Mit Anfang 30 sieht sich Bruce Springsteen (Jeremy Allen White) an einem Scheideweg in seinem Leben. Nach bisher fünf veröffentlichten Alben hat sich 1982 der musikalische Erfolg für ihn mehr als eingestellt. Jedenfalls in den Vereinigten Staaten ist er ist längst bekannter Rockstar mit mehreren gefeierten Charthits, und doch nicht auf der Sonnenseite des Lebens – ganz im Gegenteil, denn Springsteen kämpft gegen Depressionen, also jede Menge innere Dämonen. Er beschließt, diesen Kampf mit seiner Kunst zu verarbeiten. Zusammen mit einem einfachen Vierspurrekorder schließt er sich also in seinem Schlafzimmer ein und beginnt mit der Arbeit – an sich selbst und an einem neuen Album, das er schließlich „Nebraska" taufen sollte. Das Ergebnis ist eine überaus düstere Platte, mit der auch Springsteens Umfeld – darunter etwa sein Manager Jon Landau (Jeremy Strong) und sein Studioteam inklusive Produzent Chuck Plotkin (Marc Maron) und Toningenieur Mike Batlan (Paul Walter Hauser) – stellenweise hadert.
Mehr ein Film über den Menschen Bruce als über den Rocker Springsteen
Von Björn Becher
Seien wir ehrlich: Das Musik-Biopic ist vielleicht das formelhafteste Genre, das es im Kino überhaupt gibt. Selbst wenn Filme wie „Walk The Line“ oder „Bohemian Rhapsody“ vor allem dank Oscar-würdiger Schauspielleistung und mitreißender Song-Performances euphorisieren, werden inhaltlich doch immer wieder dieselben Stationen abgeklappert: Jugend mit Träumen und Schicksalsschlägen, erster Ruhm, heftiger Absturz, phänomenale Wiedergeburt, ein Konzert als Krönung – und irgendwo dazwischen noch etwas Romantik. Wenn „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ im Jahr 1957 einsetzt, wo sich ein acht Jahre alter Bruce (Matthew Pellicano Jr.) vor dem im Alkoholrausch gewalttätigen Vater (Stephen Graham) fürchtet, scheint man exakt diese Standard-Formel wieder serviert zu bekommen. Aber diesmal hat man sich zum Glück getäuscht. „Crazy Heart“-Regisseur Scott Cooper hat nämlich offensichtlich kein Intere
Ein Film der Bruce Springsteen in einer Phase zeigt, in der Depressionen seine Karriere und Entwicklung gefährden. Der Film hat viele starke Seiten, wird aber teilweise rührselig und verliert damit an Kraft, insbesondere in Bezug auf die Dramatik seines Kampfes gegen diese Krankheit
Gelungen ist aber auf jeden Fall die Geschichte um die Vollendung seines „Nebraska“ Albums. Hier erfährt man viel über den Druck, aber auch den Fanatismus des ...
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David Willson
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3,5
Veröffentlicht am 29. Oktober 2025
In wieweit wird ein Mann von seiner Erziehung für das Erwachsensein vorbereitet oder vorbelastet. In diesem Biopic Film über das Lebensabschnitt des Anfangs von Bruce Springsteens Karriere Aufstieg wird Springsteens Verarbeitung seiner Dämonen und seines Traumas seiner Kindheit thematisiert indem diese Verarbeitung eine besondere Phase seiner Kreativität hervorruft. White und die Hauptbesetzung spielen die Rollen mit einer gewissen ...
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Moviereaper
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4,0
Veröffentlicht am 1. November 2025
Springsteen: Deliver Me From Nowhere – Nur ein Biopic von vielen?
In der Kinogeschichte gab und gibt es immer wieder Phasen in denen ein bestimmtes Genre besonders häufig produziert wird, bis es seine Besonderheit verliert und zur 0815 Massenware verkommt. In den 60er und 70ern waren es die Western und Spaghetti-Western in den 00er und 10ner Jahren die Superheldenfilme und in den letzten Jahren sind es vermehrt die Musik-Biopics. Abgesehen ...
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MUC
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5,0
Veröffentlicht am 24. Oktober 2025
Tiefgründige und sensible Darstellung dieses großartigen Musikers. Wir erleben hier einen Menschen mit all seinen Zweifeln und der Suche nach sich selbst. Die Auszüge seiner epochalen Songs sind ein Top dieses Biopics.
“Springsteen: Deliver Me From Nowhere" hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen. Kinder, die zwischen 6 und 11 Jahre alt sind, dürfen laut FSK den Film allerdings auch im Kino sehen, wenn sie in Begleitung einer sorgeberechtigten Person oder eines Vormunds sind.
Mit dem Segen von „The Boss“
Rocklegende Bruce Springsteen war gemeinsam mit seinem Manager Jon Landau (der im Film - dargestellt von Jeremy Strong - ebenfalls eine wesentliche Rolle spielt) von Anfang an in der Entwicklung des biographischen Dramas „Springsteen: Deliver Me from Nowhere“ über sein eigenes musikalisches Schaffen involviert. „The Boss“ besuchte die Dreharbeiten sogar insgesamt 7. Mal und tauschte sich dabei jeweils auch mit Schauspieler Jeremy Allen White aus,
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Kurioser Altersunterschied zwischen der Leinwand-Mutter und ihrem Sohn
Auch wenn Gaby Hoffmann in „Springsteen: Deliver Me from Nowhere“, die Mutter von Musiklegende Bruce Springsteen spielt, trennen sie und Springsteen-Darsteller Jeremy Allen White nur 9 Jahre.