Araki Murashige (Masahiro Motoki) erhebt sich gegen die brutalen Methoden von Oda Nobunaga und beginnt eine Belagerung, die ihn bald in eine ausweglose Lage bringt. Nachdem Odas Truppen das Schloss umzingeln, ist Murashige von der Außenwelt abgeschnitten und gezwungen, seine aufgebrachten Gefolgsleute unter Kontrolle zu bringen, während er versucht, die Bewohner der Festung zu schützen. Unterstützung findet er bei seiner Frau Chiyoho (Yuriko Yoshitaka), die ihm emotionalen Halt gibt. Als jedoch ein Junge innerhalb der Schlossmauern ermordet wird, folgt eine Reihe rätselhafter Vorfälle. Der Täter muss sich unter den Gefolgsleuten oder Familienmitgliedern befinden. Während draußen feindliche Armeen lauern, wächst hinter den Mauern das Misstrauen unter allen Beteiligten.
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
4,0
stark
The Samurai And The Prisoner
"Sherlock" trifft "Shōgun"
Von Björn Becher
Die historischen Ränkespiele und Kriegsstrategien von „Shōgun“ kombiniert mit dem genialen Ermittlungsverstand von Meisterdetektiv Sherlock Holmes: Diese beiden Zutaten führt der auf das Sprengen von Genre-Grenzen spezialisierte Kultregisseur Kiyoshi Kurosawa („Before We Vanish“) in „The Samurai And The Prisoner“ zusammen. Die Adaption des mehrfach preisgekrönten Bestsellers von Honobu Yonezawa beeindruckt nicht nur mit herausragender Ausstattung und starken Bildern, sondern vor allem auch durch ihre Vielseitigkeit.Kurosawa paart Whodunit-Rätsel mit einem packenden Psycho-Duell – und erzählt nebenbei unglaublich viel über das feudale Japan. Allerdings verlangt das erste Samurai-Drama des einst mit dem Horrorfilm „Cure“ bekannt gewordenen Filmemachers dem Publikum auch eine Menge Geduld ab. Ausladend lange Dialogpassagen, ein teils sichtbares Desinteresse an Schlachten und die hier eher b