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Home > Stars > Star-Archiv > Irland > Liam Neeson
William John Neeson (bekannt als Liam Neeson)
Geboren am 7. Juni 1952 in Ballymena (Nordirland)
Aktuell im Kino mit: Battleship
Aktuell im TV mit: Life's Too Short, Star Wars: The Clone Wars
Liam Neeson ist der Inbegriff des „stillen Stars“. Völlig ohne inszenierte Skandale oder personenbezogenen Medienrummel hat sich der Darsteller an die Spitze Hollywoods vorgearbeitet. Oft stand er in Verlauf seiner Karriere, passend zu seinem medialen Image, etwas im Schatten anderer Schauspielkollegen. So spielte er in den 80er Jahren neben Anthony Hopkins in „Die Bounty“, neben Robert De Niro in „Mission“ oder mit Peter O'Toole in „High Spirits“. Spätestens jedoch seit seiner Rolle als großindustrieller Philantrop in Steven Spielbergs epochalem Meisterwerk „Schindlers Liste“ wird Neeson auch auf breiter Ebene als das wertgeschätzt, was er ist: ein großartiger Charakterdarsteller.
Vom Boxen zur Schauspielerei
Der erste Karriereweg, den Liam Neeson beschritten hat, scheint überhaupt nicht zum scheinbar so sanftmütigen Wesen des Schauspielers zu passen, war er doch nordirischer Boxmeister. Wie eine komplette Kehrtwende erscheint so auch seine Entscheidung, 1976 sein Glück am Lyric Players Theater in Belfast zu suchen. Später wechselte er an das Dubliner Abbey Theater, wo ihn Regisseur John Boorman 1981 für den Ritterfilm „Excalibur“ anwarb. Seine Rolle des Garwain war somit Neesons erstes Filmengagement. 1983 wirkte er im Fantasyfilm „Krull“ mit, nur ein Jahr später konnte er durch eine Nebenrolle in „Die Bounty“ nachdrücklich auf sich aufmerksam machen. Nach einigen kleineren Produktionen, die ihn unter anderem an König Artus' Hof zurückführten („Merlin und das Schwert“) war er 1986 erneut in einem stargespickten Historienfilm zu sehen: In „Mission“ trat er er neben Jeremy Irons und Robert de Niro auf – allerdings nur in einer kleinen Rolle. Um den Durchbruch als Schauspieler zu schaffen, entschloss Neeson sich deshalb 1987, nach Hollywood zu ziehen.
Erste größere Rollen
Nach der Übersiedlung in die Traumfabrik ergatterte Liam Neeson prompt seine erste große und zugleich anspruchsvolle Rolle – er spielte den taubstummen Obdachlosen Carl Wayne Anderson im Drama „Suspect - Unter Verdacht“ mit Cher. Die darauffolgenden Jahre waren für Neeson geprägt von zahlreichen Filmengagements, die ihn in größeren und kleineren Rollen zeigten. Dazu gehörten beispielsweise der Actionstreifen „Auf den Schwingen des Todes“ (1987) oder der Musikerfilm „Satisfaction“ (1988) – bei den Dreharbeiten zu letztgenannter Produktion lernte Neeson die junge Julia Roberts kennen und lieben. Zwei Jahre darauf schließlich erhielt der Schauspieler die Hauptrolle in Sam Raimis Superhelden-Film „Darkman“ - Neeson verkörperte darin mit beeindruckender Ernsthaftigkeit den dunklen Rächer Peyton Westlake.
„Schindlers Liste” und der Erfolg in den 90ern
Auch die Neunziger begannen für Liam Neeson erfolgreich, unter anderem mit einem Auftritt in Woody Allens Beziehungsreigen „Ehemänner und Ehefrauen” und mit einer Rolle als Wehrmachtsoffizier in der Literaturverfilmung „Wie ein Licht in dunkler Nacht“. Nur ein Jahr darauf spielte er 1993 abermals einen Deutschen und schrieb ein Stück Filmgeschichte mit: Seine bodenständige und ungeschönte Darstellung des Großindustriellen Oscar Schindler in Steven Spielbergs überragendem Holocaust-Drama „Schindlers Liste“ wurde mit Nominierungen für den Golden Globe und den Oscar als Bester Hauptdarsteller bedacht. Weitere große Erfolge unterstrichen im direkten Anschluss Liam Neesons schauspielerische Extraklasse: zunächst das Drama „Nell“ mit Jodie Foster, dann die Historienfilme „Rob Roy“ und vor allem „Michael Collins“. Für die Rolle des IRA-Gründers in Neil Jordans Drama erhielt er eine weitere Golden-Globe-Nominierung.
Etablierter Charakterdarsteller mit abwechslungsreicher Rollenwahl
Spätestens nachdem Liam Neeson 1999 die Rolle des Qui-Gon Jinn in „Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung” erhalten hatte und damit an einer der berühmtesten und erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten beteiligt war, hatte er als echter Star zu gelten. Im neuen Jahrtausend spielte Liam Neeson mit der Titelfigur des umstrittenen Sexualforschers in Bill Condons „Kinsey” erneut eine bekannte Persönlichkeit, aber der Mime ließ sich weiterhin nicht auf Leinwandbiografien festlegen. Er zeigte vielmehr eine große Bandbreite, die von Martin Scorseses hartem Drama „Gangs of New York“ bis zur romantischen Komödie „Tatsächlich Liebe“ reichte. Für Christopher Nolans „Batman Begins“ übernahm er 2005 den Part des Bösewichts Ra‘a al Ghul und kehrte zum Blockbuster-Kino zurück.
Ein Schauspielprofi auf der Suche nach Action
Was macht ein Schauspielstar, der sich in Blockbustern genauso wie im Arthouse-Segment als Charakterdarsteller bewährt hat? Er wird zum Actionhelden. Nach „Batman Begins” lieferte Liam Neeson zunächst die Stimme des Löwen Aslan in den bisherigen Teilen der „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“ und spielte in dem sperrigen Western „Seraphim Falls“. Danach fand er in dem Rache-Thriller „96 Hours“ seine neue Berufung. Als Vater, der auf der Suche nach seiner entführten Tochter buchstäblich über Leichen geht, zeigte er grimmige Entschlossenheit und volle Einsatzbereitschaft. Wie zur Bestätigung seines schauspielerischen Ranges erhielt Neeson 2010 die Rolle des Zeus im Fantasy-Spektakel „Kampf der Titanen“, ehe mit „Unknown Identity“ im Frühjahr 2011 erneut ein Action-Reisser folgte. Und auch im weiteren Verlauf des Jahres wird der Schauspieler mit den Sequels zu „96 Hours“ und „Kampf der Titanen“ in actionbetonten Rollen zu sehen sein.
2009 musste Liam Neeson seine Ehefrau Natasha Richardson zu Grabe tragen; die 45-Jährige war auf tragische Weise an den Folgen eines Skiunfalls verstorben.
Demnächst im Kino in: 96 Hours 2 - The Payback
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Hinzugefügt von Filmstarts am 18. Mai 2012
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Hinzugefügt von Filmstarts am 18. Mai 2012
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