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    Heute im TV: "Der teuerste deutsche Film aller Zeiten" - aber ist er das wirklich?
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

    „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wird immer mal wieder als „der teuerste deutsche Film aller Zeiten“ bezeichnet. Das stimmt allerdings nicht ganz. Wir klären auf, was es mit der Superlativ-Verwirrung auf sich hat...

    Copyright Conny Klein/Warner Bros./Rat Pack Filmprod.GmbH/Malao Film Inc.

    Am heutigen Samstag, den 8. Januar 2022, zeigt Sat. 1 um 20.15 Uhr „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Die Realfilmadaption des berühmten Kinderbuchklassikers von Michael Ende ist ein Abenteuerfilm für die ganze Familie, die „vor allem mit ihrem fantasievollen Look und ihrem spielfreudigen Starensemble beeindruckt“, wie wir in unserer FILMSTARTS-Kritik feststellen.

    Wir können euch den Film also empfehlen – und wenn ihr keine Lust auf Werbeunterbrechungen verspürt oder die TV-Ausstrahlung verpasst (habt), weil ihr zum Beispiel den Artikel zu spät lest, gibt es auch Streamingalternativen. Sowohl bei Netflix als auch bei Amazon Prime Video ist „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ aktuell im Rahmen des jeweiligen Abos enthalten.

    » "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" bei Amazon Prime Video*

    Doch nun kommen wir zur eigentlichen Frage dieses Artikels: Ist „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ der teuerste deutsche Film aller Zeiten?

    "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer": Big-Budget-Unterhaltung

    Filmbudgets werden selten offiziell kommuniziert, sodass man sich immer auf kolportierte Zahlen verlassen muss. Nach diesen hat „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ satte 25 Millionen Euro gekostet. Wer Hollywood-Budgets im Kopf hat, ist jetzt vielleicht nicht direkt beeindruckt, aber man muss bedenken, dass deutsche Filme natürlich für einen viel kleineren Markt produziert werden und deshalb auch nur viel kleinere Summen kosten dürfen. Und ja: Die 25 Millionen Euro sind ein Rekordbudget – wenn auch nicht das des teuersten deutschen Films.

    Denn es gibt aus Deutschland einige Produktionen, die von Anfang an für den großen Weltmarkt in englischer Sprache gedreht wurden und für die so auch mehr Geld zur Verfügung stand. Schon in den 1980er Jahren konnte so Wolfgang Petersen „Die unendliche Geschichte“ mit einem Budget von satten 30 Millionen Euro umsetzen. Tom Tykwer sollte diese Summe dann noch zwei Mal toppen: „Das Parfum“ kostete 2006 angeblich 50 Millionen Euro und „Cloud Atlas“ mit seinem Staraufgebot um Tom Hanks und Halle Berry dann sechs Jahre später sogar 100 Millionen Euro.

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    Wie gesagt wurden all diese Filme aber für den internationalen Markt in englischer Sprache gedreht und genau hier kommen wir zu „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ und dessen Rekordbudget zurück. Denn die Produktion keines anderen Films in deutscher Sprache kostete so viel wie die Michael-Ende-Adaption von Regisseur Dennis Gansel: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist also mit einem Budget von 25 Millionen Euro der teuerste deutschsprachige Film! Und wenn das (fälschlich) verkürzt wird, liest oder hört man eben auch immer mal wieder, dass es sich um den teuersten deutschen Film handele.

    Der Rekord des teuersten deutschsprachigen Films wurde übrigens selbst von der Fortsetzung „Jim Knopf und die Wilde 13“ nicht übertroffen. Diese kostete „nur“ 20 Millionen Euro – auch weil man auf die Designs des ersten Teils zurückgreifen konnte und zudem die Anzahl der Spezialeffekt-Shots reduzierte.

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