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    Im Zwielicht
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    8martin
    8martin

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    4,0
    Veröffentlicht am 15. November 2020
    Dämmerung der humorvollen Menschlichkeit.
    Ein Ex-Bulle Harry Ross (Paul Newman), der jetzt als Privatdetektiv arbeitet, erzählt aus seinem Leben. Um ihn herum hat der großartige Robert Benton ein soziales Netz gesponnen, in dem jeder irgendwie mit jedem etwas zu tun hat und schuldig wird. Es gibt nicht nur die Guten und die Bösen. Auch nicht nur Freund und Feind. Die Grenzen verschwimmen. Und von Seiten des Drehbuchautors ist immer eine gehörige Portion humorvoller Menschlichkeit im Spiel. Das generiert eine wohltuende Spannung.
    Benton mag seine Charaktere. Bei aller Zuneigung kann da schon mal Ross seinem Freund und Arbeitgeber Ames (Gene Hackman), der gerade einen Herzinfarkt überstanden hat, aus echt geglaubter Liebe seine Frau Catherine (Susan Sarandon) für einen One-Night-Stand ausborgen, nach dem er ihm seine widerspenstige Tochter Mel (Reese Witherspoon) zurückgebracht hatte. Dabei schoss sie ihm in den Oberschenkel, haarscharf an den Kronjuwelen vorbei.
    Es werden Schulden beglichen (Liv Schreiber) oder gedungene Mörder kommen zum Einsatz. Und hier kann Harry seinen alten Freund Raymond (James Garner) erst ganz am Schluss zur Rechenschaft ziehen. Nur Harrys ehemalige Kollegin Lt. Verna (Stockard Channing) bleibt als Einzige eine Frau mit einer weißen Weste. Sie darf am Ende mit Harry in Urlaub fahren. Vorher greift sie aber noch in seine Hosentasche und überprüft, ob Mel wirklich danebengeschossen hat. Sie hat.
    Der Titel passt in seiner ganzen Ambivalenz herrlich zum Plot: Harry Ross bleibt im Zwielicht, man kann ihm in seiner ganzen Aufrichtigkeit nicht immer trauen. Andererseits ist die Dämmerung die Zeit, in der man alles nicht so genau erkennen kann. Hier mogelt man sich so recht und schlecht durch. Das tut Harry auch – auf eine angenehme Art und Weise.
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