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1.486 Kritiken
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3,5
Veröffentlicht am 6. Juli 2026
Leute, glaubt nicht den negativen Kritiken hier! „Don’t Turn Out The Lights“ ist ein richtig geiler, extrem fieser und teilweise auch wirklich gruseliger Mystery-Horror-Thriller. Zugegebenermaßen hat der Film schon einige Längen, er braucht auch erstmal 40 Minuten, bis es überhaupt losgeht, aber danach geht es dann auch richtig zur Sache. Und ja, die Mädels schreien viel, aber das Sounddesign ist auch gleichzeitig der große Pluspunkt im Film. Die Geräusche, die man von draußen hört, sind so heftig und berstend intensiv, das ist extrem beängstigend. Der Film spielt stark mit der Dunkelheit und der Ungewissheit, man weiß nie, was wirklich gerade wirklich passiert und was Einbildung ist.
Es gibt eben keine krassen Jumpscares oder heftige Gore-Effekte, der Film lebt von seiner unheimlichen Atmosphäre und eben wie gesagt von einer wirklich, wirklich fiesen Soundkulisse. Dazu ist das Setting in diesem Wohnmobil auch sehr beengt und klaustrophobisch, die Stimmung manchmal geradezu psychedelisch hypnotisch, das ist schon ziemlich cool! Von mir gibt’s an dieser Stelle eine ganz klare Empfehlung! Fieser kleiner Indie-Mystery-Horror-Thriller, der zudem ein wirklich bösartiges, verstörendes Ende bereithält. Sehenswert!
Die Bildqualität und die Vertonung wirken im Streaming nicht mehr zeitgemäß. Aus der HD-Auflösung ließe sich deutlich mehr herausholen, und die fast durchgehend centerlastige Tonspur ist für heutige Verhältnisse enttäuschend.
Die Handlung folgt einem bekannten Muster, das man aus vielen Filmen dieser Art kennt: Eine Gruppe junger Leute macht sich auf den Weg ins Nirgendwo und gerät bereits an einer Tankstelle mit einigen Einheimischen aneinander. Doch die Auseinandersetzung ist damit nicht beendet. Später verlieren sie die Orientierung und fragen ausgerechnet an der falschen Stelle nach dem Weg.
Erst nach rund 40 Minuten geschieht etwas Interessantes, als die Gruppe den Wald erreicht. Ab diesem Zeitpunkt sind auch vereinzelt Surround-Effekte zu hören.
Wirklich ernst nehmen kann man den Film jedoch kaum. Die Handlung ist stellenweise derart konstruiert und unlogisch, dass die Ereignisse eher unfreiwillig komisch als bedrohlich wirken. Besonders fragwürdig ist das Verhalten der Frauen, die einfach mit dem Wohnmobil davonfahren und ihre beiden „Beschützer“ zurücklassen. Auch die Figuren selbst handeln äußerst widersprüchlich: Mal geben sie sich mit machohaften Sprüchen hart und überlegen, nur um kurz darauf ängstlich wie kreischende Kinder zu reagieren. Dieses ständige Hin und Her wirkt wenig nachvollziehbar und trägt nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der Handlung bei.
Wer auf der Suche nach einem spannenden Horror- oder Thrillerabend ist, sollte lieber zu einem anderen Film greifen. Die investierte Zeit lässt sich deutlich sinnvoller verbringen.