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Lemmiblog
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3,5
Veröffentlicht am 12. Juni 2026
GLAUBEN HEISST NICHT WISSEN
Drei jugendliche wollen nichts mehr als endlich mit einer Frau zu schlafen. Als sie Sarah kennenlernen sind sie schon ganz kribbelig, doch als ihnen schwarz vor Augen wird erkennen sie den ernst der Lage leider zu spät. Denn Sarah gehört einer Sekte christlicher Wahnsinniger an, die alle Homosexuellen und Sünder töten wollen. Eine Flucht scheint aussichtslos zu sein.
Was nach als Eis am Stiel für arme beginnt, endet in einem fiesen und aberwitzigen Gemetzel. Denn die drei Jungs sind nur der Aufhänger die hier den Plot los treten. Denn nach dem sie gefangen wurden bekommen wir sage und schreibe 15 Minuten Sekten Gelaber. Das schlimme daran ist, wie beängstigend das alles ist, denn solche Leute gibt es wirklich und das ist erschreckend. Mir gefiel die Handlung wie sie verläuft und uns mit neuen Wendungen überrascht. Blut und wildes Kirchengeschwurbel gibt es reichlich, dazu noch John Goodman als Helden. Allerdings stimmt dies auch nicht ganz, denn seine Mission ist ebenso erschreckend wie glaubwürdig. Das große Finale ist dann an Ironie kaum zu übertreffen und ich musste sehr lachen. Leider funktioniert nicht alles, ich hasse es wenn Leute mit offenen Mund Kaugummi kauen, wäh. Zu dem ging mir die Predigt eindeutig zu lange. Am Ende bleibt aber ein äußerst kurzweiliger Streifen der mit seiner Handlung überraschen kann und nicht der dumme Teeniefilm ist den man zu Beginn erwarten könnte.
Ich kann die positiven Kritiken hier nicht nachvollziehen. Ich fand den Film einfach nur langweilig. Schon am Anfang wird ja unheimlich viel gelabert und gefaselt, ich bin da zwischenzeitlich echt weggeknackt... Als ich dann wieder aufgewacht bin, war's auch nicht viel besser. Also für mich einfach nur ein belangloser, lahmer Möchtegern-Thriller ohne Substanz...
Der größte Pluspunkt zuerst: es ist immer toll wenn einen ein bekannter Regisseur restlos überraschen kann. Dies tut Kevin Smith hier mit einem Film der zum einen gegen alles geht was man von ihm direkt erwarten würde, aber eben auch gegen die üblichen Sehgewohnheiten. Man würde damit rechnen dass hier viel zu viel geschwatzt wird, dem ist nicht so. Man würde Ironie oder Humor erwarten, wiederum Fehlanzeige: der Film ist bierernst. Und er ändert auch noch die Erwartungshaltung geschickt: das Ganze sieht zunächst nach einem billigen Videothekenschocker aus mit Saw Anleihen, wechselt aber in der Mitte die Ausrichtung und wird zu einem schockierenden Drama bei dem die Polizei versucht eine gefährliche Sekte auszuhebeln und eine brutale Dauerschießerei entspringt. Besonders krass für den Zuschauer: Hauptfiguren sind entbehrlich, das zu verraten wäre hier kriminell und bleibt dabei aus, aber der Kill von zwei wesentlichen Figuren kommt an einer Stelle so unfassbar unvorbereitet dass ichs für eine Traumsequenz gehalten habe – war aber nicht so. Somit hat Smith auf dem Independent Sektor eine der bittersten Perlen zustande gebracht die wir seid Jahren hatten, leider ist der Effekt dass dieser unbequeme Film kaum Abnehmer und Zuschauer findet.
Fazit: Kevin Smith liefert auf ungewohntem Terrain einen bösartigen Mix aus Horror und Thriller hart an der Grenze des Erträglichen!
Solider spannender Film mit einer brisanten Thematik, allerdings zum Teil sehr abstrus und unglaubwürdig.
Wunderbar wird diese christlich fundamentale Sekte voller hirnlos treu ergebender Schafe mit ihrem sehr wortlastigen Prediger vorgeführt, jeder halbwegs vernünftige Mensch möchte ihnen einfach nur das Maul stopfen... und auf der anderen Seite die Staatsgewalt, die allersdings auch ziemlich hirnlos agiert bzw. agieren muss.
Die Jungs sind da eigentlich nur ein Spielball zwischen den Fronten.
Die Spannung zieht gut an und langweilig wird es so gut wie nie, nur das Verhalten der einen oder anderen Person will sich mir nicht ganz erschließen (von den Fundamentalisten sowieso, aber auch andere Personen). Für mich wirkt der Film daher zum Teil sehr konstruiert und unlogisch.
Aber sei's drum...auf jeden Fall ist er sehr unterhaltsam und hält vlt. auch dem einen oder anderen Amerikaner den Spiegel vor's Gesicht.
'Red State' ist ein knallharter und brutaler Film mit einer soliden Story. John Goodman hat mir gut gefallen in diesem Film und der Film verläuft anders als ich dachte. Der ganze Film verläuft zwar nur an einer Stelle, trotzdem wird er nicht langweilig. Toller Film!
Red State ist eigentlich schon tatsächlich ein groteskes, aber nur teilweise bitterböses Kino über Sekten. Einerseits war der Spannungswechsel zum Actionfilm irgendwie geil, weil er so sehr unvorhergesehen kam. Denkt mal nach: In jedem anderen Film hätte der blöde Sheriff nichts gesagt und man hätte darauf gewartet wie einer der Protagonisten 08/15-mäßig am Ende doch schafft zu fliehen. Hier hingegen begreifen die Ordnungshüter recht schnell was los ist und wollen das Problem lösen. Ich fand diesen Schritt alles andere als künstlich, sondern schlichtweg mal etwas toll und anders! Allerdings geht dadurch eben der zu Anfang klargemachte Subtext der Extremchristen unter. Diesbezüglich hätte man auch am Ende noch etwas anhängen können. Doch da ich nicht spoilern will: Wenn ihr es seht, werdet ihr wissen was ich meine. So blieb für mich an der Stelle einfach eine Menge Potenzial verschenkt. - Was die Schauspieler angeht, so macht jeder seinen Job gut. John Goodman wirkt an manchen Stellen ob seines Alters einfach etwas zu ungelenk für so ein Feuergefecht. Die drei entführten Jungen sind darüber hinaus alle nur bedingt sympathisch. Prediger und seiner Schäfchen hingegen werden famos gespielt. Hier dann auch noch die Anmerkung: Um einen Folterfilm handelt es sich eigentlich nicht. Es gibt am Anfang eine heftige Szene, aber das war es dann auch schon. -- Fazit: Guter Film mit ein wenig verschenktem Potenzial. Er funktioniert aber auch so!
"Red State" beginnt eigentlich recht vielversprechend: Einige Jungs verabreden sich online mit einer unbekannten Frau zum Sex, geraten dabei aber in die Fänge religiöser Fundamentalisten, deren Auslegung der Bibel auch die Todesstrafe für Sünder vorsieht. Dabei stört es nicht unbedingt, dass die Handlung per Zufall in einen Shootout mit einer (angeblichen) Spezialeinheit mündet, sondern die mangelnde Glaubwürdigkeit der Verhaltensweisen der beteiligten Personen, die über weite Strecken nerven und den Handlungsverlauf zum Schluss ins Lächerliche ziehen. Um nicht zu Spoilern, möchte ich in diesem Zusammenhang auf konkrete Beispiele verzichten. Einen besonders originellen Subtext, der einen über den einen oder anderen Stumpfsinn hätte hinwegsehen lassen, lässt der Film ebenso vermissen. Würdigend zu erwähnen sind einige schauspielerische Leistungen, wie die von Michael Parks als Prediger oder Kerry Bishé als fürsorgliches Schäfchen. Mit John Goodman wollte ich in dem Film nicht so richtig warm werden, was aber in Anbetracht des Handlungsverlaufs auch keine Rolle mehr spielt. Ich wurde bitter enttäuscht.