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    "Die Hochzeit": So sehen die Vorbilder von Til Schweiger & Co. aus Dänemark, Estland und Finnland aus
    Von Christoph Petersen — 26.01.2020 um 14:00
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    Wie „Klassentreffen 1.0“ basiert nun auch „Die Hochzeit“ auf einem dänischen Vorbild – und das wurde auch schon in Estland und Finnland neu aufgelegt. Dabei sehen die Filme in den anderen Ländern aber sehr anders aus als in der Til-Schweiger-Version.

    Warner Bros.

    Klassentreffen 1.0 - Die unglaubliche Reise der Silberrücken“ hat 2018 mehr als 1,3 Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt. Das ist ein starkes Ergebnis für eine deutsche Komödie, aber eine Enttäuschung für Til Schweiger. Der zieht mit seinen Hits wie „Keinohrhasen“, „Kokowääh“ oder „Honig im Kopf“ ja sonst gerne mal auch ein paar Milliönchen Besucher mehr in die Lichtspielhäuser.

    Aber wie dem auch sei – mit einem Sequel (das einen sehr viel kürzeren Titel hat) wird jetzt trotzdem der nächste Anlauf unternommen. „Die Hochzeit“ ist nämlich die direkte Fortsetzung von „Klassentreffen 1.0“, selbst wenn das auf dem Poster nicht so wirklich draufsteht.

    Diesmal müssen die Kumpels Thomas (Til Schweiger), Andreas (Milan Peschel) und Nils (Samuel Finzi) erst zu einer Beerdigung und dann zu einer Hochzeit – und natürlich veranstaltet das Midlife-Crisis-geplagte Trio überall ein totales Chaos, wenn etwa fünf Viagra-Pillen auf einen Scheidenkrampf und ein Zebrakostüm treffen…

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Die Hochzeit"

    Original aus Dänemark

    Allerdings sind die Geschichten von „Klassentreffen 1.0“ und „Die Hochzeit“ nicht allein dem Kopf von Regisseur und Autor Til Schweiger entsprungen. Stattdessen basieren die beiden Filmen auf einer dänischen Comedy-Trilogie – der dritte Teil soll auch noch für Deutschland neu aufgelegt werden und hat aktuell unter dem Arbeitstitel „Klassentreffen 3“ einen anvisierten Kinostart am 24. September 2020.

    Die dänische Vorlage hat das mit dem „Klassentreffen“ im Titel allerdings durchgezogen – die drei Teile, die übrigens alle von einem jeweils anderen Regisseur inszeniert wurden, heißen dort „Klassefesten“ (2011), „Klassefesten 2: Begravelsen“ (2014) und „Klassefesten 3: Dåben“ (2016). „Begravelsen“ heißt „Beerdigung“ und „Dåben“ heißt „Taufe“.

    Allerdings stehen die dänischen Filme auch im Marketing zu ihrem kalauerhaften Humor – zumindest sehen die Poster dort sehr viel weniger nach Hochglanz-Werbeprospekt aus als in Deutschland:

    Warner Bros.

    So sehen die Klassentreffen in Finnland und Estland aus

    In Finnland gibt es mit „Luokkakokous“ (2015) und „Luokkakokous 2“ (2016) wie in Deutschland bisher nur zwei Teile – und der dritte wird nach vier Jahren Pause wohl auch nicht mehr kommen.

    In Estland hingegen gibt es mit „Klassikokkutulek“ (2016), „Klassikokkutulek 2: Pulmad ja matused“ (2018) und „Klassikokkutulek 3: Ristiisad“ (2019) bereits die volle Trilogie-Dröhnung:

    Ganz frisch: Jetzt auch in Lettland

    Mit „Klassentreffen 1.0“ und „Die Hochzeit“ scheint übrigens das Ende der Remake-Fahnenstange noch immer nicht erreicht zu sein – denn auch in anderen Ländern geht es noch munter weiter. Zuletzt nämlich auch noch in Lettland, wo bisher allerdings nur der erste Teil als „Klases Salidojums“ (2019) neu aufgelegt wurde:

    „Die Hochzeit“ läuft seit dem 23. Januar in den deutschen Kinos.

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    Kommentare
    • Ortrun
      Gleiches Unrecht für alle ^^
    • Cirby
      Da bin ich ja beruhigt. Ich dachte nur Deutschland wird mit solchen Produktionen gestraft.
    • Dennis Beck
      Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass sich Til Schweiger solche Filme zum Vorbild nimmt. Die Plakate schreien nach platten Komödien. Kann mir aber auch gut vorstellen, dass sie eventuell Spaß machen. Im Gegensatz zu Schweigers Filmen.
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