Die Protagonistin Lena wehrt sich vehement dagegen, ihre „Mount Herzl Academy“ als „The Cemetery Club“ zu bezeichnen und fordert einen anderen Filmtitel. Sekunden später flimmert in weißen zurückhaltenden Buchstaben „The Cemetery Club“ über die Leinwand. Der Club besteht aus Überlebenden des Holocaust, die sich jeden Samstag auf dem Gelände des Nationalfriedhofs Mount Herzl in Israel zu einem Picknick mit literarischen und politischen Diskussionen treffen. Bewaffnet mit Klappstühlen aus Plastik sowie Kost für Körper und Geist ziehen sie vorbei an Gräbern und teilen im Schatten einer Pinie die Erfahrungen ihrer alten Tage.
3,0
solide
The Cemetery Club
Von Nicole Kühn
Von seinem angestaubten Image hat sich der Dokumentarfilm in den vergangenen Jahren mit erstaunlicher Dynamik entfernt. Das Schattendasein, das die pointierte Beobachtung der Realität lange Jahre führte, ist einem enormen Interesse gewichen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die allgegenwärtigen Reality-Soaps geradezu das Verlangen nach dem authentischen Blick in die Welt geweckt haben – und eine erstaunlich große Zahl von Regisseuren ein feines Gespür dafür zeigen, das Besondere im Alltäglichen zu entdecken und dramaturgisch spannend in Wort und Bild zu erzählen. Tali Shemesh nähert sich in ihrem „The Cemetery Club“ dem beklemmenden Thema der Holocaust-Überlebenden mit unerwarteter Offenheit und wagt sogar, sich ihren Protagonisten mit einem Hauch von Ironie zu begegnen, ohne dabei die Einzigartigkeit ihrer schmerzlichen Erfahrungen in Frage zu stellen.Was sie jedoch in Frage stellt
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Produktionsland
Israel
Verleiher
Ventura
Produktionsjahr
2006
Filmtyp
Spielfilm
Wissenswertes
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Budget
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Sprachen
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Produktions-Format
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Farb-Format
Farbe
Tonformat
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Seitenverhältnis
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Visa-Nummer
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