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No Use For A Name
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4,0
Veröffentlicht am 9. November 2025
Sehr lÀssige und sehr originelle Mischung aus Haunted House-Horror, Zeitreise- und Mindfuck-Film, wie ich es so noch nicht gesehen habe. Der Genremix gelingt ziemlich gut, womit "Haunter" sicher schonmal ein paar Innovationspunkte sicher hat. Hinzu kommt eine atmosphÀrisch sehr dichte Inszenierung und eine starke Performance von Abigail Breslin, die den Film nahezu im Alleingang stemmt.
Die einzelnen Horror-Elemente sind vor allem in der ersten HĂ€lfte vorhanden, funktionieren da zwar nach altbekannten Haunted House-Mustern (zuschlagende TĂŒren, Schatten im Augenwinkel, fremde Personen im Spiegel, usw.) sind aber intensiv dargestellt und die Jumpscares sitzen effektiv.
Im zweiten Teil schĂ€gt die Tonart dann etwas um (der Twist, wenn man ihn denn so nennen will, wird schon relativ frĂŒh offenbart) und folgt dann eher Thriller- und Zeitreise-Pfaden. Auch wenn der Grusel zu Beginn mir persönlich mehr SpaĂ gemacht hat, ist auch die zweite HĂ€lfte stark inszeniert und durchaus spannend.
Allein der Schluss gefĂ€llt mir nicht so gut, da wirkt der Film dann etwas zu bemĂŒht und ist vielleicht einen Ticken zu kitschig geraten. Es hĂ€tte vielleicht besser gepasst, wenn der Film einfach 2 Minuten vorher zu Ende gewesen wĂ€re. Aber das ist dann in Anbetracht des ansonsten sehr gelungenen Films auch nicht so schlimm.
FAZIT: Originelle und geniale Genremixtur aus Haunted House- und Geisterhorror sowie Zeitreisefilm und ein bisschen Mindfuck. Abigail Breslin spielt herausragend und die einzelnen Genre-VersatzstĂŒcke fĂŒgen sich wunderbar zu einem tollen Gesamtwerk zusammen. Von mir gibt's eine klare Empfehlung!
Nach gefĂŒhlt mehr als 100 Horror-Filmen aller Kategorien und aus allen Zeiten dachte ich, ich kenne alles was in Sachen Horror möglich ist, aber dieser ist eine Art von Horror-Filmen, die ich so noch nie gesehen habe und der erste den ich mir freiwillig noch ein paar Mal anschauen wĂŒrde. In Sachen Horror gibt es nicht nur nix neues, sondern sogar eigentlich fast keinen Schockmoment, was aber ĂŒberhaupt nicht stört, sondern einen wunderbaren Film erzeugt. Leider wird sehr schnell alles aufgeklĂ€rt, wodurch aber der Film von Horror auf Action und Drama umschwenken kann, was ihm sehr gut tut. Auch die Idee mit dem TĂ€glich-GrĂŒĂt-das-Murmeltier in einem Horror ist fĂŒr mich neu und wirklich eine klasse Idee, die super umgesetzt ist. Auch sind die Schauspieler super gewĂ€hlt und machen ihre Sache spitze, denn anders als in den meisten Filmen des Genres sind sie nicht nervig oder oberflĂ€chlich, sondern man leidet besonders mit der Hauptdarstellerin mit und hofft auf ein gutes Ende fĂŒr sie. Es ist auĂerdem der erste Horror-Film bei dem ich eine TrĂ€ne zum Schluss verdrĂŒcken musste und genau deshalb gehört er fĂŒr mich gleich in 3 Genres zu den Top Ten, die man gesehen haben muss. Fazit: Als ein Horror-Film nicht ĂŒberzeugend, aber als Horror-Action-Drama herausragend.
Ungewöhnlicher Horror darf es dann also auch mal sein. Klassische Horror-Elemente werden teilweise auf recht neue Art miteinander verbunden. Ein "tĂ€glich grĂŒĂt das Murmeltier" Szenario ist fĂŒr sich alleine genommen schon ein ganz eigener Schrecken, gepaart mit einer guten Prise guten Horrors wird das ganze dann wahrlich zum Albtraum. Abigail Breslin in der Rolle der Lisa Johnson durchlebt immer und immer wieder den gleichen Tag und beginnt langsam vermehrt Visionen und Stimmen zu vernehmen. Langsam aber sicher beginnt sie zu begreifen was um sie herum vor geht, was mit ihr passiert und in welcher Situation sie sich auf einmal befindet. Langsam wird der Zuschauer zu diesem ĂŒberraschendem Höhepunkt hingeleitet und erfĂ€hrt zunehmends mehr und mehr von diesem "schrecklichen Tag". Horror einmal ganz ohne Splatter, dafĂŒr aber mit umso mehr Geist und deshalb in meinen Augen sehenswert.
Mir hat dieser Mystey/Horror-Thriller Ă€uĂerst gut gefallen.
Er erinnert an vielen Stellen an "The Others", ist aber Ă€uĂerst intelligent verfilmt und clever inszeniert. Die Hauptdarstellerin leistet groĂartiges und der Film verfĂŒgt ĂŒber eine erstaunliche Suspense. Obwohl man alle Elemente des Films schon einmal gesehen hat, wirkt er frisch, neu und aufregend.
Lisa (die Hauptdarstellerin Abigail Breslin) stellt fest, dass sie und ihre Familie jeden Tag (der Tag vor ihrem 16. Geburtstag) denselben erleben. Alles ist jeden Tag gleich und Lisa fĂ€llt dies als Einzige auf. Sie merkt auch, dass sich ein paar Sachen mit der Zeit verĂ€ndern und fĂ€ngt an Nachforschungen anzustellen. Das findet wĂ€hrend des ganzen Filmes nur an diesem einem Schauplatz statt â dem Haus, welches sie nicht verlassen kann. Was sie nun so herausfindet, und warum es gerade so ist, wie es ist, ist einfach sehr spannend dargestellt und man fĂŒhlt mit Lisa mit und wĂŒnscht, dass es ein gutes Ende findet. Die diversen ZeitsprĂŒnge, die stattfinden, sind dazu mit verschiedensten Filmtechniken (wohl nachtrĂ€glich bearbeitet) gemacht worden, so dass man gut die zeitliche Einordnung mitbekommt. Ich finde den Film uneingeschrĂ€nkt empfehlenswert und freu mich jedes mal, wenn ich einen spannenden Streifen wie diesen finde. Ich hatte gedacht, dass hier mehr âHorror und Splatterâ im Film wĂ€re, welchen meine Frau so gar nicht mag â aber im Nachhinein wĂ€re der Film auch fĂŒr sie als Krimi Fan super geeignet gewesen.
In der Tat handelt es sich bei "Haunter" um eine clevere Spukhaus-Geistergeschichte, die sich durch eine intelligente Variante des Ganzen sehr abhebt. Die AtmosphĂ€re ist gut geraten, die Idee toll, und auch die eher unbekannten Schauspieler erledigen ihre Sache gut. Allerdings muss man auch sagen, dass das Thema Zeit hier zwar eine bedeutende Rolle spielt, sich aber nur bedingt an Regeln halten muss. Anders gesagt: So viel Konzentration fordert "Haunter" dann auch wieder nicht ab. Es bleiben immer ein paar Fragen offen, aber mit der Zeit wird man, eben nur etwas mitgedacht, wissen wo der Hase lang lĂ€uft. Das ist insofern etwas schade, weil man den Figuren damit immer einen Schritt voraus ist. Was in anderen Filmen aber gewollt ist, lĂ€sst "Haunter" nur langgezogener erscheinen. Hier und hĂ€tte eine KĂŒrzung gut getan - genauso wie ein wenig mehr Grusel, der einem wirklich GĂ€nsehaut nĂ€her bringt. Die Endsequenz ist dann auch etwas zu konventionell geraten, macht bei dem Konstrukt aber Sinn - daran störe ich mich also nicht so. Doch trotz dieser MĂ€ngel sollte jeder Fan der klassischen Geistergeschichte "Haunter" gesehen haben. Der Film macht sich Gedanken darĂŒber wie Geister und Zeit zusammenpassen (was z.B. auch "Bioshock Infinite" populĂ€r getan hat) und lĂ€sst seinen Bösewicht "ravenloftig" wirken (Kenner werden wissen was gemeint ist). Es ist einfach schön zu sehen wie auch im Horrorgenre durchaus innovativ gearbeitet werden kann. Fazit: Etwas mehr Grusel, eine Prise Adrenalin, und einen Satz Böswilligkeit, und "Haunter" wĂ€re ein Meisterwerk des intelligenten Horrorfilms. Trotzdem bleibt ein starker Genrebeitrag, der vor allem atmosphĂ€risch dicht ist und sich Gedanken ĂŒber das "geregelte Geisterleben" macht.
Das Spukhaus-Thema einmal anders: HAUNTER gehört zweifelsohne zu den cleversten Spukfilmen, die das Genre bisher hervorgebracht hat. Ein unheimliches, vielschichtiges und packendes StĂŒck Film von CUBE-Schöpfer VINCENZO NATALI und definitiv ein Horror-Highlight!
Eine vollstÀndige Review gibt es jetzt auf dem FILMCHECKER-Blog!