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Sebastian Schlicht7
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2,0
Veröffentlicht am 8. Juli 2026
Bis auf ein paar Blödeleien von Depp pure Zeitverschwendung!
Der berühmte Drehbuchautor David Koepp schrieb einige legendäre Scripts, darunter „Jurassic Park“, „Mission: Impossible“ (den ersten Teil von 1996), „Spider-Man“ und „Panic Room“. Als Regisseur ist er jedoch weit weniger bekannt. Einer seiner bekanntesten Arbeiten dürfte die Zusammenarbeit mit Johnny Depp in „Das geheime Fenster“ (2004) sein. Mit Depp arbeitete Koepp 2015 wieder zusammen in „Mortdecai“, eine Verfilmung des Romanstoffes von Kyril Bonfiglioli. Selten hat mich ein Filmplakat so sehr abgeturnt, wie dieses: Depp, der wieder eine alberne Rolle in einem glatt geleckten Spionage-Filmchen spielt? Nein, danke! Und so sahen es auch viele andere Zuschauer: Der Film war nicht nur ein Flop an den Kinokassen (60 Mio. Dollar Budget gegen ein internationales Einspielergebnis von etwa 47 Mio.), sondern wurde auch von so ziemlich allen zerrissen. Nun habe ich den Streifen dann kurioserweise doch gesehen und muss sagen: Ich hatte Schlimmeres erwartet. „Mortdecai“ ist wahrlich kein guter Film, aber zumindest konnte ich ein paar Mal sogar lachen.
Lord Charlie Mortdecai ist Kunsthändler, Scharlatan und ein weinerliches Kind. Zum Glück hat er eine Ehefrau und einen treuen Butler, die ihn immer aus der Patsche ziehen. Eines Tages jedoch gerät Mortdecai in einen überaus spannenden Mordfall, bei dem es um ein wertvolles Gemälde des Malers Goya handelt, welches geklaut wurde...
Wer bei der knappen Inhaltsangabe schon müde wird, hat beim gesamten Film noch weniger Chancen. Die ganze Handlung ist dermaßen ordinär, langweilig und unspektakulär, dass ich nach einer halben Stunde aufgehört habe der Geschichte zu folgen. Diese ist eh nur eine halbherzige Entschuldigung für Depps Blödeleien, die zugegebenermaßen hier und da ganz lustig sind. Es ist zwar wirklich eine Schande, dass er seit Jack Sparrow in „Fluch der Karibik“ gefühlt nichts mehr anderes spielt, aber na ja. Als kindischer und verwöhnter Vollidiot ist Depp ganz unterhaltsam, besonders in Verbindung mit seinem übereifrigen Butler Jock, gespielt von Paul Bettany. Ohne die beiden wäre der Film wirklich eine Zumutung und der restliche Cast (Gwyneth Paltrow, Ewan McGregor und Jeff Goldblum) sind einfach nur da, um den Gehaltscheck entgegen zu nehmen, während Depp seine Clownsnummer abziehen darf.
Ansonsten ist „Mortdecai“ wirklich trivial in seiner peinlichen Existenz: Die Handlung schleppt sich dahin, keine der Figuren ist irgendwie spannend oder erlebt eine Weiterentwicklung und dieses ausgelutschte Setting des Spionage-Klischees mit Superreichen Protagonist*innen war damals schon unerträglich.
Visuell ist der Film wirklich einfallslos und flach gefilmt. Hinzu kommen teils grauenvolle CGI- und Greenscreen-Effekte. Nur der Score von Geoff Zanelli und Mark Ronson hat ein paar nette Momente.
Fazit: Viel mehr Zeit möchte ich auch gar nicht für diesen Film aufwenden! „Mortdecai“ ist als harmloser Blödelfilm für einen anspruchslosen Abend ganz in Ordnung, aber je länger ich darüber nach denke, desto egaler ist mir diese Komödie. „Mortdecai“ bekam zurecht drei Nominierungen bei der goldenen Himbeere (der Spottpreis für sehr schlechte Filme) und ist volkommen gerechtfertigt in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.
Dieser Film ist immer noch einer meiner Lieblingsfilme. Die Charaktere sind extrem abwechslungsreich und alle sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Die Charaktervorstellung ist eher kurz, was aber nichts ausmacht, da man die Charaktere auch in der Handlung noch sehr gut kennenlernen kann. Der Film beginnt mit einem Knall. Viele Filme beginnen sehr langweilig. Dies macht dieser Film auch richtig. Die Story ist auch gut ausgearbeitet und macht Sinn. Es werden immer wieder neue Charaktere rein gebracht und es spielt auch immer an verschiedenen Orten, somit ist Abwechslung garantiert. Ich persönlich bin nicht so Fan der teilweise etwas vulgären Witze aber trotzdem, alles in Allem bleibt mir dieser Film sehr positiv in Erinnerung und Charlie Mortdecai kriegt noch einen halben Bonusstern für seinen nennenswerten Schnurrbart!
Der nichtssagende Titel passt zum Film. Ein Krimi-Spaß mit Superstars, die keine Schenkelklopfer hervorbringen, selbst ein befreiendes Lachen ist selten. Das Ehepaar von Mortdecai Charlie (Johnny Depp) und Johanna (Gwyneth Paltrow) führen die Kolonne der Spaßmacher an. Diese beiden übertreiben den Ulk ein wenig. Oftmals wirkt die schrullige Bande affig, unnatürlich, skurril. Charlie ist der Teilzeit Gauner, den der deutsche Untertitel so benennt. Zwischen Albernheiten und Rumgeblödel ergießt sich die teils sinnfreie Handlung über schlüpfrige Anzüglichkeiten bis hin zum Slapstick. Das wird konsequent durchgehalten und mit Insignien des Reichtums versehen wie z.B. ein gestohlener Goya oder ein Rolls-Royce. Die erträglichen Grenzen werden gelegentlich überschritten, wenn ein Maul voll Kotze auf die Windschutzscheibe fällt. Regisseur David Koepp ergeht sich in rabiater Komik, was nicht jedermanns Sache ist. Es gibt sogar Tote. Der running gag mit Charlies Schnurrbart wird allzu oft bemüht und läuft sich tot. Johnny Depp ist halt wieder in der Schokoladenfabrik. K.V.
MORTDECAI – DER TEILZEITGAUNER Große Namen, tolle Ausstattung, dazu noch eine Verbeugung vor einem Genreklassiker, was kann da schon schief gehen? Das dachten wohl auch die Leute hinter „Mortdecai“ und gaben sich deshalb mit einer Schmalspurgeschichte und wenigen Gags zufrieden. Das ist zwar insgesamt irgendwie nett, aber kaum erwähnenswert, die Krimikomödie bleibt deutlich unter ihren Möglichkeiten.
Dieser Film ist mehr als gelungen sehr unterhaltsam . Johnny Depp wieder einmal mehr sehr genial in seiner Darstellung. Klasse Besetzung Sehr empfehlenswert
Johnny Depp muss sicherlich nicht um seinen Status als Superstar fürchten, trotzdem muss er seine Rollen mal etwas besser aussuchen: Filme wie "Lone Ranger" und "Transcendence" waren einfach nur extrem langweilig, finanziell katastrophal und obendrein kopiert sich Depp mehr und mehr selbst: eigentlich macht er nichts anderes als seine Jack Sparrow Darstellung zu varrieren und zu denken daß die Leute das toll finden. Den TIefpunkt dieses Prozesses stellt nun hoffentlich "Mortdecai" dar: als affektirter und versnobter Kunstdieb der mehr COmicfigur als alles andere spielt Depp ein weiteres mal seine Freak-Show durch und nervt mitunter daß es körperlich weh tut. Dazu kommen etliche namhafte Stars die sich in popeligen Nebenrollen unter Wert verkaufen und eine völlig Highlight.arme Krimihandlung. Im Grunde ist der FIlm so dürftig wie ihn der Trailer ankündigt - und auch wenn es sich um eine Romanserie handelt ist wohl nicht zu berfürchten das weitere Teile folgen.
FAzit: Anstrengende und nervenzerrende flache COmedy in der sich allle Beteiligten weit unter wert verkaufen
Unterhaltsam und kurzweilig, Johnny Depp mit unfreiwillig komischer Gestik und Mimik, wie man ihn schon aus Fluch der Karibik kennt. Gwyneth Paltrow als souveräne Schauspielerin, die aus ihren männlichen Pendants alles wissenswerte herauszufinden versteht. Außerdem mit ausgeprägter Bartphobie... Der Film sorgt für eine fröhliche und unterhaltsame Zeit mit so einigen Poenten. Richtig tiefgründige Story darf man hier aber nicht erwarten
Unterhaltsam und kurzweilig, die für Johnny Depp bekannten Gestiken und Mimiken aus Fluch der Karibik passen hier hervorragend ins Bild als hüftsteifer und etwas ängstlich agierender britischer Kunstdealer. Gwyneth Paltrow passt ebenso gut in die Rolle als seine zynisch angehauchte Ehefrau mit Bart Phobie. Der Film eignet sich als fröhlicher Zeitvertreib mit einigen Lachern, wirkliche Tiefe braucht man aber nicht erwarten.
Der Cast ist super keine Frage. Gwyneth Paltrow, Ewan McGregor, Johnny Depp, Paul Bettany (The Da Vinci Code - Sakrileg) und dazu noch Jeff Goldblum bieten eine solide Leistung. Eine andere Frage stellt sich mir jedoch: Wie kann man nur freiwillig mit einem solchen Namen bei einem Film mit so einem katastrophalen und dummen Drehbuch mitmachen? Ich musste kein einziges mal lachen. Der Film nutzt allerflachsten Humor, der nicht die Grenze des Lachens überschreiten kann. Zudem enthält der Film keine Spannung, es döselt und humpelt alles so vor sich hin. Die Handlung oder das Ergebnis bleibt dem Zuschauer völlig egal. Es gab jedoch einen sehr schönen Hingucker: Die Fluganimationen zwischen den Städten waren wirklich hübsch, auch die gemütlichen Räumlichkeiten. Für das und den Cast gibt es zwei Sterne.
[..]Der verschrobene „Mortdecai“ ist nicht unbedingt ein richtiggehend schlechter Film und wenigstens die prominente Besetzung zeigt sich in blendender Verfassung, nur will der Funke einfach nicht überspringen: „Mortdecai“ ist phasenweise schon ganz drollig, mit ein paar netten visuellen Spielereien, wie der modernisierten Variante der „Indiana Jones“-Flugreisemontage, und einer Stampede aus Situationskomik, bei der einen zumindest ein paar Hufe in die Lachmuskeln treffen. Doch dann ist Depps snobistische Sketch-Show wiederum zu betulich auf der einen und zu plump-anzüglich auf der anderen Seite, die Reißbrettschrägheit von „Mortdecai“ zieht so vorbei, ohne dass der Film einen wirklich mitnehmen würde, Gags und Situationen wiederholen sich und wiederholen sich und wiederholen sich und… und der unschlüssig vorgetragene Plot um das verschwundene Goya-Gemälde ist so austauschbar wie überfrachtet mit langweiligen Nebenschauplätzen und Konservenabsurditäten.[…]Der Spaß der Stars, ihr kleines Geschlingel und Gedingel untereinander macht den Film aber auch bloß erträglicher und hin und wieder vergnüglich, nicht im Ganzen besser: zum Beispiel ist die Beziehung zwischen den Mortdecais Depp und Paltrow klassisches Screwball-Gezicke, aber aus dünner Luft zusammen gesponnen, da fehlen inszenatorisches Geschick und im Grunde ein Vorgänger, um mit den Figuren etwas anfangen und Johannas Handeln einordnen zu können. „Jurassic Park“- und „Schlimmdiana Jones and the Kingdom of the Flying Fridge“-Autor David Koepp reicht als Regisseur längst nicht an die Krösusse seiner Zunft heran.[…]