Wie viel man mit den Filmen von John Carney anzufangen weiß, steht und fällt wahrscheinlich entscheidend damit, wie man selbst auf Musik blickt. Seit der Ire vor fast 20 Jahren mit „Once“ einen ungemein profitablen Überraschungshit landete – die Straßenmusik-Romanze spielte das 140-Fache ihres schmalen Budgets von 112.000 Euro ein –, dreht er unaufhörlich Filme über Musik als Selbstfindungsmotor, Wahrheitsträger und Gemeinschaftsstifter. Wobei diese Aussage spezifiziert werden muss: Carney, der gemeinsam mit „Once“-Hauptdarsteller Glen Hansard auch Teil der Rockband The Frames ist, geht es in Filmen wie „Can A Song Save Your Life?“ oder nun auch „Power Ballad – Der Song meines Lebens“ nicht nur um Musik. Es geht ihm um „richtige“, um „ehrliche“ Musik. Ein Song ist bei ihm nur dann etwas wert, wenn er direkt vom Herzen in die Hand fließt. Fehlen seinen Figuren die richtigen Worte, schreib