Was für ein schwacher Film. Die Idee schien auf einen witzigen Verlauf zu verweisen, dumme Schafe, die einen Mordfall lösen, aber was wird daraus gemacht. Eine kitschige, dümmliche Dorfgeschichte mit schlechten Schauspielern, wo selbst die Schafe nicht überzeugen können. absolute Enttäuschung
"Glennkill - Ein Schafskrimi" ist ein wunderbarer Film, mit einem Hauch von "Watership Down", der theoretisch kitschig klingt und extrem dumm sein sollte, aber letztendlich brillant mit wirklich liebenswerten Erfahrungen ausgeführt wird. Es ist durchaus bemerkenswert, dass hässliche und schlechte Dinge in der Welt hier auf eine direkte, aber erhebende Weise gehandhabt werden, die selbst auch die kleinsten Mitglieder ihrer Familie zu schätzen wissen. Das Schafs-Abenteuer ist ein familienfreundlicher Film, der Erwachsene als auch Kinder unterhaltend anspricht, indem er ironische Betrachtungen mit körperlichen Slapstick Einlagen und anderen komischen Routinen kombiniert.
"Glenkill: Ein Schafskrimi" von Kyle Balda verknüpft eine klassische Detektivgeschichte, britisches Dorf-Flair und anrührende Tier- und Familiengeschichte zu einem liebenswerten Filmjuwel. Die Schafe sind zudem so lebensecht animiert, dass man komplett vergisst, dass sie nicht genauso echt sind wie die menschlichen Schauspieler. Die beiden Hauptermittler-Schafe Lily und Mopple werden außerdem von Anke Engelke und Bastian Pastewka gesprochen und die zwei sind einfach so sympathisch und haben so eine tolle Chemie zusammen, das ist jedes Mal ein riesiges Vergnügen, sie gemeinsam zu erleben.
Man kann der Geschichte vielleicht vorwerfen, dass der Kriminalfall und die Verdächtigen relativ leicht zu durchschauen sind. Aber mich hat es nicht gestört, weil ich das Gesamtergebnis rund fand und man trotzdem gut miträtseln konnte.
Fazit: Ein großer Spaß, anrührend, liebenswert und toll umgesetzt. Sehenswert!
Wenn der Schäfer George Hardy (Hugh Jackman) abends vor seinem Wohnwagen sitzt und Krimis vorliest, dann hat er ein sehr spezielles Publikum. Eigentlich ist sich George gar nicht sicher, ob sein Publikum überhaupt zuhört. Es handelt sich um seine Schafsherde. Und tatsächlich hören die Schafe sogar sehr genau zu. Sie lieben nämlich Krimis. Allerdings geschieht dann genau vor ihren Augen ein solcher Krimi. Denn in der Nacht ist George ermordet worden. Für den Dorfpolizisten Tim Derry (Nicholas Braun) ist das eine Premiere: Mit einem Mordfall hatte er es noch nie zu tun. Dementsprechend stellt er sich nicht sehr geschickt an. Was blöd ist, denn ein Journalist ihn ständig begleitet. Elliot Matthews (Nicholas Galitzine) wittert eine große Story. Aber die Schafe Lily (Stimme: Anke Engelke) und Mopple (Bastian Pastewka) wollen diesen Fall unbedingt lösen...
Eines vorweg: "Glennkill - Ein Schafskrimi" ist kein Kinderfilm. Manchmal könnte man den Eindruck bekommen, wenn hier mit einem lustigen Schafsfilm geworben ist. Es ist das, was der Titel schon sagt: ein Krimi, wenn auch einer mit viel Humor und Herz. Denn Regisseur Kyle Balda erzählt in seinem Film auch von Verlust und Trauer, vom Tod und dessen Bewältigung. Wenn Lily den Lämmern erzählt, dass man am Lebensende als Schaf zur Wolke wird und dann einsehen muss, dass das ja gar nicht so ist, dann ist das rührend. Gleichzeitig ist diese Krimikomödie oft herrlich absurd. Wenn die Schafe dafür sorgen, dass Beweise ins Dorf gelangen und sich der Polizist wundert, dann ist das gute Comedy. Der Film hätte schnell ins Alberne abgleiten können, das passiert aber glücklicherweise nicht. "Glennkill" ist wirklich schöne Unterhaltung.
Ein harmloser Familienfilm der niemandem wehtut. Herzige Charaktere - sowohl Schäfer, als auch Schafe, dazu ein paar humorvolle Szenen, aber alles in allem doch sehr glattgebügelt. Für den Sonntag Nachmittag aber ein netter Zeitvertreib.
George liebt seine Schafe mehr als die meisten ihre Nachbarn. Er pflegt sie und liest ihnen Krimigeschichten vor. Als die Schafe ihn eines Morgens tot auffinden, müssen sie nicht nur lernen, dass Tod real ist, sie beschließen kurzerhand selbst den Mörder zu finden. Blöd nur, dass der Wachtmeister die Kombinationsgabe eines Toastbrots hat.
Glennkill geht ca. 110 Minuten, ist ab 6 Jahren freigegeben und ist genau die Sorte Film, bei der man sich denkt: „Das klingt komplett bescheuert" und dann sitzt man da und hat überraschend viel Spaß. Im Grunde bekommen wir hier Sheeplock Holmes präsentiert. Die Schafe untersuchen den Mord an George, der von Hugh Jackman gespielt wird und ungefähr so lange Screentime hat wie manche Marvel-Nebenfigur vor dem Serientod. Was den Film so gut macht, ist dieser perfekte Mix aus Humor, Herz und Krimi. Der Mordfall ist spannend aufgebaut. Direkt am Anfang werden sämtliche Verdächtigen eingeführt und jeder wirkt auf seine Weise schräg oder verdächtig. Die Schafe selbst sind das eigentliche Highlight. Vor allem Lily und Moppel, gesprochen von Anke Engelke und Bastian Pastewka, sind fantastisch. Diese Mischung aus Naivität, Chaos und ehrlicher Güte funktioniert einfach hervorragend. Überraschend stark sind die ernsteren Themen. Der Film spricht Verlust, Erinnerung und sogar Rassismus an, allerdings so clever und verständlich, dass selbst Kinder sofort kapieren, worum es geht. Gerade die Sache mit dem „Winterschaf“ ist tragisch und clever umgesetzt. Das Finale liefert eine gelungene Auflösung, bei der ich tatsächlich nicht wusste, wer der Täter ist, plus einen angenehm Abschluss ohne Kitsch. Unterm Strich eine richtig starke Feel-Good-Komödie mit Herz, Humor und überraschend cleverem Kriminalfall. Der Film schafft lustige, traurige und ernste Momente, ohne den Fokus zu verlieren.
9/10 Punkten. Die wichtigsten Figuren bekommen alle ihre großen Momente, selbst wenn der arme Wachtmeister dabei wirkt, als hätte ihn das Leben persönlich zum Praktikanten erklärt.