Turbulence
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Bagliotter Vital
Bagliotter Vital

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1,0
Veröffentlicht am 25. März 2026
Review: "Turbulence" (2025) – Wenn Hollywood die Schweiz mit Detroit verwechselt

Wertung: von 5 Sternen - und nur wegen der originellen Ballonfahrerei ...

Der Film "Turbulence" startet im glitzernden Finanzzentrum Zürichs, doch wer gehofft hat, hier ein authentisches Drama zu sehen, wird schnell enttäuscht. Der Plot leidet unter einer massiven Überdosis US-amerikanischer „Unkultur“, die so krampfhaft auf die Schweiz projiziert wurde, dass sie fast schon als Realsatire durchgeht.
Das "Entlassungs-Märchen"

Der Film zeigt einen dramatischen Headcount-Abbau, der in Waffengewalt und Suizid mündet. Liebe Drehbuchautoren: Wir sind hier nicht in einem „At-Will Employment“-Staat der USA. In der Schweiz laufen Massenentlassungen durch Sozialpläne und Abfindungspakete so geregelt ab, dass die im Film gezeigte Eskalation völlig hanebüchen wirkt. Die Realität ist: Wer hier auf diesem Level gefeuert wird, geht meist mit einem goldenen Handschlag, über den sich manch einer eher freut, als zur Pistole zu greifen. Die dargestellte Verzweiflung ist schlichtweg "un-schweizerisch".
Moralvorstellungen aus dem 19. Jahrhundert

Besonders abstrus wird es beim Erpressungsszenario. Eine Fremde behauptet, eine Affäre mit einer Führungspersönlichkeit gehabt zu haben. Der Film tut so, als würde in der Schweiz die Welt untergehen, wenn ein Manager ein Privatleben hat. Diese puritanische Angst vor moralischer Ächtung ist ein rein amerikanisches Importprodukt. In der hiesigen Realität würde ein solches Szenario kaum die nötige Fallhöhe für einen Thriller bieten – erst recht nicht in dieser hysterischen Darstellung.
Logik-Löcher so gross wie das Gotthard-Massiv

Der Stalking-Plot setzt dem Ganzen die Krone auf:

Die Erpressung via SMS: Dass ein Top-Manager sich von billigen Handy-Nachrichten einer psychisch labilen Person derart terrorisieren lässt, statt die Nummer schlicht zu blockieren oder die Security einzuschalten, entspricht der Logik eines Vorschulkindes.

Die Eskalation: Jeder "Normalo" hätte das Problem nach der zweiten Nachricht technisch gelöst. Dass daraus ein lebensbedrohliches Drama konstruiert wird, beleidigt die Intelligenz des Zuschauers.

Fazit:
"Turbulence" ist ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn US-Autoren ein Skript schreiben, ohne jemals einen Fuss in ein Schweizer Büro gesetzt zu haben. Ein Film für "Schwachmaten", die auf billige Schockeffekte stehen und bereit sind, jegliche Logik an der Garderobe abzugeben. Wer wissen will, wie die Schweiz wirklich tickt, sollte diesen Absturz lieber ignorieren.
Enes Balli
Enes Balli

1 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 23. März 2026
Der Film ist spannend, hat aber auch einige unrealistische Szenen. Insgesamt okay für einmaliges Anschauen.
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