Hellraiser 4: Bloodline
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2,0
Veröffentlicht am 6. Juli 2026
Ach du liebe Zeit! Was haben sich die Studiobosse nur dabei gedacht? Regisseur Kevin Yagher hatte eine eigentlich ganz coole Vision davon, wie er das Franchise weiterführen wollte. Dem Studio Dimension Films war dies aber zu philosophisch, sie wollten mehr Slasher-Action haben, so dass der Film noch einmal komplett umgeschnitten wurde, einige Szenen wurden dann sogar ohne den Regisseur neu gedreht. Yagher war mit dem Ergebnis so unzufrieden, dass er sogar seinen Namen aus dem Projekt zurückzog, der Film wurde unter dem Pseudonym Alan Smithee veröffentlicht.

Naja, diese sinnlose Zerstückelung merkt man dem Film auch deutlich an. Er spielt in drei Zeitebenen (18. Jahrhundert, 90er Jahre, Jahr 2127), zwischen denen immer wieder hin und hergesprungen wird. Das ist streckenweise ziemlich wirr und folgt keinem wirklich durchdachten Konzept. Das Ende kommt dann auch ziemlich plötzlich und ist total lächerlich. Das eigentlich coole Setting der Raumstation mit klaustrophobisch beengten Räumen wird überhaupt nicht genutzt. Man erfährt zwar einiges Interessantes über den Ursprung des Würfels, insofern ist der Film für echte Fans durchaus interessant. Auch die (wenigen) Gore-Effekte sind für die damalige Zeit ganz okay, sie sind handwerklich gemacht, ohne CGI, das ist schonmal ziemlich cool, aus heutiger Sicht aber doch auf trashigem C-Movie-Niveau.

FAZIT: Vom Studio grausam zerstückeltes Machwerk, das jetzt durch wirre Zeitsprünge eher nervt als unterhält. Am Ende sind zu wenige Slasher-Szenen enthalten, die Hellraiser-Lore wird zwar etwas vertieft, aber für einen wirklich guten Film reicht das alles nicht. Am besten nach Teil II aufhören, ich glaube, es wird auch nicht mehr wesentlich besser.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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1,5
Veröffentlicht am 14. Juni 2021
Dies ist dann wohl der Befreiungsschlag. Teil 2 war ein direktes Sequel zu Teil 1; Teil 3 griff immerhin noch eine Figur und die wesentlichsten Punkte auf, diese Folge vier befreit sich von alledem und macht sein eigenes Ding. Eigentlich geht es nur darum wieder schöne Horror und Folterszenarien zu ermöglichen und effektiv zu inszenieren und dabei Doug Bradley als Pinhead wieder spektakulär ins Zentrum zu verfrachten. Dessen Auftritte sind aber relativ zurückgefahren, statt dessen mixt der Film eine krude Story die durch mehrere Zeitebenen geht und sich um den ominösen Zauberwürfel handelt. Leider ist diese gähnend langweilig (bei einer Lauflänge von gerade mal 80 Minuten) und man knüpft irgendwie keinerlei emotionale Anbindung zu den Figuren, da diese bleich und uninteressant sind. Die SciFi Effekte in den Zukunftsszenarien sind obendrein meilenweit unter einer typischen Star Trek Episode. Leute die alles komplettieren müssen (wie ich) können es hier natürlich mal versuchen, insgesamt aber enttäuscht die vierte Folge und bietet außer ein paar blutigen Momenten nichts.
 
Fazit: Uncharismatischer Fortführer ohne Reiz!
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