Der Großmeister hat mal wieder zugeschlagen, George A. Romero himself. Wobei ich mich gerade irgendwie frage, ob das wirklich Not getan hat. Denn so wirklichb etwas Neues zeigt uns der Film eigentlich nicht. Die Story mit den beiden verfeindeten Clans, die unterschiedliche Ansichten darüber haben, wie es denn so mit den Zombies weitergehen soll, ist an sich ganz cool, nur leider ziemlich lahm umgesetzt.
Die Geschichte braucht unheimlich lange, um in Fahrt zu kommen, eigentlich geht es erst nach der Hälfte des Films los, wenn die Leute auf der Insel ankommen. Bis dahin ergeht sich “Survival oft he Dead” in ziemlich belanglosen Dialogen von zudem eher unsympathischen Charakteren. So wirklich eine emotionale Bindung mag man zu keiner der Figuren aufbauen, dann ist einem am Ende auch deren Schicksal ziemlich egal. Nach einer kurzzeitig ganz gut angezogenen Spannungsschraube und auch einigen ganz guten Gore-Szenen, mündet das Ganze dann in einem ziemlich bescheuerten Finale, das ebenso doof wie unglaubwürdig ist. Und die Krönung an Kitsch und Schwachsinn zugleich ist die absolut bekloppte Schlussszene, was soll das denn bitte????
Aber was mich eigentlich so am meisten gestört hat, ist, dass von den Zombies hier keinerlei Bedrohung ausgeht. Die spawnen immer wieder mal zufällig – entweder es gibt auf der Insel ein Nest, wo die pausenlos produziert werden, oder es leben halt einfach tausende Leute auf dieser Insel, die sich dann immer gegenseitig in Zombies verwandeln oder die kommen durchs Wasser geschwommen, oder keine Ahnung, auf jeden Fall gibt es einen endlosen Nachschub an Zombies. Dann sind das die Romero-typischen Schlurf-Zombies, die – wenn man sie richtig in Szene gesetzt hätte – durchaus hätten gruselig sein können, hier aber eigentlich eher lustig oder manchmal lächerlich wirken. Die Menschen sind auch in keinster Weise beunruhigt, selbst, wenn hinter jemandem plötzlich ein Zombie spawnt (ja, woher eigentlich?), dann bleiben alle total gelassen, ein treffsicherer Kopfschuss, vorbei ist es mit dem Untoten. Da ist überhaupt keine Gefahr, die haben so gar nichts Unheimliches oder Bedrohliches an sich, das macht das ganze Zombie-Setting dann irgendwie beliebig und ein Stück weit unnötig.
FAZIT: Ein ebenso liebloser wie unnötiger Beitrag zum Zombie-Genre. Viel dämliche Dialoge, wenig Gore und Zombies, die so gar nicht unheimlich wirken. Von mir gibts da ganz klar keine Empfehlung, dann lieber nochmal “Dawn of the Dead” gucken.