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    Bond-Macher über den nächsten 007: "Hautfarbe egal, Hauptsache ein Mann"
    Von Jan Felix Wuttig — 16.01.2020 um 10:40
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    Vor Daniel Craigs letztem Bond-Auftritt in „Keine Zeit zu sterben“ wird bereits wild darüber diskutiert, ob ein Nachfolger in heutigen Zeiten wirklich ein weiterer weißer Mann sein sollte. Dazu äußerte sich nun Bond-Chefin Barbara Broccoli.

    Universal Pictures International France

    Seit längerer Zeit wird darüber gestritten, ob Daniel Craigs Ausstieg nach „Keine Zeit zu sterben“ nicht eine Chance ist, das Image James Bonds als privilegiertem Agenten-Macho nach den Zeichen der Zeit zu richten – etwa, in dem die Rolle in Zukunft eine Frau oder ein nicht-weißer Mann übernimmt. Bondchefin Barbara Broccoli griff das alte Thema nun erneut und mit definitiven Worten auf:

    „[Bond] kann jede Hautfarbe haben, aber er ist männlich“, sagte Broccoli im Rahmen eines Interviews für einen großen Variety-Hintergrundartikel. „Ich denke, wir sollten neue Figuren für Frauen erschaffen – starke, weibliche Figuren. Ich bin nicht besonders daran interessiert, eine männliche Figur zu nehmen und sie von einer Frau spielen zu lassen. Ich denke, Frauen sind dafür zu interessant.“

    Warum Bond aber nicht zwangsläufig weiß sein muss, begründet Bond-Co-Chef Michael G. Wilson: „Man denkt, dass er aus Britannien oder dem Commonwealth ist, aber Britannien ist sehr divers.

    Barbara Broccoli – Chefin eines Macho-Mythos?

    Produzentin Barbara Broccoli und ihr Halbbruder Michael G. Wilson, die seit „Goldeneye“ die Zügel von Vater Albert R. Broccoli übernahmen, haben über das Bond-Imperium nahezu uneingeschränkte Kontrolle – ob Drehbücher, Casting oder PR-Maßnahmen, alles bedarf ihrer Absegnung.

    Laut „Keine Zeit zu sterben“-Autor Robert Wade sorgt sie dabei vor allem für die Relevanz des Bond-Stoffes in heutigen Zeiten. Eine weibliche Bond-Nachfolgerin hat Broccoli zwar immer abgelehnt, dürfte sich aber der Notwendigkeit einer Modernisierung der Figur immer bewusst gewesen sein:

    Unter anderem kämpfte sie nach „Stirb an einem anderen Tag“ leidenschaftlich für ein Spin-off mit der Figur Jinx (Halle Berry) und war für die Anstellung Phoebe Waller-Bridges mitverantwortlich, die das Drehbuch des neuesten Teils überarbeitete und mit ihrer hochmodernen Serie „Fleabag“ jüngst drei Golden Globes gewann.

    „James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben“ kommt am 2. April 2020 in die Kinos.

    James Bond in Zukunft auf Netflix?

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    Kommentare
    • Bruce Wayne
      Nun das ist allerdings etwas Anderes, als die Thematik in Skyfall. Dort wurde ja aktiv das gesamte System des MI6 angezweifelt. Angefangen mit ihrer fragwürdigen Agenten-Politik bis hin zu ihrer Inkompetenz gegenüber direkter Bedrohungen. Würde ich nicht auf einen Kamm scheren.
    • Sentenza93
      Was der Job alles fordert. Mit einem anstellt.Man kann nicht eigenmächtig, selbst wenn man die Chance hat, handeln. Beispielsweise der Bombenleger am Anfang.
    • Bruce Wayne
      Hm, in Casino Royale wurden die dunklen Machenschaften des MI6 meiner Erinnerung nach nicht thematisiert.
    • Raffes97
      Hab jetzt mal danach gesucht. The Rythm Section heißt der Film und der Trailer sieht wirklich ganz gut aus.
    • Sentenza93
      Sie spricht ihn auf seine Eltern an. Schau Dir seinen Blick an.Nein, wusste er nicht. Sagt ja selbst, dass er ihn schon Gott weiß wie lange nicht mehr sah.Naja, Flirterei ist es eher seinerseits. Sie wirkt nicht so interessiert.
    • Sentenza93
      Auch da. Alles schon in Casino Royale. Und für Zweifel schon interessant, dass er nach 5 Filmminuten Exil schon wiederkommt.
    • WhiteNightFalcon
      Der erste Trailer, der hier vor einigen Wochen veröffentlicht wurde, war ganz gut. Ich komme nur nicht mehr auf den Filmtitel.
    • Bruce Wayne
      Immerhin hatte er überhaupt etwas zu sagen (oder zeigen) ^^ Anders als Spectre....außerdem wurde mit der Figur von Silva zum ersten Mal die negativen Aspekte der ganzen MI6 Sache erwähnt. Und Bonds eigene Zweifel an der Organisation eben so. Fand ich schon ganz interessant.
    • Joe Heck
      Warte, ich wusste vor dem Flm nicht, dass Bond seinen Familiensitz gemieden und Daddy-Issues hatte.Ich mag mich irren, aber das hat Vesper nicht gesagt. Und jo Kincade wusste, dass Bond für die Regierung arbeitet und fühlt sich schuldig, als weit hergeholt empfand ich das nicht. Und was ist mit dem Rest den ich geschrieben hab?
    • Sentenza93
      Alles in Casino Royale besprochen. Ganzer Dialog mit Vesper. Alles mit geklärt. In 2 Minuten. Und für die Szene im Haus. Lass M durch das Haus gehen und alte Bilder finden oder so. Ohne noch eine dritte Partei. Show, don't tell.Ja, und Kincade schluckt das einfach. Anstatt sowas wie Polizei vorzuschlagen, oder Bond mal zu bedrohen, ob er vielleicht Dreck am Stecken hat...Nein. Direkt: Dann machen wir uns mal bereit. Weiß nicht, wie es Dir geht, aber wenn jemand zu mir nach Hause kommt und sagt, dass er Killer am Hintern hat, würde ich eine von den beiden Optionen mal in Erwägung ziehen. 😂 Und geschockt reagieren.
    • Joe Heck
      Warte, ich wusste vor dem Flm nicht, dass Bond seinen Familiensitz gemieden und Daddy-Issues hatte. Und ich habs auch nicht eingeprügelt bekommen, das wurde nicht mal angesprochen. Außerdem gab es wunderbare Szenen, in denen Bond (sehr geiles Schauspiel an der Stelle), tatsächlich Anflüge von Scham zeigt, als Finney langsam mitbekommt was er heute für Jobs macht. Und das latente Auftauen von M, als sie von Finney halbwegs angebaggert wird, war sehr dezent mit Trauer umantelt, die sie anscheinend immer noch für ihren Mann empfindet. Also sinnlos eingeführt war Kincade nicht, und an sich ist das alles doch einen Ticken besser als du das besprichst.
    • Sentenza93
      Der hat M eigentlich nur erklärt, was man schon wusste. Oder sie selber anhand von Bildern oder Bond's Reaktionen und/oder Aussagen hätte rausfinden können. Da hätte man was richtig schön Intimes draus machen können. Aber man wollte eben, wie den ganzen Film über, den Holzhammer.
    • Joe Heck
      Ich würde eher sagen, er war der Käse. Man brauchte irgendwas um das Finale, insbesondere die Figurenkonstellation, aufzupeppen. Finneys Figur brachte einen gewissen Schwung in das Verhältnis von Bond und M, mir hat das sehr gefallen.
    • Raffes97
      Hab ich wohl nicht mitbekommen, aber da bin ich mal gespannt drauf.
    • FAHNENJOKER
      Wird die/der nächste Wonder Woman dann demnächst auch von nem vietnamesischen Mann gespielt? Das wäre nur gendergerecht, oder? Jetzt mal im Ernst. Einfach neue Figuren erschaffen, diese und die Geschichte gut schreiben und schon hat man einen tollen Film. Siehe Nikita, Columbiana, Salt, Red Sparrow oder Atomic Blonde, um nur einige Positivbeispiele aus dem Agentengenre zu nennen.Auch gerne als Spin-Off im Bond-Universum. Moneypenny die sich nach ihrem Trauma in Skyfall wieder im Außendienst versucht? Da hätte man gleich schon einen inneren Konflikt. Die Abenteuer des pakistanisch-britischen 009? Immer her damit, wenn die Qualität stimmt. Ein/e andere/r 007, der/die nicht James Bond ist? Warum nicht. Aber James Bond selbst ist und bleibt nunmal ein weißer britischer Gentleman.
    • Bond, James Bond
      Die Qualität weiß man im Vorherein nicht. Man sollte schon etwas länger planen können.
    • Jimmy v
      Jamie Bell wäre für mich eine dieser zunächst nicht nachvollziehbaren, aber spannenden Entscheidungen. In diesem Netflix-Belagerungsfilm hat er gezeigt, dass er auch solche physische Rollen regeln kann.
    • Jimmy v
      Also ich downvote ja aus Prinzip nicht, da ich positives Feedback (Upvotes) einfach sinnvoller in Zeiten des Internet finde.Bei dir mache ich jedoch immer eine Ausnahme. Ich weiß nicht warum, aber was du schreibst, wie du es schreibst, und dich dann auch noch FilmFan nennst - das gibt mir immer einen Schauer über den Rücken (und das nicht im positiven Sinne).
    • Jimmy v
      Logisch, aber Quantität geht doch auch nicht unbedingt vor Qualität. Die beiden Dalton-Bonds werden von vielen Kennern geliebt, genauso wie Lazenbys. Wiederum hätte Moore auf den einen oder anderen Film auch verzichten können...
    • ObiWann
      Das hoffe ich doch auch ,dann würd ich eher die Don Rumata Version Richard Madden gut finden .
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