In der Familie run um den zwölfjährigen Lucas Roosen (Noèl Gabriel Kipp) bringt ein vermeintlich harmloser Aprilscherz ihres chinesischen Austauschschülers Xi Zhou (Max Zheng) das Leben der Roosens gehörig durcheinander. Der Scherz entfacht eine wilde Verfolgungsjagd, in die nicht nur tollpatschige Polizisten, sondern auch Gangsterrapper und Muskelprotze verwickelt werden. Im chaotischen Durcheinander stolpert die Familie über einen Schutzgelderpresserring und sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, die alte Gewohnheiten aufbrechen. Während die Hektik eine zarte Romanze in Gefahr bringt, finden Lucas und seine Familie über das gemeinsame Abenteuer wieder zueinander.
Mit „Schläfer“ und „Der Räuber“ hat Benjamin Heisenberg zwei der faszinierendsten deutschsprachigen Thriller-Dramen der vergangenen rund 20 Jahre inszeniert. Die Kamera ist in diesen Filmen oft distanziert, ein kühler Beobachter. Die Erzählung ist minimalistisch, viel wird nonverbal über Gesten und vor allem Blicke kommuniziert. Schon mit seinem dritten Spielfilm „Über-Ich und Du“ zeigte der Regisseur aber auch eine andere Seite. Die absurd-komische Satire mit grotesken Einschüben kommt viel verspielter daher – was nicht nur die Bildgestaltung, sondern auch der Musikeinsatz unterstreichen. Nach einem Jahrzehnt Kinopause, in dem Heisenberg unter anderem einen Roman geschrieben hat, treibt er diese expressivere Inszenierung noch eine Spur weiter – und das nicht ohne Grund.Denn „Der Prank - April, April!“ hat ein ganz anderes Zielpublikum als die vorherigen Werke von Benjamin Heisenberg. Es