehenswert sind, haben wir im Schrank. Würde man von diesen strikten wir sind familienfreundlich, aber sowas von! abrücken und bspw. eine neue Daredevil-Staffel o. ä. zur Verfügung stellen, sähe die Sache schon ganz anders aus.
    • Dennis Beck
      *Grins* Ist Disney echt so naiv? Die Profitgier des Studios ist einfach nur beschämend.
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