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    Ist Arthur überhaupt der echte Joker in "Joker"? Das sagen Joaquin Phoenix und Todd Phillips
    Von Julius Vietzen — 08.11.2019 um 16:45
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    Laut einer populären Fantheorie, die seit dem Kinostart von „Joker“ diskutiert wird, ist der von Joaquin Phoenix gespielte Arthur Fleck gar nicht der Joker aus dem Titel, sondern nur die Inspiration dafür. Was sagen die Filmemacher eigentlich dazu?

    2019 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved. TM & © DC Comics / Niko Tavernise

    Achtung, dieser Text enthält Spoiler zu „Joker“!

    Dass in „Joker“ nicht alles so ist, wie es scheint, wird schon während des Films deutlich: So stellt sich etwa heraus, dass Arthur (Joaquin Phoenix) sich die Beziehung mit Nachbarin Sophie (Zazie Beetz) nur eingebildet hat und die Szenen, in denen man sie scheinbar gemeinsam gesehen hat, nur seiner Fantasie entsprungen sind.

    Und mit der allerletzten Szene des Films eröffnet Regisseur Todd Phillips dann auf einmal noch die Möglichkeit, dass nicht nur die Beziehung mit Sophie, sondern gleich alles, was wir in den knapp zwei Stunden davor gesehen haben, nur Arthurs Fantasie entsprungen ist. In dieser Szene sehen wir den Joker nämlich in Arkham eingesperrt im Gespräch mit einer Therapeutin oder Betreuerin.

    Gibt es noch einen zweiten Joker?

    Doch Moment mal: Kann man Arthur überhaupt ohne Weiteres als Joker bezeichnen? Bereits seit Kinostart diskutieren Fans auch noch über eine dritte Möglichkeit: Was ist, wenn Arthur zwar die Hauptfigur, aber nicht die Titelfigur des Films ist?

    In den Comics hat der Joker nämlich keine so klare und eindeutige Hintergrundgeschichte wie in „Joker“. Und wir sehen, dass Arthur im Film andere Menschen dazu inspiriert, sich gegen die Reichen und Mächtigen aufzulehnen. Könnte Arthur mit seinen Taten nicht also auch den „echten“ Joker inspirieren, der dann mehr seinem Vorbild in den Comics gleicht?

    Vielleicht ist es ja sogar der Mann mit Clownsmaske, der in den letzten Minuten des Films Thomas (Brett Cullen) und Martha Wayne (Carrie Louise Putrello) erschießt? Es wäre die ideale Gelegenheit, den Altersabstand zwischen Bruce Wayne (Dante Pereira Olson) und seinem Erzfeind zu verringern und doch noch ein Aufeinandertreffen zu ermöglichen.

    Todd Phillips sagt Jein

    Mal ganz abgesehen davon, dass letztere Gedanken etwas zu sehr nach Träumereien der Fans klingen und Todd Phillips bereits ausgeschlossen hat, Batman und Arthur aufeinandertreffen zu lassen: Dass Arthur nicht der Joker ist, ist zumindest möglich – und wird auch von Phillips nicht verneint.

    „Vielleicht hat Joaquins Figur den Joker nur inspiriert“, so Phillips nämlich gegenüber der Los Angeles Times. „Man kann es nicht wissen. Sein letzter Satz im Film ist ‚Sie würden es nicht verstehen.‘ Es gibt darin vieles, das interessant ist.“

    Joaquin Phoenix sagt Ja

    Für Phoenix hingegen ist Arthur ganz eindeutig der titelgebende Joker, wie er ebenfalls der Los Angeles Times verriet. Doch auch Phoenix ist für andere Blickwinkel offen: „Das ganze Mysterium darum hat schon etwas Großartiges. Todd und ich haben viel darüber gesprochen, dass das eine der wenigen Gelegenheiten ist, bei der die Leute nicht die ganze Wahrheit über die Figur erwarten – und nicht nur das, sie wollen sie vermutlich sogar nicht einmal.“

    „Joker“ läuft seit dem 10. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.

    "Joker"-Regisseur stellt ein für alle Mal klar: Diese Figur lebt noch!

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    Kommentare
    • Bruce Wayne
      Du willst einen Glauben, etwas wonach manche Personen ihr ganzes Leben ausrichten, mit einem Hobby vergleichen? Wir reden hier von einem elementaren Unterschied. Durch das Konsumieren von Filmen (besonders in einer optimalen Umgebung - Kino) erweiterst du letztlich dein Filmwissen und dein Verständnis des Mediums. Durch regelmäßiges in die Kirche Gehen wirst du kaum verstehen, wie Gott funktioniert. Da gibt es nämlich auch nichts zu verstehen. Also, der Vergleich führt zu nichts.
    • Kein_Gast
      Und wieder ein Punkt in dem wir uns nicht einig sind. Ich glaube du bist Ich aus der Bizzaro-Welt :D
    • Bruce Wayne
      Wie dem auch sei, es ist ein schlechter Vergleich.
    • Kein_Gast
      Ja, glaube ist ein veraltetes, überholtes System und kein Hobby :)
    • Bruce Wayne
      Weil Glauben kein Hobby darstellt, und diese Diskussion extrem ungemütlich werden würde, wenn wir an diesem (unpassenden) Vergleich festhalten :)
    • Kein_Gast
      Wieso sollte ich den nicht eingehen wollen? :)
    • Bruce Wayne
      Nein, das was du in dem Beispiel machen würdest, wäre irgendwelche Games am Handy zu zocken ^^ Auch kein richtiges Gaming, da du die tatsächlichen Mechaniken nie erleben würdest. Klar, du würdest Strategie, Shooter und Rätsel-Spiele erleben. Aber alle nur am Handy. Und Film mit Glauben zu vergleichen, ist ein Vergleich den du lieber nicht eingehen willst, denke ich ;)
    • Kein_Gast
      Ich seh das anders.Was du zum gaming sagst mag stimmen. Ist aber nicht überträgbar, da ich in diesem Beispiel jeden Tag zocken würde. Und auch unterschiedliche Konsolen.Religion wäre da noch ein gutes Beispiel. Gibt ja gläubige Menschen die leben ihren Glauben unterschiedlich aus. Manche gehen in die Kirche, andere nicht. Gläubig sind beide. Und so ist das eben auch mit der Liebe zu Film.
    • Bruce Wayne
      Kann sein, dass meine Einstellung was davon hat, und irgendwo liege ich damit eben auch richtig. Man muss ein gewisses Mindestmaß an Respekt und Leidenschaft für das Medium besitzen, um diese dann auch in Form von Kommentaren, Konversationen und Kritiken zu kanalisieren. Wenn ich mich jetzt als großen Gamer bezeichne, obwohl ich in meinem Leben bisher 5 Spiele gespielt habe (und allesamt davon auf einer Konsole) dann würde man mich in Fachkreisen auch auslachen. Bei dir wirkt es so, als ob du eine komplett unvorteilhafte Prioritätensetzung hättest, um wirklich alle Seiten des Mediums Film zu Schätzen zu lernen. Daher meine Skepsis.
    • Kein_Gast
      Und selbst wenn ich etwas nicht fertig sehen würde... Who cares.Deine Einstellung hat so was von: Wenn du das nicht machst dann bist du kein echter Filmfan oder kein echter Kenner. Jeder darf das Medium doch so behandeln wie er mag und es trotzdem schätzen.
    • Bruce Wayne
      Wenn du ihm nicht deine volle Aufmerksamkeit schenkst, dann eben nicht. Und das du noch nie vorzeitig aus dem Kino gegangen bist, lag anscheinend ja lediglich daran, dass du so gut wie nie ins Kino gehst ^^
    • Kein_Gast
      Ich wiederhole:Auch ich habe nie das Kino vorzeitig verlassen.Und auch ich schaue jeden Film zuende den ich gesehen habe.Also handeln wir beide gleich
    • Bruce Wayne
      Gibt einen Unterschied zwischen nicht alles lieb haben und dem Film dennoch eine faire Chance zu geben. Ich saß in dermaßen vielen Kinos, kopfschüttelnd, teilweise wirklich beleidigt von den Ereignissen, die ich da auf der Leinwand sah. Habe das Kino dennoch nicht verlassen. Und genau so wenig meine Aufmerksamkeit etwas Anderem gewidmet. Man ist es dem Film schuldig, ihm eine faire Chance zu geben. Wenn du das anders siehst, dann schön und gut, aber bei solchen Fragen wird eben die vermeintliche Liebe zum Medium getestet ^^ Wenn man die charakterliche Stärke nicht besitzt, einen Film trotz Abneigung zu Ende zu schauen, dann ist das nichts womit man sich brüsten sollte.
    • Kein_Gast
      Da muss viel passieren, dass ich lieber aufs Handy als auf den Film schaue. Wir reden hier ja immer noch von einer Ausnahme und nicht von der Regel. Genau das selbe mit dem Thema Kino verlassen....Auch ein Liebhaber muss nicht alles lieb haben und alles sehen...Gurken gibt es immer.Im Falle Suspiria war das Finale dann sogar nochmal schlimmer als der restliche Film. Egal wie ich diesen Film gesehen hätte - nichts hätte an meinem Urteil etwas rütteln können. Ich bin froh, dass ich nicht im Kino saß. Auch ein Filmliebhaber hat solche Momente. Auch du wirst solche Momente haben.
    • Bruce Wayne
      Einen Film bereits ab der Hälfte nur aus dem Augenwinkel wahrzunehmen, da man lieber aufs Handy schaut, würde ich nicht als komplett ansehen bezeichnen. Und in einer anderen Umgebung (ergo Kino) wärst du ja anscheinend gezwungen den Film vorab zu verlassen. Würde ich nicht unter Filmliebhaber verstehen :/
    • Kein_Gast
      Ich habe einen Film ja noch nie verlassen trotz Langeweile! Und ich schaue auch zuhause jeden Film komplett an, auch wenn er mir nicht gefällt. Das macht nur jemand der Filmliebhaber ist und kein normalo der nur wegen Entertainment schaut. Meine Freunde können das nie verstehen dass ich jeden Film bis zum Schluss schaue... Das unterscheidet mich von ihnen und normalen Konsumenten. Glaub mir, ich bin einer von euch :D
    • Bruce Wayne
      Bei 4 Filmen sind 80% ja auch kein Wunder ^^ Und dieser ganze Kommentar (der zumindest sehr ehrlich ist, danke dafür) zeigt eben den Unterschied zwischen Leuten die Filme als Medium verehren, und Personen, die darin lediglich gutes Entertainment sehen. Wenn du mich fragst (und wahrscheinlich sehen das so ziemlich alle Filmliebhaber so), könntest du vond dir nicht einmal behaupten Suspiria gesehen zu haben, da deine volle Aufmersamkeit nicht bei dem Werk lag. Und wenn man einem Film vorab schlichtweg aus Langeweile verlässt, dann zeigt das schon welche Art von Konsument man nun ist.
    • Kein_Gast
      Weißt du das Ding ist ja folgendes:Im Kino schau ich nur gewählte Filme, weil ich weder meine Zeit noch mein Geld verschwenden will. Daher gefallen mir auch fast alle Filme die ich im Kino gesehen habe. Sicher 80% aller Filme im Kino kommen bei mir sehr gut weg.Zuhause zahle ich nix und gehe auch Experimente ein. Dort gefallen mir bestimmt nur 50 Prozent aller Filme die ich sehe. Weil ich da auch Filme anschaue die ich nie im Kino sehen würde. Wenn ich also Suspiria anschaue, dann nur weil er grad gratis war. Im Kino hätte ich ihn nie gesehen. Daheim hab ich nach 45 min angefangen mit dem Handy rum zu spielen... Und mich bis zum Schluss durchgequält. Wäre ich im Kino gewesen ich wäre vermutlich spätestens nach einer Stunde aus dem Saal gegangen. Das hatte ich bisher nie... Da ich meinen Kino Filme selektiere. Also...bei einem Film der mir nicht gefällt lasse ich mich ablenken. Ob im Kino oder daheim.
    • Bruce Wayne
      ...aber das mache ich bei guten nicht. Yup, höre ich immer wieder. Stimmen tut es aber nicht ^^ Genau dazu ist Kino da. Komplett jegliche Ablenkung des Alltags ausblenden.
    • Kein_Gast
      Ne, wenn ich einen Film sehen will dann schaue ich ihn mir auch richtig an. Klar, erwischt man sich mal einen Film der einem gar nicht gefällt und man zuckt das Handy, aber das mache ich bei guten nicht.Wenn ich mal Wäsche zusammen lege dann bei einem Film wie Anchorman wenn ich ihn zum 20 mal anschaue. Jeden Tag ein Film bezieht sich auf ein Film den ich ohne Ablenkung sehe und (in der Regel) noch nicht gesehen habe zuvor.Hab bisher keinen Film von Gaspar Noe der Fall im Kino gesehen.
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