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    Erste Stimmen zum "Shining"-Sequel "Doctor Sleep": Die beste King-Verfilmung seit "Die Veurteilten"? [UPDATE]
    Von Nina Becker — 28.10.2019 um 12:43
    Aktualisiert am 28.10.2019 um 22:12
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    Die „Shining“-Fortsetzung „Doctor Sleeps Erwachen“ läuft zwar erst ab dem 21. November 2019 in den deutschen Kinos und eine richtige Kritik gibt es noch nicht, erste Reaktionen aber schon – und die klingen (größtenteils) vielversprechend...

    Warner Bros.

    Die ursprüngliche Nachricht vom 28. Oktober 2019, 12.45 Uhr wurde am 28. Oktober, 17.40 Uhr um ein ergänztes Update erweitert. Dieses befindet sich an passender Stelle in der Nachricht.

    Die Stephen-King-Verfilmung „Doctor Sleeps Erwachen“ wurde erstmals der Presse gezeigt. Während viele internationale Kollegen von dem Sequel zu „Shining“ fast durchweg begeistert sind, sieht FILMSTARTS-Redakteur Tobias Tißen das Ganze kritischer. Aber lest selbst...

    Nostalgie, Spannung und Mystery

    Für Scott Menzel, Chefredakteur von We Live Entertainment, ist „Doctor Sleep“ die beste Stephen-King-Verfilmung seit „Die Verurteilten“, wie er auf Twitter nach Sichtung des Thrillers verkündet. Er spricht von der perfekten Kombination aus Nostalgie, Spannung und Mystery:

    Bedenkt man, dass „Die Verurteilten“ mit Morgan Freeman und Tim Robbins von 1994 seit Jahren die berühmte IMDb-Liste der 250 besten Filmen aller Zeiten anführt, schraubt das die Erwartung an „Doctor Sleep“ natürlich direkt in die Höhe.

    Auch Heather Wixson, Redakteurin bei Daily Dead, ist begeistert von Mike Flanagans („Spuk in Hill House“) neuem Film. Für sie ist „Doctor Sleep“ die besten King-Verfilmung 2019...

    ... und das will was heißen, schließlich bekamen wir dieses Jahr mit unter anderem „ES 2“ und „Friedhof der Kuscheltiere“ sowie Netflix' „Im hohen Gras“ bereits einige King-Adaptionen zu sehen.

    Ein brillanter Liebesbrief an Stanley Kubricks "Shining"

    „Doctor Sleep“-Regisseur Mike Flanagan tritt mit seiner Arbeit in große Fußstapfen. Immerihin wurde „Shining“ 1980 von Großmeister Stanley Kubrick („Eyes Wide Shut“, „2001: Odyssee im Weltraum“) auf die Leinwand gebracht. Doch Flanagan scheint viel richtig gemacht zu haben.

    So schreibt der Kritiker Jason Grober, dass er in „Doctor Sleep“, dessen kompletter deutscher Titel übrigens „Stephen Kings Doctors Sleeps Erwachen“ lautet, einen brillanten Liebesbrief an „Shining“ von Kubrick sieht und Flanagans Film in seinen Augen perfekt an alles, was gewesen ist, anschließt.

    Auch Slash Film-Autor Jacob Hall lobt Flanagans Regie-Arbeit: „Das ist nicht nur ein Sequel zu „Shining“, es ist eine Antwort darauf.“ Außerdem betont er, wie mutig und richtig es gewesen sei, dass der „Doctor Sleep“-Macher gar nicht erst versucht habe, wie Kubrick zu sein, sondern an seinem eigenen Stil festgehalten habe.

    Lob für starke Besetzung

    Doch nicht nur Mike Flanagan wird in den höchsten Tönen gelobt. Auch die Hauptdarsteller Rebecca Ferguson („Greatest Showman“) und Ewan McGregor („Trainspotting“) dürfen sich über viel Positives freuen. So schreibt JoBlo-Chefredakteur Paul Shirey, Ferguson dürfe sich „in die lange Reihe unvergesslicher Stephen-King-Bösewichter einreihen, bei denen man nicht anders kann, als sie zu lieben“.

    Und Collider-Autorin Haleigh Foutch würde am liebsten direkt Teil eines neuen „Rececca-Ferguson-Kults" werden:

    Update: Gute Fortsetzung oder nicht?

    Auch FILMSTARTS-Redakteur Tobias Tißen hatte inzwischen die Gelegenheit, „Doctor Sleeps Erwachen“ zu schauen. Dabei kann er bei seiner Kurzeinschätzung auf Twitter so manche positive Worte der Kollegen zwar unterstreichen, kommt unterm Strich aber zu einem negativeren Fazit:

    Darum geht’s in "Doctor Sleep"

    Danny Torrance (Ewan McGregor) ist mittlerweile erwachsen und hat nach wie vor die Fähigkeit die Gedanken von anderen Menschen zu lesen und Visionen der Vergangenheit und Zukunft sehen - er besitzt das zweite Gesicht.

    Seine Gabe nutzt er bei seiner Arbeit in einem Hospiz, wo er Sterbenden kurz vor dem Tod Trost spendet. Das Mädchen Abra Stone (Kyliegh Curran) hat die gleiche Kraft wie er. Zusammen wollen sie gegen die Sekte des „wahren Knoten“ vorgehen, deren Mitglieder sich von der Lebenskraft toter Kinder ernähren.

    Ob die „Shining“-Fortsetzung tatsächlich so gut ist, wie die ersten Stimmen hoffen lassen, könnt ihr in einigen Wochen selbst feststellen: „Doctor Sleeps Erwachen“ läuft ab dem 21. November 2019 deutschlandweit im Kino.

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    Kommentare
    • TresChic
      Nein. Selbst Stephen King hasst ihn und er sagt, nachvollziehbar, dass es mit seinem Buch nichts zu tun hat. Ich fand den Film auch sehr schlecht. Die guten Kritiken sind eher der Performance von Jack geschuldet. Es waren damals einzelne Szenen, die als Kult galten. Der Film selbts hat mit King nichts zu tun und ist als Solches auch nicht gut.
    • Rockatansky
      Habe Ihn wie gesagt erst vor 2 Tagen nach langer Zeit mal wieder gesehen (gibt's derzeit bei amazon prime für lau). Fand Ihn immernoch ziemlich atmosphärisch. Das einzige was mich tatsächlich etwas gestört hat, war der Score. Der erinnert (an manchen Stellen) irgendwie an alte Gruselschinken aus den 50ern. Das war damals sicher nostalgisch, wirkt heute aber sehr altbacken. Ansonsten gibt's eigentlich nur zu sagen, als Horrorfan sollte man Shining definitiv gesehen haben. Allein schon aufgrund der popkulturellen Referenzen. Also ein klares Ja.
    • MaxPowers
      Also interstellar war richtig gut
    • Rockatansky
      Hörbücher von David Nathan gelesen gehen sowieso immer.
    • Flo
      im Buch wird aber auch beschrieben, warum Torrance eine neue Arbeitsstelle sucht ... er war Lehrer, Alkoholkrank, hat einen Schüler verprügelt, hat auch einmal seinen Sohn verprügelt (das wird sogar im Film erwähnt). Das er also schon von Anfang an nicht ganz richtig im Kopf war, ist eine durchaus zulässige Interpretation. Was Stephen King in Wirklichkeit für Probleme mit dem Film hatte, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben, denn er ist extrem gut und würdigt seine Vorlage.
    • Ilse Müller
      Ne, bei Es 2 waren die Twitterreaktionen überwiegend verhalten bis negativ.
    • Ilse Müller
      Mich hat bei dem Film am meisten gestört, dass das Shinning nie wirklich erklärt wurde und mMn auch für den Film ziemlich irrelevant war. Gut, der Hausmeister hat dazu etwas gesagt und wollte ihm dann SPOILER zur Hilfe kommen aber wurde gleich bei seiner Ankunft umgebracht was ich insgesamt einen ziemlich sinnlosen Handlungsstrang fand.Jedenfalls hätte man das Shinning auch weglassen und zeigen können, dass Danny die ganzen Dinge in dem Haus einfach deshalb sehen kann weil eine dunkle Kraft in dem Gebäude steckt.
    • Bruce Wayne
      Es 2....unschöne Erinnerungen kommen hoch, die ich fast wie die Figuren des Filmes zu vergessen geglaubt hatte.
    • Rockatansky
      Ich guck ihn just in diesem Moment. Die Diskussion hat mir irgendwie Bock drauf gemacht (Prime sei Dank!). Trotz aller Kritik, bleibt es (mal vom Buch losgelöst) ja noch ein echt atmosphärischer Horrorfilm!
    • isom
      Der fehlende Erlösungsbogen hat mich immer am meisten gestört.
    • Saints ofchaos Deluxe
      Vor kurzem erst nahm ich die Geschichte nochmal per Hörbuch wahr. Ums es kurz zu machen: Harry Potter und der Halbblutprinz ist dagegen eine 1:1 Umsetzung des Buches. Hauptsächlich in der Finalen Schlacht!
    • Saints ofchaos Deluxe
      Auwaia! Abra Stone ist nicht seine Kollegin, sondern ein Kind welches mit ihm Kontakt aufnimmt.Jack Torrance hatte nicht das Shining! Ja er konnte die Geister des Overlook sehen, oder DAS Overlook (?!) aber das war es auch. Übrigens konnte Wendy auch die Geister sehen- zumindes in der Aufzugszene die Partyluftschlangen ( Buch).Tipp: wenn selber lesen zu schwer umsetzbar - Hörbuch von David Nathan schafft Informationsabhilfe auch beim Autofahren.
    • Gravur51
      Ich fand den Roman nicht gut.
    • Cirby
      Jack hat das zweite Gesicht? Jedenfalls nicht in Shining. Den habe ich kürzlich gesehen.
    • Dennis Beck
      Ich habe den Film erst gestern wieder gesehen und genau das ist mein Hauptproblem.
    • Dennis Beck
      Doctor Sleep ist ein solider Horror-Thriller mit Stärken (die Darsteller, vor allem Rebecca Ferguson als Bösewicht; Bilder und Score) und Schwächen (große Teile der Story)War klar! Optik bekommt Hollywood in vielen Fällen noch hin, aber die Filmindustrie hat ein akutes Drehbuch-Problem. Wobei ich einige Stimmen vernommen habe, dass der Roman jetzt auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Oder? Und bitte, nennt das Kind nicht mehr beim deutschen Namen.
    • Gravur51
      Ah, kaum seh ich daas twitter logo könnt ich wieder kotzen. Der Regisseur ist gut aber ich glaube und lese gar nichts von dieser hipster Plattform.
    • Sentenza93
      Nicholson's Figur wirkt schon am Anfang des Films nicht wirklich normal, sondern durchgeknallt. Das ist der Punkt. Originalzitat von King: Der ist von Anfang an verrückt wie eine Schei*hausratte. :DDa wäre wirklich ein Jedermann schöner gewesen als Larger-Than-Life-Nicholson. Kann King da schon verstehen. Weil dann eben auch der Wandel, der Absturz umso tragischer ist.Von Blade Runner 2049 war ich damals auch positiv überrascht.
    • Rockatansky
      Das Problem für King war ja damals, dass es bei Shining immer mehr um das pure Böse aus dem Overlook-Hotel ging. Es ist also im Grunde ehr ein Hounted House Roman. Torrance wird erst durch das Hotel nach und nach verrückt. Im Film stellt man Ihn in den Mittelpunktunkt und bekommt direkt zu Beginn schon dass Gefühl, das Torrance schon gestört ist und Er so eben weniger Entwickelung durch macht.Bei Dr. Sleep dreht sich von Anfang an die Geschichte um Danny und sein Shing.Dazu ist McGregor natürlich auch nicht Jack Nicholson... ;)
    • HalJordan
      Naja, diese Over-the-Top-Performance gab es ja erst gegen Ende des Streifens. Und in diesem Fall fand ich das gar nicht so störend. Shining ist einer der besten (Horror-)filme überhaupt.Ich bin gespannt, ob Doctor Sleep tatsächlich da mithalten kann. Im Ideallfall wird das Ergebnis ähnlich vielversprechend ausfallen, wie bei Blade Runner 2049. Da wäre ich ebenfalls nicht davon ausgegangen das Niveaus von Scotts Klassiker zu halten oder gar überbieten zu können. Kubricks-Streifen ist schon eine große Hausnummer.
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