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    Netflix-Zuschauer über "The Irishman": Meisterwerk oder Schlaftablette!
    Von Christoph Petersen — 08.12.2019 um 11:00
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    Wenn man sich so auf Twitter umschaut, was die Zuschauer zu Martin Scorseses Mafia-Epos „The Irishman“ sagen, dann gibt es dort vor allem zwei extreme Meinungen – und praktisch nichts in der Mitte. Auf welcher Seite würdet ihr euch einsortieren?

    Netflix

    Ein dreieinhalbstündiges Mafia-Epos – nicht in erster Linie für die große Leinwand, sondern zum Streamen auf Netflix. Und das, wo man sich in den eigenen vier Wänden doch in der Regel so viel schneller ablenken lässt als im Dunkel des Kinosaals...

    Aber wie dem auch sei: Wie durchaus erwartet, gibt es eineinhalb Wochen nach dem Netflix-Release von Martin Scorseses „The Irishman“ zwei Lager – für die einen zählt das Mafia-Drama zu den besten Filmen des Jahres, die anderen finden ihn einfach nur stinklangweilig. Wir haben eine ganze Zeit lang auf Twitter nach einer ausgewogenen, durchschnittlichen Sowohl-als-auch-Meinung gesucht – sind aber beim besten Willen einfach nicht fündig geworden.

    So überwiegen insgesamt doch einfach die positiven Stimmen wie diese:

    Ein User erkennt die handwerklichen Qualitäten zwar an, aber findet „The Irishman“ trotzdem sehr langatmig…

    … während viele andere User das mit den Qualitäten lieber direkt weglassen und nur von ihrer empfundenen Langweile berichten:

    Aber ohnehin viel wichtiger: Wie seht ihr die Sache? Habt ihr „The Irishman“ schon gesehen? Und fandet ihr ihn spannend und involvierend – oder habt ihr schon nach fünf Minuten das erste Mal auf die Uhr geschaut?

    Wobei man den wahren (zumindest popkulturellen) Einfluss eines Films ja eh nicht an den Twitter-Stimmen bemisst – sondern an den Memes, die ein Film provoziert. Aber auch hier beziehen sich die meisten augenzwinkernden Sprüche in den Sozialen Medien in erster Linie auf die schiere Länge von „The Irishman“:

    Viel gelungener finden wir ehrlich gesagt diese Anspielung auf das Stilmittel, dass Martin Scorsese beim ersten Auftritt vieler Nebenfiguren kurz das Bild anhält, um das Todesdatum und die Todesursache (meistens Mord) der Figuren einzublenden. Das lässt sich natürlich auch leicht eins zu eins auf andere Formate übertragen:

    „The Irishman“ ist seit dem 27. November 2019 auf Netflix abrufbar – und läuft zudem auch noch in einer Reihe von deutschen Kinos auf der großen Leinwand. Wie auch immer ihr ihn sehen wollt – wir empfehlen euch auf jeden Fall, die dreieinhalb Stunden zu investieren, selbst wenn der Film bei einer Reihe von Zuschauern besser als jede klassische Schlaftablette zu wirken scheint.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "The Irishman"

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    Kommentare
    • KritischerEmpirist
      Meisterwerk!
    • Max Müller
      Da es sich hier um Sheeran als Hauptfigur dreht und sein Leben, fand ich die Szene auf der Bowlingbahn ziemlich gut, denn es zeigt, wie sehr er seine Tochter immer mehr verliert, gerade ausgehend davon, dass er sie beschützen wollte.Ich empfinde Irishman als die Mafia Variante von Forrest Gump, auch da spielen sich viele große Dinge ab, die nur kurz angeschnitten werden, jedoch auf den Hauptcharakter nur mittlere bis wenig Auswirkungen haben.
    • MaxPowersII
      😴😴😴😴😴😴😴😴
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