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    Der Plan geht auf: "Unhinged – Ausser Kontrolle" und "Paw Patrol: Mighty Pups" an der Spitze der Kinocharts
    Von Christoph Petersen — 27.07.2020 um 16:50
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    Wenn man sich die Kinocharts des vergangenen Wochenendes anschaut, dann gibt es eine gute Nachricht (vor allem für die Verleiher) und eine schlechte Nachricht (vor allem für die Kinos) ...

    Leonine / Paramount Pictures

    Die deutschen Verleiher, die direkt nach der Wiedereröffnung der Kinos Filme herausgebracht haben, taten das nicht allein aus gutem Willen: Zwar bestand zum einen ein hohes Risiko, weil niemand absehen konnte, wie genau sich die Situation entwickeln würde – inklusive der Frage, ob die Menschen überhaupt schon bereit sind, in die Kinos zurückzukehren.

    Auf der anderen Seite tat sich aber auch eine ganz besondere Chance auf:

    Aufgrund der eingeschränkten Konkurrenz sind die Verleiher nämlich davon ausgegangen, dass ihr gestarteten Filme nicht nur auf mehr Leinwänden als unter normalen Umständen laufen würden – sie hofften auch darauf, dass die Filme über mehrere Wochen ohne die sonst üblichen Verluste durchhalten könnten.

    Diese Rechnung scheint nun tatsächlich aufzugehen: Während der Vorwochen-Gewinner „Unhinged – Ausser Kontrolle“ mit Russell Crowe, der in dem Action-Thriller gnadenlos ausrastet, auch an diesem Wochenende am meisten Geld in die Kinokassen gespült hat, konnte der neue Zuschauer-Spitzenreiter „Paw Patrol: Mighty Pups“ sogar mehr Besucher als am vergangenen Wochenende in die Kinosäle locken:

    Die Top 5 der deutschen Kinocharts (nach Besuchern)

    Das große Problem: Die Blockbuster fehlen

    Aber damit kommen wir auch direkt zur dunklen Seite dieser Charts-Woche:

    Dass die Verleiher weiterhin relativ erfolgreich mit diesen Filmen in den Kinos laufen, liegt wie gesagt auch daran, dass keine oder kaum große neue Filme nachkommen, die viele Zuschauer anlocken.

    Das ist für die Kinos natürlich ein riesiges Problem. Von den Neustarts konnten nur „Edison – Ein Leben voller Licht“ (etwa 9.000 Zuschauer), „The Vigil – Die Totenwache“ (etwa 7.000 Zuschauer) und „Als wir tanzten“ (etwa 4.000 Zuschauern) überhaupt nennenswerte Zahlen erreichen.

    Die Filmstarts-Kritik zu "The Vigil – Die Totenwache"

    Die Kinobetreiber fiebern also weiter Christopher Nolans „Tenet“ entgegen – und wir Fans sollten fleißig weiter in die Kinos stürmen, denn es gibt auch ohne die Mega-Blockbuster aktuell eine Menge tolle Filme auf der großen Leinwand zu entdecken.

    Meine persönlichen Empfehlungen: gnadenlos fiesen Spaß haben mit „Unhinged – Ausser Kontrolle“ und richtig schön heulen mit dem meisterhaft inszenierten „Waves“...

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    Kommentare
    • FilmFan
      Unverdient ist auch nur Ansichtssache. Du kannst niemanden zwingen was zu gucken nur um den deutschen Film besser dastehen zu lassen.
    • FilmFan
      Ich giere seit jeher nach Hollywood. Daran haben genannte deutsche Schauspieler sicher nicht Schuld. Den Schund den die abliefern gabs schon immer. Das letzte mal das mir ein deutscher Film gefiel ist ewig her. In den 80ern. Schimanski.
    • FilmFan
      So und nicht anders.
    • FilmFan
      und wir Fans sollten fleißig weiter in die Kinos stürmen, denn es gibt auch ohne die Mega-Blockbuster aktuell eine Menge tolle Filme auf der großen Leinwand zu entdecken.Gehts noch? Ich renne nicht ins Kino um Filme zu sehen die mich Null interessieren. Das retten der Kinos überlasse ich den Superhelden/innen.Wenn sie denn kommen, was aktuell weit weit weg scheint.Davon abgesehen ist es ne Katastrophe das die Studios die Filme ständig verschieben auf die alle warten. Aber noch schlimmer ist die Unvernunft der Menschen. Und die wird uns noch biterer treffen als bislang vermutet. Ich glaube nicht mehr das dieses Jahr noch ein Blockbuster in den Kinos startet.
    • Defence
      Bislang habe ich ja so einige Perlen von Dir erfolgreich ignoriert, indem ich deine Aussagen unkommentiert gelassen habe z.b. beim Thema OV/Synchro.Aber ganz ehrlich? Arroganz gepaart mit Unwissenheit machen so einige Aussagen von Dir nicht nur extrem unsympatisch, sondern man (ich) kann diese nicht ewig unkommentiert lassen.^^Das Grundproblem in D., warum die hiesige Filmwirtschaft nicht aus den Puschen kommt bzw der deutsche Film international kaum (noch) eine Rolle spielt (gerade im Vergleich zu Frankreich und Co - Frag Dich mal, warum so viele Hollywoodremakes von französischen, asiatischen (z.b. eben Südkorea) usw Filmen En Vogue sind, während deutschsprachige Filme so selten eine Rolle spielen) liegt an der Filmförderung und der Politik, die sich da einmischt und mitbestimmt, im übrigen die selbe Politik, die alle Nase lang Killerspieldebatten vom Zaun bricht. Den Rest erledigt dann das hiesige Jugendschutzgesetz, was zu den härtesten weltweit gehört.Wenn man sieht, was hier finanziell gefördert wird und vor allem, was nicht, bekommt man eine Ahnung, was hierzulande schief läuft und es liegt ganz sicher nicht daran, das die Talente fehlen würden. Nur die sind in verpönten Genres, allen voran im Horrorgenre, aber auch im Action/Thrillerbereich zuhause, müssen ihre Projekte privat finanzieren und schaffen trotz dieser doch arg begrenzten finanziellen Möglichkeiten beeindruckendesIm Untergrund haben diese Produktionen häufig einen guten Ruf, wecken das Interesse von kleinen, aber renommierten Publishern (die im Ausland sitzen), die sich die Rechte sichern und zumindest für eine Veröffentlichung im Heimkinomarkt sorgen, meistens nur als Import für deutsche erhältlich, zumindest bei Uncutversionen. Eine Kinoauswertung (zumindest in Deutschland, in anderen Ländern laufen solche Produktionen gerne auf entsprechenden Festivals samt kleiner Kinoauswertung) ist meist illusorisch dank des hiesigen Jugendschutzes und K(r)ampf um eine FSK-Freigabe, die nicht nur langwierig, sondern auch sehr teuer werden kann und allzu häufig, wenn überhaupt, nur mit entsprechend herben Auflagen möglich ist, nicht selten ein völliges Rumpfstück von Film dank erforderlichen Schnittmassakers zur Folge hätte.So etwas wie in Frankreich, wo die damalige Kulturministerin im Falle von Martyrs (ein Genreklassiker) intervenierte, weil der Film keine Jugendfreigabe bekommen sollte (was in Frankreich nur für P*rn*s genutzt wird), dafür sorgte, das der Film eine niedrigere Freigabe bekommt ist in Deutschland undenkbar.Kurz gesagt in Frankreich und anderswo unterstützt und fördert die Politik Filme und Filmkunst, wo es nur geht, nimmt den Begriff der Kunstfreiheit entsprechend Ernst, was einer der Gründe dafür ist, das französische Filme, unabhängig vom Genre, nicht nur international einen hervorragenden Ruf geniessen, sondern auch gerade vom heimischen Publikum angenommen werden, in schöner Regelmäßigkeit französische Filme neue Boxofficerekorde in der Heimat erreichen, während das in Deutschland ein riesiges Trauerspiel ist und bleibt.Aber ja, ist ja das deutsche Publikum und nur solche elitären Cineasten wie Du haben von Geschmack eine Ahnung...^^
    • Bond, James Bond
      Yo :-D Dabei hätten die Dumpfbacken ja anhand des Abspanns von Der Spion, der mich liebte ja erahnen können, dass For Your Eyes Only noch erscheint.
    • Bond, James Bond
      Na ja, verglichen mit den 1940ern bs 1980ern hat das französische Kino auch nachgelassen. Sorry, aber so etwas wie Ziemlich beste Freunde oder Mr Claude hat nicht ansatzweise die Qualität von Filmen wie Die Teuflischen, Lohn der Angst, I wie Ikarus, Vier im roten Kreis, Abenteuer in Rio oder so Genre-Reißern wie Angst über der Stadt oder Der Profi.Und wo sind die richtigen Stars? Jean Dujardin hat immer noch das Zeug dazu, er hat ja sogar einen Oscar, aber so richtig wird der international auch nicht vermarktet.Damals gab es Jean Gabin, Jean Marais, Jean-Paul Belmondo, Alain Delon, Lino Ventura, Yves Montand, Jean-Louis Trintignant, unseren Chafcholeriker Louis de Funés, Catherine Deneuve, Simone Signoret, Jeanne Moreau, Brigitte Bardot.Die namhaftesten französischen Schauspieler, die noch aktiv sind, gehören ja auch zur älteren Garde, wie Isabelle Huppert.
    • Jan Reuter
      Ich habe Abgeschnitten damals im Kino gesehen, und war auch überrascht, warum nicht mehr Leute ins Kino gegangen sind. Die guten deutschen Filme oder deutschen Ko-Produktionen, die zur Zeit laufen, gehen auch total unter. Gipsy Queen z.B. oder die kolumbianische Ko-Produktion Monos. Großartige Filme. Aber selbst bekannte Stoffe wie Berlin Alexanderplatz gehen ja komplett unter.
    • WhiteNightFalcon
      Aber ganz gut, dass sie das Streng geheim bei Moonraker verbraten haben. Sonst hätte der 81er Bond bei uns im schlimmsten Fall ja James Bond-Streng geheim genießen.
    • WhiteNightFalcon
      Die Franzosen sind uns aber in der Auswahl und qualitativer Bandbreite auch haushoch überlegen. Der letzte Asterix war sehenswert, Thriller aus Frankreich können sich sehen lassen und sogar Komödien sind, anders als bei uns, nicht einfach nur auf Humor gebürstet, sondern bieten mehr. Die beiden Monsieur Claude Filme etwa waren ne gelungene Aufarbeitung der Multikultigesellschaft.Andere Filme als Komödien werden bei uns aber auch nicht genug promotet. Hab mir vor kurzem mal Steig. Nicht. Aus. mit Wotan Wilke Möring und Abgeschnitten mit Moritz Bleibtreu angesehen. Beides Thriller, die wirklich gut sind, hier aber unverdient völlig untergingen.
    • WhiteNightFalcon
      In Deutschland ist das Problem aber auch Hausgemacht. Die Filmqualität wurde hier von den ganzen Schweiger und Schweighöfer Klamotten so übel runter gefahren, dass die Leute natürlich nach Hollywood gieren. Aber jüngere deutsche Filme mit höherer Qualität, wie Der Fall Colini oder Systemsprenger würde ich mir z.b. gern im Kino anschauen, würden sie die zurück bringen.
    • Dennis Beck
      Ich war seit Ende Februar nicht mehr im Kino. Ich werde auch nicht gezwungenermaßen reingehen, nur um mein geliebtes Lichtspielhaus zu retten. Erst, wenn mich wieder ein Film ansprechen sollte. Da im Rest des Jahres die Lücken riesig sind, wird auch nicht großartig was daraus. Ich hoffe deshalb auf 2021.
    • Bond, James Bond
      Ja, diese Zusatztitel waren schon immer unnötig wie ein Kropf.Niemand sagt: Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, sondern NUR Alien. Auch Moonraker- Streng geheim hat schon damals niemand gesagt, sondern nur Moonraker.Aber die Zusatztitel nehmen heute zunehmend voll bescheuertere Ausmaße an.
    • Bond, James Bond
      Südkorea und Frankreich sind aber auch, durch ihre cineastische Geschichte, besondere Fälle. Gerade die Franzosen sind auf alles heimische Stolz, egal ob Film oder Musik. So etwas ähnliches wie in Frankreich und Südkorea sehe ich höchstens noch in Japan und Italien, sowie Russland (zumindest früher in der Sowjetunion).
    • Jan Reuter
      Einige Filme laufen zwar auf einigermaßen stabilem Niveau Woche für Woche (nur leider ist dieses Zuschauer-Niveau vergleichsweise niedrig). Es gibt Länder wie Südkorea, Frankreich und einige andere, wo in den letzten Wochen unter den gleichen Voraussetzungen wie in Deutschland schon wieder Millionenhits möglich waren - ebenfalls ohne Hollywood-Blockbuster. Das Problem ist die Mentalität der Deutschen bzw. der Breiten Masse. Die springt nämlich nur auf Hollywood an. Das scheint in Südkorea und Frankreich anders zu sein.
    • Cirby
      Voll verwedelt - voll vertauscht - voll bescheuerte Zusatztitel
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