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Lemmiblog
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4,5
Veröffentlicht am 15. Mai 2026
DER BESTE SCHAFSFILM ALLERZEITEN
George liebt seine Schafe mehr als die meisten ihre Nachbarn. Er pflegt sie und liest ihnen Krimigeschichten vor. Als die Schafe ihn eines Morgens tot auffinden, müssen sie nicht nur lernen, dass Tod real ist, sie beschließen kurzerhand selbst den Mörder zu finden. Blöd nur, dass der Wachtmeister die Kombinationsgabe eines Toastbrots hat.
Glennkill geht ca. 110 Minuten, ist ab 6 Jahren freigegeben und ist genau die Sorte Film, bei der man sich denkt: „Das klingt komplett bescheuert" und dann sitzt man da und hat überraschend viel Spaß. Im Grunde bekommen wir hier Sheeplock Holmes präsentiert. Die Schafe untersuchen den Mord an George, der von Hugh Jackman gespielt wird und ungefähr so lange Screentime hat wie manche Marvel-Nebenfigur vor dem Serientod. Was den Film so gut macht, ist dieser perfekte Mix aus Humor, Herz und Krimi. Der Mordfall ist spannend aufgebaut. Direkt am Anfang werden sämtliche Verdächtigen eingeführt und jeder wirkt auf seine Weise schräg oder verdächtig. Die Schafe selbst sind das eigentliche Highlight. Vor allem Lily und Moppel, gesprochen von Anke Engelke und Bastian Pastewka, sind fantastisch. Diese Mischung aus Naivität, Chaos und ehrlicher Güte funktioniert einfach hervorragend. Überraschend stark sind die ernsteren Themen. Der Film spricht Verlust, Erinnerung und sogar Rassismus an, allerdings so clever und verständlich, dass selbst Kinder sofort kapieren, worum es geht. Gerade die Sache mit dem „Winterschaf“ ist tragisch und clever umgesetzt. Das Finale liefert eine gelungene Auflösung, bei der ich tatsächlich nicht wusste, wer der Täter ist, plus einen angenehm Abschluss ohne Kitsch. Unterm Strich eine richtig starke Feel-Good-Komödie mit Herz, Humor und überraschend cleverem Kriminalfall. Der Film schafft lustige, traurige und ernste Momente, ohne den Fokus zu verlieren.
9/10 Punkten. Die wichtigsten Figuren bekommen alle ihre großen Momente, selbst wenn der arme Wachtmeister dabei wirkt, als hätte ihn das Leben persönlich zum Praktikanten erklärt.
Ich hatte vor Jahren schon das Buch gelesen und war nicht sonderlich angetan, leider hat sich das beim Film so wiederholt. Der funktioniert für mich nicht, weil er diverse Komponenten verbaut, die abr nicht stimmig zusammenpassen. Da ist Hugh Jackman als herzlicher Schäfer, der sich um seine Scahfe kümmert, da ist eine Krimistory, in der ein überforderter und unerfahrener Polizist einen Mörder sucht und dazu gibt es noch das Gimmick mit der Schafsperspektive. Dabei hören wir, wie die Schafe untereinander die Situationen kommentieren und selber versuchen zu ermitteln. Das hat manchmal nette Augenblicke oder gute Sätze, aber letztlich zappt der Film zwischen den Bereichen wild herum und hätte isch bsser auf einen teil fix fokussiert. Trotzdem ist hier kurzweiliger Zeitvertreibt gegeben, zumal das alles recht herzig daherkommt.
Fazit: Charmant, aber nicht so richtig witzig mit funktionierendem Standardkrimiplot!