Django Unchained
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Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 1. Februar 2013
Zunächst mein herzlichstes Beileid an alle, die Django kritisieren: Ihr habt leider keinen Geschmack.
Zur Kritik:
Als allererstes gibt es zu sagen, dass bei Django Unchained von vorne bis hinten einfach alles zusammenpasst. Die grausame Brutlität vermischt sich mit klasse Humor, gut durchdachter Story und genialen(!) Schauspielern.
Angefangen bei der Gewalt: Dass Django nichts für zartbesaitete ist, muss glaube ich nicht erwähnt werden und doch gibt es zweierlei Arten von Gewalt, die beim Zuschauer stark unterschiedliche Gefühlsregungen auslöst. Die eine ist die durch Rache und Gerechtigkeit begründete Gewalt, ausgehend von Django und Dr. King Schultz, die einem das Gefühl von Genugtuung gibt und die eine gewisse Freude bereitet, z.B. als am Ende der Showdown mit "Kniescheibenschießen" stattfindet (hier z.B. auch eine Wunderbare Vermischung von absoluter Gewaltbereitschaft und genial trockenem Humor). Die andere verdeutlicht auf erschreckende Art und Weise die Qualen, die die "Nigger" während dieser Zeit ertragen mussten (z.B. der Mandingo-Kampf, der im Haus stattfindet oder ein geflohener Sklave, der zur Strafe von Hunden zerfleischt wird).
Weiter mit dem Witz und dem Humor, den dieser Film ausstrahlt: Abwechselnd mit unglaublich spannungsaufbauenden Dialogen und Szenen folgen, wie oben beschrieben, sarkastische Äußerungen und Situationskomik, die jedoch in keinster weise fehl am Platz wirkt, sondern im Gegenteil eine Bereicherung und Auflockerung zur Darstellung von Gealt und Spannung bietet.
Die Story: Sklave wird befreit und will sich rächen und seine Frau zurückgewinnen. Klingt erst mal plump, ist aber zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar oder gar öde.
Die Schauspieler: Ich persönlich kenne keinen Film, in dem ausnahmslos alle Schauspieler ihre Rollen derart perfekt und überzeugend grandios darstellen wie in Django Unchained. Jamie Foxx, der die Rolle des rachsüchtigen Sklaven Django mit der Mission, seine Frau zurückzugewinnen nich besser hätte darstellen können! Christoph Waltz als deutscher Zahnarzt, mittlerweile als Kopfgeldjäger tätig, gibt der Rolle einen derart ausdrucksstarken Charakter wie es kein Zweiter zu tun vermöge, und das ohne dabei auch nur einmal ins Absurde oder Lächerliche zu geraten. Leonardo DiCaprios Leistung in Django Unchained ist fenomenal. Die Verkörperung des frankophilen Plantagenbesitzers Calvin Candie scheint die Rolle seines Lebens zu sein! Doch auch Samuel L. Jackson überzeugt in seiner Rolle als gealterter "Hausnigger" mit "Altersbonus". Alle diese Schauspieler schaffen es, durch ihr Auftreten und ihre Leistung starke Gefühlsregungen wie Hass, Freude und Mitgefühl beim Zuschauer zu erreichen, was ein eideutiger Beweis für die Extraklasse der Schauspielkunst ist. Sie scheinen sich durch ihre grandiosen Leistungen beinahe selbst ins unermesslich Gute hochzustacheln.
Desweiteren finden sich viele Anspielungen auf andere Filme und Klassiker des Western-Genres, die, falls man in diesem Gebiet bewandert ist, einen netten "Zusatz" darstellen.
Ein weiteres Highlight bietet der Gastauftritt von Franco Nero ( für alle, die ihn nicht kennen (schämt euch :D), er ist der Hauptdarsteller der originalen Django Filme), bei dem ich persönlich eine Riesenspaß hatte. Auch Tarantino selbst taucht in einer kleineren Szene als Nebendarsteller auf.

Alles in Allem muss man sagen, dass Tarantino, ob man ihn nun mag oder nicht, mit Django Unchained ein Meisterwerk der Filmgeschichte geschaffen hat, was er nicht zuletzt den grandiosen Schauspielern zu verdanken hat. Ich möchte nur noch einmal klar machen, dass wer eine negative Bewertung zu diesem Film schreibt entweder ein überzeugter Tarantino-Gegner, aus Prinzip ablehnend gegenüber seinen Filmen, ist oder keine Ahnung von überragender Schauspielleistungen und dem Einsatz verschiedener Filmelemente hat.

Ich kann jedem, der den Film noch nicht gesehen hat (oder vllt nur auf movie2k), ihn sich unbedingt im Kino anzuschauen, denn wenn es sich lohnt für einen Film Geld auszugeben, dann für Django Unchained. Ich werde auch einer der ersten sein, der sich die DVD kauft ;)

In diesem Sinne: Viel Spaß beim schauen :)
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 1. Februar 2013
Also ich finde Django Unchained ist ein typischer Tarantino geworden und als Fan von ihm muss ich diesen Film einfach gutheißen, auch wenn er etwas braucht um in Fahrt zu kommen und nicht jede Pointe sitzt.
Als Freund von Italowestern ist es aber ein Genuss zu sehen, wie er selbige zitiert und mit seinem "schwarzen" Western genüsslich die Südstaatenklischees aufgreift und umkehrt. Tarantino hatte ja schon immer eine Schwäche für abwege Dialoge und überzeichnete Charaktere und dies manifestiert sich hier wieder in Figuren wie dem von DiCaprio fast übertrieben nuanciert gespielten Calvin Candie oder dem so vornehmen, wie zugleich raffinierten und brutalen Dr. Schultz der ähnlich von Waltz angelegt ist wie bei Ingloriuos Basterds, aber hier eine ganz andere dezentralere und sympathische Rolle einnimmt. Candie hat sozusagen den Platz von Hans Landa eingenommen.
Tja und Jamie Foxx beeindrukt ebenfalls als gewaltbringender Rächer der Versklavten. Dazu kommen die typisch langen Szeneeinstellungen (vor allem ja typisch bei Leone-Werken) in einem Raum oder Haus (z.B. die Farm von Candy), wo diese Figuren ihre Dialoge zum besten geben, auch wenn diese nicht immer so genial in Szene gesetzt sind, wie beipielsweise bei Pulp Fiction. Und dies wird gepaart mit comicartig übertriebener Action, die nur so vor blei strotzt.
Natürlich ist Django Unhained nicht der größte Tarantino, aber ein großer auf jeden Fall, der sich nahtlos in sein Portfolie einreiht.
PS: so oft wie das wort "nigger" in dem film vorkommt, ist das wohl nur vergleichbar mit der "fuck-orgie" in Scarface :-)
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 1. Februar 2013
Django Unchained ist in meinen Augen nichts besonderes. Wäre er nicht von Tarantino, wäre er im Einerlei untergegangen.

Bei IB hatte ich das Gefühl "Tarantino hatte eine Menge guter Ideen und hat dann daraus einen Film gemacht." Bei Django denke ich hingegen "Tarantino wollte nach dem Erfolg von IB schnell einen neuen FIlm nachschieben und hat versucht ihn irgendwie zu füllen." Warum muss dieser Film 165 min laufen? Weil es so viele guter Ideen gab, die man alle unterbringen muss? Mit Sicherheit nicht. Mir kommt's vor wie "So Leute, wir müssen jetzt irgendwie 165min vollkriegen!"

Waltz spielt Hans Landa, nur halt in lieb. Blöd ist nur, dass die Rolle in IB nun mal davon lebt, dass Landa im Kern das Böseste vom Bösen ist. Und hier? Am Anfang dachte ich noch, das könne was werden, aber dann wurde Schultz immer netter und moralischer und richtig zum liebhaben. Gähn!

Überhaupt weist der Film unzählige Längen auf. Die Szene mit den Kapuzen war flach ohne Ende, wer da lacht, lacht auch über Mario Barth.

Die Gewaltszenen hätten mich vielleicht beeindruckt, wenn ich 20 Jahre auf einer einsamen Insel gelebt hätte. Das alles kam mir lieblos abgedreht vor.

In meinen Augen ist Django Unchained Kommerzkino, um nach dem Erfolg von IB noch schnell was abzusahnen.

Einzig Jackson ist mir positiv aufgefallen, die Rolle war richtig klasse! Das alleine reist es aber nicht raus.
Meowan
Meowan

31 Follower 42 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 31. Januar 2013
Super lustige Unterhaltung. Ein muss für Tarentino Fans. Für die anderen könnte es stellenweise etwas in die Länge gezogen wirken. So viel habe ich aber lange nicht mehr am Stück gelacht :)
rock_soul
rock_soul

21 Follower 125 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 30. Januar 2013
Die Erwartungen waren hoch und wurden übertroffen. Ein überraschend lustiger Tarantino-Film der alles hat was seinen Stil ausmacht. Coolness, Brutalität, scharfe Dialoge, einen hammer Soundtrack, immerwieder in seinen Filmen auftauchende Gesichter und wie erwähnt..diesesmal ein Portion Slapstick-Humor der sitzt und passt. Trotz der langen Laufzeit wird es nie langweilig. Und wenn sich eine Szene mal zu ziehen scheint..geht es bevor du es wirklich so empfindest nurnoch ab. Nach dem ersten Besuch bin ich begeistert und hoffe das es nach mehrmaligen schaun nicht abnimmt.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 30. Januar 2013
Wenn man sich auf einen Tarantino-Film einlässt, muss man wissen was einen erwartet. Django Unchained ist ein brillanter Film, indem das Blut nur so spritzt... Wer damit Probleme hat, sollte ihn sich nicht anschauen (auch wenn der- oder diejenige einen tollen FIlm verpassen würde).
Alle Hauptcharaktere (Waltz, DiCaprio, Jackson, Jamie Foxx) waren schauspielerisch schlicht überragend. Herausheben möchte ich dabei Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio. Waltz ist einfach so ein super Schauspieler, es ist einfach ein Genuss ihn zu sehen. Dazu ein DiCaprio der die Rolle des skrupellosen Sklavenbesitzers ("Stech ihm die Augen aus wie ich es dir gesagt habe") superb spielt!
Des Weiteren hoffe ich sehr, dass es in Zukunft weitere Filme von Tarantino gibt, in denen Waltz mitspielt. Inglourious Basterds und jetzt Django waren einfach genial! Da haben sich zum Glück zwei gefunden..
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 29. Januar 2013
urkomisch, klasse musik, klasse kamera, erstklassiker darsteller. waltz ist ganz große klasse. das wird der neuen "italo"-western kultfilm. großartiger film.
Adrian E.
Adrian E.

6 Follower 30 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 28. Januar 2013
Es ist unfassbar wie sämtliche Schauspieler ihr gesamtes Spektrum an Talent abrufen können, wenn sie in einem Tarantino-Film mitspielen. Jamie Foxx ist überragend, Waltz sowieso, und was Di Caprio spielt ist oskarreif.

Endlich wagt sich Tarnantino an einen Western. Das Genre, das ihn schon für seine ersten Werke inspiriert hat. Und man merkt ihm die Leidenschaft an, immer wenn er über den Film spricht. Es ist brilliant welch grossartige Dialoge er aus seiner Feder zaubert, wie in jedem seiner Filme. Ebenfalls ist der Film, welche mit über 2einhalb Stunden Dauer sehr lang ist, dennoch sehr actiongeladen. Mehr als ich mir gedacht habe.

Ein mehr als gelungener Film. Zählt bereits jetzt zu meinen absoluten Lieblingen, obwohl Western eher nichts für mich sind. Tarantino-Western sind aber anders, und ich hoffe, dass die nicht sein letzer ist.
nada-
nada-

38 Follower 120 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 27. Januar 2013
Es ist echt schön, dass man sich einem Thema auch auf trashige Weise widmen kann, ohne dadurch das Thema zu banalisieren. "Django Unchained" ist ein herzhaft vorgetragenes Plädoyer gegen Rassismus, das durch viele sehr amüsante Momente, als auch seine schonungslose Darstellung überzeugt. Wie schwer die verächtlichen Blicke auf den mäjestisch wirkenden Neger hoch zu Ross, die Peitschenhiebe auf Broomhildas zarte Gestalt oder das Zerfleischen eines Sklaven durch eine aufgehetzte Hundemeute zu ertragen sind, so genugtuend habe ich die gut halbstündige Racheorgie zum Ende des Films erlebt. Für die amüsanten Momente zeichnen sich im Wesentlichen Christoph Waltz und Leornardo DiCaprio verantwortlich, wobei letzterer durch sein herrlich böses Aufspielen alle anderen im Raum zu Statisten degradiert. Es ist eine Schande, dass mein Lieblingsschauspieler noch immer ohne goldene Trophäe auskommt, wobei diese nach der letztjärigen Vergabe an den Franzmann sehr an Glanz eingebüsst hat. (Wenn wir ehrlich sind, ist sie eigentlich kaum mehr einen Pfifferling wert.) Der Schluss ist etwas zu lang geraten, gerade die Passage mit Tarantino war überflüssig. Fazit: Wer mit viel Kunstblut kein Problem hat und sehen möchte, wie gut sich Jamie Foxx als Racheengel macht, sollte eine Kinokarte lösen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 27. Januar 2013
Genial! Muss ein Kultfilm werden, wenn er es nicht schon ist. Ein typischer Tarantino! (als Garant für Qualität natürlich) Hier und da Zitate aus den Klassikern des Genres. Wie schon von mir erwartet ist es auch Tarantino's Abenteuerspielplatz auf dem er sich austoben kann, mit all seinen Ideen und seiner Kreativität. Ein großartiger Film, der in 165 Minuten nie an Spannung verliert.
Wie schon Seinerzeit "Pulp Fiction" hat dieser Film wieder einmal das Potential ein Meilenstein zu werden.
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