The Rule Of Jenny Pen
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Lemmiblog
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4,0
Veröffentlicht am 30. März 2026
WO KEINE LÖWEN SIND, HERRSCHEN DIE HYÄNEN

Richter Stefan Mortensen erleidet während einer Urteilsverkündung einen Schlaganfall und landet im Pflegeheim. In seinem Kopf ist klar, das hier ist nur ein kurzer Zwischenstopp. Die Realität sieht anders aus und noch schlimmer, es gibt jemanden, der genau weiß, wie man aus solchen Orten persönliche Jagdgebiete macht, Dave Crealy.

The Rule of Jenny Pen geht ca. 100 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Mit Geoffrey Rush und John Lithgow in den Hauptrollen und die beiden liefern sich hier ein Duell, bei dem man regelmäßig den Atem anhält.
Das Setting ist perfide einfach, alte Menschen mit Demenz, Senilität oder körperlichen Einschränkungen. Perfekte Opfer für jemanden wie Dave, der seine Mitbewohner systematisch schikaniert, manipuliert und psychisch zerlegt.
Lithgow spielt das so widerlich überzeugend, dass man ihn am liebsten selbst aus dem Heim werfen würde. Das Zusammenspiel mit Rush ist brillant. Stefan hat noch seinen Verstand, Stolz und Intellekt, aber eben nicht mehr die körperlichen Mittel, um sich zu wehren.
Also kämpft er mit dem, was ihm bleibt, seinem Verstand und der scharfen Zunge.
Besonders fies ist, niemand glaubt oder unterstützt ihn. Die Pfleger sehen in ihm nur den arroganten Ex-Richter, der sich nicht mit seiner Situation abfinden kann.
Dave sorgt zu dem mit einer Mischung aus Manipulation und Timing dafür, dass alles immer so aussieht, als würde Stefan langsam den Verstand verlieren.
Es ist eine Art Horror, der dir nicht ins Gesicht springt, sondern langsam neben dich setzt und flüstert:
„Du kannst nichts tun außer zu sehen.“
Einziger Dämpfer ist das Finale. Nach all den cleveren Spielchen, den Wendungen und der Boshaftigkeit wirkt der Abschluss fast schon enttäuschend normal.
Unterm Strich ein stark gespielter, unangenehm intensiver Film, der gerade durch seine ruhige, bösartige Art wirkt.

8,5/10 Punkten. „Meine Familie hat mich nur über Weihnachten hier gelassen, danach holen sie mich wieder ab.“
Wir haben Oktober.
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