Snake Plissken im Weltall. Die Analogie zu „Die Klapperschlange“ ist gar nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick scheint. Und Guy Pierce ist sichtlich bemüht, im Kurt-Russel-Gedächtnis-BadAss-Wettbewerb hoch abzuschneiden. Seine Figur ist natürlich ein einziges Klischee, die ganze Geschichte überhaupt ist so platt wie es nur geht, sie dient ja eigentlich auch nur als angedeutetes Gerüst, um die Actionszenen zu verbinden.
Und das reicht auch alles, Guy Pierce tritt Ärsche und hat immer einen lässigen Oneliner parat, Maggie Grace ist hauptsächlich dafür da, gut auszusehen, ihre Figur gibt ja immerhin den zentralen Angelpunkt der Story. Peter Stormare gibt ein richtig fieses Arschloch, aber das alles wird noch getoppt von Joseph Gilgun! Der spielt hier einen komplett wahnsinnigen, durchgeknallten Psychopathen, wie wir ihn schon lange nicht mehr gesehen haben. Er blickt so irre in die Kamera und dreht hier so dermaßen am Rad, das ist einfach nur herrlich.
FAZIT: Eine hauchdünne und nicht besonders originelle Geschichte bildet die Grundlage für ein knackiges, kurzweiliges und enorm unterhaltsames Actionspektakel. Das ist alles so überdreht und irre, das kann man alles ja gar nicht ernst nehmen, selbst wenn man wollte. Ich hatte viel Spaß mit dem Film, Guy Pierce hat mir sehr gut gefallen, aber die Schow macht ganz klar Joseph Gilgun. Für Actionfans gibt’s von mir ganz klar eine Empfehlung!