Planet Terror
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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3,0
Veröffentlicht am 2. Mai 2026
Robert Rodriguez zwischen Zombie-Spaß und Sexismus...

Robert Rodriguez und Quentin Tarantino verbindet eine lange Freundschaft. Mit ihrem gemeinsamen Horror-Klassiker „From Dusk Till Dawn“ (1996) startete für beide eine erfolgreiche Karriere. Doch 2007 führte sie die Kinogeschichte wieder zusammen mit ihrem Projekt Grindhouse. Ein Double-Feature, bei dem zwei Filme nacheinander gezeigt wurden. Ein Format, welches nach den 30ern und 40ern nach und nach ausstarb, doch Tarantino und Rodirguez wollten diese Kino-Tradition wieder aufleben lassen, ebenso wie das Genre der B-Movies. Während Tarantino mit „Death Proof“ einen deutlich ernsteren Action-Film präsentierte, zeigte Rodriguez eine Gore-Komödie mit Zombies und Rindfleisch: „Planet Terror“. Das Experiment war jedoch nur mäßig erfolgreich und floppte an den Kinokassen. Doch seit dem Release wurden beide Filme bei Fans zu Kultklassikern, ebenso wie die Fake-Trailer, die von anderen Regisseuren wie Edgar Wright oder Eli Roth gedreht wurden. Mittlerweile sind jedoch fast 20 Jahre ins Land gezogen. Während „Death Proof“ recht gut gealtert ist, zeigt sich „Planet Terror“ nicht von seiner besten Seite…

An der mexikanischen Grenze bricht eine Zombie-Epidemie aus. Der Grund: Ein dubioses, grünes Gas wird frei gesetzt und macht aus lebenden Menschen, untote, eitrige Monster. Inmitten des ganzen Chaos treffen eine Gogo-Tänzerin, ein Barbecue-Spezialist, ein Cop, eine gelähmte Ärztin und ein mysteriöser Ex-Knacki aufeinander und versuchen der Hölle zu entkommen…

Von der ersten Sekunde an ist klar, was „Planet Terror“ ist: Eine aufwendige und leidenschaftliche Hommage an alte Exploitation-Filme. Der Film nimmt sich nie ernst, ist oftmals sogar dermaßen over the top, dass es schon albern wird. Das macht aber oftmals auch sehr viel Spaß und selbst die schlechten Dialoge machen dieses Ereignis irgendwie rund. Hinzu kommt ein künstlicher, aber passender Old School Vintage-Look mit richtig schicken und guten Effekten, Stunts und Gore-Momenten. Und der fetzige, verruchte Score von Rodriguez selbst ist einer meiner Lieblings-Soundtracks des Jahres.

Klingt alles ganz solide und unterhaltsam, aber aus heutiger Sicht ist „Planet Terror“ nicht gut gealtert. Dass der Film dabei stolz von der Weinstein Company produziert wurde, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs… Der ganze Streifen strotzt nur so vor konservativem Sexismus und hohlem Macho-Gehabe. Die weiblichen Figuren werden manipuliert und übermäßig sexualisiert, während das fragile, aggressive Männerbild der 80er und 90er regelrecht zelebriert wird. Gerade Freddy Rodriguez´ Figur (El Wray) und Jeff Faheys . sind ein Paradebeispiel für den absurd, lächerlichen Versuch das Ganze cool wirken zu lassen. Damals als Jugendlicher fand ich das Alles auch sehr cool, aber als Erwachsener, halbwegs reifer Mensch wirkt „Planet Terror“ doch unfassbar pubertär und hohl. Und ja, mir ist klar, dass Rodriguez seinen Film absichtlich mit B-Movie-Qualitäten ausstattete, doch da merkt man schnell, dass Tarantino das deutlich besser kann mit Filmen wie „Kill Bill“. Rodriguez kann seine Filme gut produzieren und drehen, aber er braucht deutlich bessere Autor*innen als ihn selbst. Zudem scheint der Film Tiere leidenschaftlich zu hassen, was ich persönlich extrem uncool finde. Während Tarantino seinen Fußfetisch in seine Filme einbaut, ist es hier bei Rodriguez ein Faible für frisches Tierfleisch. Das ist sogar noch ekliger als die ganzen Zombie-Matsch-Effekte.

Ein paar Worte noch zum Release: In Deutschland war der Film von 2008 bis 2019 indiziert, was schon sehr lachhaft ist, bedenkt man, was für Filme in dem Genre in der Zeit uncut erschienen sind… Also, wer den Streifen ungekürzt sehen will, kann das wieder tun, muss aber auf den Untertitel „Uncut“ achten. Zudem gibt es seit 2026 eine zweite Neusynchronisation (warum auch immer)...

Fazit: „Planet Terror“ hat Unterhaltungswert mit blutiger Action, herrlich überzeichneten Momenten und einem tollen Soundtrack. Doch unter dem ganzen Zombie-Splatter schlummert eine zutiefst konservative und sexistische Ader, die aus heutiger Sicht sehr unangenehm ist. Serh schade, denn Rodriguez hat eigentlich das Zeug ganz gute und kurzweilige Actionfilme zu drehen. Wer etwas mehr Substanz und nicht Rodriguez´ Namen verzichten möchte, sollte lieber „Sin City“ schauen, da sind diese Elemente zwar auch vorhanden, aber das Gesamtpaket ist deutlich stimmiger.
Casey 08
Casey 08

14 Follower 997 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 13. Oktober 2025
Der zweite Grindhouse Film ist für mich auch auf dem Niveau von "Death Proof". Man hat einen genialen altmodischen Look, total übertriebene und extrem blutige Action, coole Charaktere, gute Effekte und Bodyhorror und einen genialen Cast. Manchmal ist der Film auch ziemlich eklig und immer total unterhaltsam. Er hat so übertriebene Ideen und der Trash passt perfekt mit rein. Ein paar lusitge Szenen gibt es auch noch wie die einblendung der fehlenden Filmrolle. Robert Rodriguez weiß einfach wie man sowas macht und sollte sowas komisches wie "Spy Kids" einfach sein lassen. Denn sowas hier ist perfekt für Rodriguez auch wenn die Story sehr simpel ist.

Insgesamt ist es ein sehr guter Film der extrem blutig, spaßig und eklig ist und der einen genialen altmodischen Look bietet.
Joker
Joker

45 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 1. Januar 2024
„Planet Terror“ (2007, FSK: 18) ist ein US-amerikanisch-mexikanischer Actionfilm und Thriller von Robert Rodriguez mit einer angenehmen Länge von 105 Minuten.
Tarantino selbst bildet ein kleines Highlight als Rolle in diesem Film. Die Schauspielleistung im Allgemeinen ist gut, wobei natürlich eher keine emotionalen oder innigeren Personenkonstellationen entstehen.
Die Story ist cool, abgedreht und übertrieben. Anfangs entsteht eine unheimlich tolle Stimmung, die allerdings mit weiterem Verlauf des Films aufgelöst wird. Teilweise kann die sinnfreie, idiotische und willkürliche Handlung anstrengend wirken.
Der Film ist originell, hebt sich aber nur schwer von anderen Splatterfilmen ab.
Die düsteren Farben und das krisselige Bild, welches über den ganzen Film gesehen etwas langatmig wird, funktionieren wunderbar und unterstützen die Stimmung. Auch die Kameraarbeit ist gut gelungen.
Die Gesamtvertonung ist in Ordnung, es fehlt aber geile und passende Filmmusik.
Die Qualität wirkt letztlich aber ziemlich billig.
Insgesamt ist der Film überdurchschnittlich gelungen.
→ 5.5 /10
Thomas Z.
Thomas Z.

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3,0
Veröffentlicht am 15. März 2023
"Planet Terror" bietet mir persönlich an vielen Ecken zu wenig, an anderen dafür zuviel. Ich schätze Robert Rodrguez' Talent und seine Filme "From Dusk til Dawn" und "Sin City". Beim gemeinsam mit Quentin Tarantino belebten Grindhouse-Projekt, hat meines Erachtens Tarantino's Beitrag "Death Proof" die Nase klar vor "Planet Terror".
Die Story ist einfach zu uninteressant, so dass sich das Seherlebnis weitgehend auf den Splatter-Fun reduziert und der nutzt sich dann doch relativ zügig ab. Einige nette Einfälle bietet Rodriguez dennoch (Zunge, Suppe anreichen, Maschinengewehrprothese, fehlende Filmrolle). Nichts gegen Trash, der gut funktioniert. Hier ist das leider nur stellenweise der Fall.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 14. Dezember 2020
Tja, wie soll man einen Film bewerten, dessen erste Hälfte als äußerst gelungen und begeisternd unterhaltsam bezeichnet werden kann, dessen zweite Hälfte den Film aber in die Abgründe einer Zucker & Zucker Produktion zieht? Zum einen haben wir zwar einen aufwendig in Szene gesetzten Zombiespaß, mit vielen Zitaten, einem gut aufgelegtem Cast, viel Gore, viel Blut, sexy Darstellerinnen, coolen Darstellern, eine Menge Action. Auf der anderen Seite verliert der Film in den letzten 40 Minuten dermaßen an Qualität, dass einem fast die Spucke wegbleibt. Von dem versprochenem "Schmuddelfilm" bleibt nur noch ein Gag Festival für das Mainstreampublikum, dass wahrscheinlich gar nicht versteht, wie viel Potential hier auf der Strecke bleibt.
schonwer
schonwer

1.387 Follower 728 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 21. Februar 2018
Ich sah die "Planet Terror"-Version aus dem Double Feature "Grindhouse". Diese ist kürzer, nach genauem suchen im Internet stellte sich heraus, dass für Grindhouse unnützliche Szenen rausgeschnitten wurden und die Story recht unverändert bleibt. Deswegen schreibe ich auch eine Kritik hierzu.

Der Film ist typisch im Stil von Robert Rodriguez - blutig, brutal, eklig, trashig. Der Stil vom Film ist genial und macht richtig Spaß. Die Action ist blödsinnig und fetzig, die Figuren skurril und die Dialoge absichtlich so schlecht, dass sie wieder lustig und cool sind. Die Effekte sind zwar trashig, sehen im Gesamtbild allerdings so passend aus, dass diese gut sind.
Der Soundtrack ist genial und die Schauspieler auch, mit vielen Auftritten von bekannten Gesichtern wie Bruce Willis, Josh Brolin und Quentin Tarantino.

Fazit: Authentischer, geiler Look, blutig brutal und trashig - ein sehr spaßiger Zombiefilm.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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4,0
Veröffentlicht am 1. September 2017
Hier ist er also, der zweite Teil von Tarantinos und Rodriguez „Grindhouse“ Project, in den USA liefen dieser Film und „Death Proof“ in einer Doppelvorstellung, wir hier in Deutschland kriegen die Filme einzeln, aber dafür in Langfassungen. Puh. Für Fans und Insider kann dann schonmal das große Raten und diskutieren über Querverbindungen losgehen: es tauchen einzelne Figuren aus „Death Proof“ auf (Sherrif McGraw der auch schon bei „Kill Bill“und „From Dusk Till Dawn“ dabei war). Aber trotzdem ist es am besten man sieht den Film für sich, als einen Film der wirklich so wirkt als sei er vor 30 Jahern entstanden. Wie schon bei „Death Proof“ ist der Film künstlich auf alt gemacht, das bedeutet ständige Bild und Tonstörungen sind drin wobei das leider etwas übertrieben wird, hier und da nervt es nämlich echt und das Highlight ist das mitten drin eine Filmrolle fehlt und der Film plötzlich um ein vielfaches weitergegangen ist und man hats verpaßt. Aber hey, es geht hier um Billigkino und in dem Punkt erreicht der Film sein ziel: eine grottig billige Story die in plumpe Ekeleffekte und wilde Schießereien und Ballereien ausartet die mich persönlich an alte John Carpenter Filme erinnert, insbesondere durch die Musik – großartig. Die Idee Rose McGowan mit einem Maschinengewehr am Fuß agieren zu lassen ist dann der Höhepunkt des Trashs, aber es fügt sich in diesen Streifen nahtlos perfekt ein. Mit Stars in überraschenden Auftritten (Bruce Willis, „Lost“ Star Naveen Andrews und Alteisen Tom Savini) sowie Rose McGowan so gut wie nie und Neuentdeckung Freddie Rodriguez hat man dann auch eine perfekte Heldentruppe so daß anderthalb gewaltätige, spannende und brüllend komische Fimstunden garantiert sind. Einziger Wehrmutstropfen: das Ende hätte für mich anders aussehen sollen ....

Fazit: Brutal, spannend, witzig, trashig – großer Horrorspaß in altmodischem Look!
Coemgen 1.
Coemgen 1.

6 Follower 20 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 20. Oktober 2014
Robert Rodriguez zeigt mit seiner Hommage an den Trasher der 1970er wieder einmal das er coole Sprüche und verrückte Leute in eine Story verpacken kann die wahnwitziger nicht sein könnte. Denn genau darauf will er es ankommen lassen. Das blutige Gemetzel zieht sich durch den ganzen Film, wirkt aber eigentlich zu keinem Zeitpunkt zu widerlich, da es einfach zu unreal erscheint. Dabei hat man dann genügend Zeit sich mit den, doch sehr interessanten, Figuren vertraut zu machen und die kleinen Hinweise auf andere Filme zu erkennen und darüber zu lachen. Wie immer eine gute Zusammenarbeit zwischen Rodriguez und Tarantino.
PostalDude
PostalDude

1.043 Follower 1.108 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 19. September 2017
Wie immer viele Stars am Start, alte Bekannte, die Robert Rodriguez quasi immer dabei hat, eine typische Zombiestory, coole Sprüche & fliegende Gedäme!
Einfach nur "Over the Top"! :D

Macht einfach Spaß, den Film zu gucken !
007Asma
007Asma

22 Follower 86 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 28. Februar 2014
Es ist eine unheimlich schwere Aufgabe , über diesen Film, eine Bewertung abzugeben.
Der Film hat positive und auch viel negative Seiten, wie ich es bei selten einem Film gesehen habe, dies sieht man an den ganzen unterschiedlichen Bewertungen ,der Filmstarts-User.
Genauso ging es mir.
Meiner Meinung nach gab es sehr lustige und brutale Szenen die mir gefallen haben, zum zweiten eine gute Besetzung und letztendlich eine gute Location, für die ganze Geschichte.
Negativ aufgefallen sind ganz besonders die Story, die eine absolute Kathastrophe ist , deswegen mindestens 1 Stern Abzug, für die andren nicht so gravierenden Mängel in diesem Film, ebenfalls 1 Sten Abzug.
Fazit : 3 Sterne sind eine vollkommen ausreichende Bewertung .
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