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    Enttäuscht von "Star Wars 9"? So anders soll die Story ursprünglich gewesen sein!
    Von Julius Vietzen — 15.01.2020 um 11:40
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    „Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers“ war nicht der Abschluss, auf den viele Fans gehofft hatten. Ob die Version des eigentlich vorgesehenen Regisseurs Colin Trevorrow besser gewesen wäre? Wir fassen die nun geleakte Story zusammen.

    Disney / Lucasfilm

    Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers“ hat die Skywalker-Saga zu Ende gebracht. Doch der große, befriedigende, alle neun Filme der Hauptreihe umfassende Abschluss ist Regisseur und Drehbuchautor J.J. Abrams und seinem Co-Drehbuchautor Chris Terrio nach Meinung vieler Zuschauer nicht gelungen – die Reaktionen von Fans und Kritikern sind insgesamt durchwachsen.

    Die möglichen Gründe dafür sind zahlreich: der Tod von Carrie Fisher, der Wechsel auf dem Regiestuhl von „Star Wars 9“ (Abrams ersetzte den eigentlich vorgesehenen Regisseur und Drehbuchautor Colin Trevorrow und hatte daher großen Zeitdruck), zudem die Tatsache, dass es offenbar nie einen übergeordneten Plan für die Sequel-Trilogie gab.

    So anders war die Handlung ursprünglich

    Wie stark sich „Star Wars 9“ durch Abrams veränderte, verdeutlich nun auch ein Leak einer früheren, von Trevorrow und seinem Co-Autoren Derek Connolly geschriebenen Drehbuchs (das durch einen ebenfalls abgelehnten Entwurf des Drehbuchautors Jack Thorne ersetzt wurde, bevor Abrams und Chris Terrio von vorne anfingen). Dieses Skript soll vor Carrie Fishers Tod verfasst worden sein, Leia kommt im Film vor.

    Nicht nur hätte „Star Wars 9“ einen anderen Titel gehabt, nämlich „Duel Of The Fates“, also „Duell der Schicksale“ (was auch der Soundtrack-Titel beim großen Lichtschwertduell in „Episode I“ ist).

    Vor allem hätte „Duel Of The Fates” eine komplett andere Geschichte erzählt, mehr an „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ angeknüpft und in „Der Aufstieg Skywalkers“ vernachlässigte Figuren in den Vordergrund gerückt. Dass der auch auf Reddit zu findende Leak von YouTuber und Filmemacher Robert Meyer Burnett keine Fiktion sei, bestätigen die Kollegen von The Playlist und AV Club mit Verweis auf eigene Quellen. Offiziell ist die Handlungsbeschreibung nicht, allerdings erscheint sie glaubhaft.

    Kein Imperator(-Radio)

    Schon die Ausgangslage von „Duel Of The Fates“ ist eine ganz andere: Die Erste Ordnung hat die Macht in der Galaxis fast komplett an sich gerissen und unterbindet die Kommunikation zwischen benachbarten Systemen, um zu verhindern, dass sich die Nachricht von Luke Skywalkers Opfer weiterverbreitet.

    Die Handlung setzt also nicht mit einer ominösen Radiobotschaft des Imperators ein, der im Rahmen der Handlung nur als Hologramm auftaucht und nicht wiederbelebt wurde.

    Rose & Finn

    Der Widerstand hingegen will dieses Kommunikationsblockade durchbrechen und die Galaxis zum Kampf gegen die Erste Ordnung aufrufen. Um das zu erreichen, brechen Finn (John Boyega) und Rose (Kelly Marie Tran) mit den Droiden R2-D2 und C-3PO auf eine Mission nach Coruscant auf, um dort einen Sender im alten Jedi-Tempel zu aktivieren.

    Nicht nur hätte Rose also eine wesentlich zentralere und wichtigere Rolle eingenommen als in „Der Aufstieg Skywalkers“, sie und Finn wären auch weiterhin gemeinsam unterwegs gewesen.

    Zudem wäre auch Finns in „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ begonnen Charakterentwicklung zu Ende geführt worden: Im „Duel Of The Fates“-Skript ringt der ehemalige Sturmtruppler nämlich damit, dass er seine ehemaligen Kameraden töten muss und kann schließlich weitere von Gewissensbissen geplagte Soldaten auf seine Seite ziehen.

    In der finalen Schlacht auf Coruscant führt Finn dann rebellierende Sturmtruppler gegen die Erste Ordnung an, während zugleich ein Luft- bzw. Weltallkampf über dem galaktischen Hauptstadt-Planeten stattfindet.

    Rey & Kylo

    Rey (Daisy Ridley), die in „Duel Of The Fates“ ein Lichtschwert mit zwei Klingen hat, bricht unterdessen mit Poe Dameron (Oscar Isaac) und Chewbacca (Joonas Suotamo) auf eine andere Mission auf: Sie will Kylo Ren (Adam Driver) wieder auf die Helle Seite der Macht zurückholen.

    Kylo sucht unterdessen nach einem Sith-Holocron (eine Art Datenspeicher-Würfel), der ihn schließlich zu einem uralten Sith namens Tor Valum führt. Kylo wird zum Schüler von Tor Valum, dem Lehrer von Palpatine, und als Rey schließlich mit Unterstützung der Machtgeister von Luke Skywalker (Mark Hamill), Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und Yoda (Frank Oz), versucht, ihn auf die Helle Seite zu ziehen, stirbt Kylo. Vorher enthüllt er jedoch noch, dass er derjenige war, der Reys Eltern getötet hat.

    Am Ende von „Duel Of The Fates” bringen Finn und Rose dann die Macht-sensitiven Kinder der Galaxis auf einen abgelegenen Planeten, damit Rey sie ausbilden kann – darunter auch der Junge, der am Ende von „Star Wars 8“ mit Hilfe der Macht seinen Besen zu sich heranzieht. Wenn euch das Thema interessiert, könnt ihr euch hier das ganze Video anschauen:

     

    Ob das Drehbuch zu „Duel Of The Fates“, das bei Lucasfilm auf Ablehnung stieß, auch einen guten Film ergeben hätte, lässt sich natürlich nicht sagen. Denn die Inszenierung werden wie niemals sehen. Und trotzdem: Welche Version von „Star Wars 9“ ist in euren Augen gelungener? „Der Aufstieg Skywalkers“ oder „Duel Of The Fates“?

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